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Alexander Zverev
  1. TENNIS

Zverev mit Blick auf Titel

Nach langer Enttäuschungsserie hat Alexander Zverev bei den French Open souverän die vierte Runde erreicht.

Ein Hoffnungsschimmer für Zverev

Es waren ein paar lange und enttäuschende Monate für Zverev vor den French Open. Die deutsche Nummer drei der Welt ist hinter allen Erwartungen zurückgeblieben. Dabei fing es mit einer Negativserie in Südamerika an. Gefolgt von frühen und überraschenden Niederlagen beim Sunshine Double in Miami und Indian Wells. Mit der Rückkehr auf Rot und seinem Erfolg in Stuttgart erwarteten viele nun wieder ein Zverev in Topform. Doch stattdessen folgte Niederlage auf Niederlage. Bei den Madrid Open reichte es nur bis ins Achtelfinale, in Rom kam er ins Viertelfinale und in Hamburg, seiner Heimat, folgte dann schon das Aus im zweiten Versuch. Damit kam Zverev mit einer langen Talfahrt im Rücken nach Paris.

Vor dem Turnier standen seine Titelchancen quasi gleich Null. Gerade mit der Rückkehr von Jannik Sinner in die ATP-Tour und mit der Topform des Spaniers Carlos Alcaraz, erwartete kaum jemand den ersten Grand Slam-Erfolg von Zverev. Auch jetzt stehen seine Chancen noch nicht gut, aber es gibt ein Hoffnungsschimmer. Bisher trat der Deutsche dreimal an und verlor erst einen Satz gegen den Niederländer Jesper de Jong. In der dritten Runde gegen den Italiener Flavio Cobolli erlaubte sich Zverev kaum Fehler. Mit einem dominanten Aufschlag nahm er die Partie von Anfang an in die eigene Hand und zwang seinen Gegner in die Defensive. Dabei gewann er in drei Sätzen mit 6:2, 7:6(4) und 6:1.

Nach der Partie und mit Erinnerung an sein enttäuschendes Aus gegen Rafael Nadal sagte Zverev: „Dieser Platz hat für mich eine ganz besondere Bedeutung. Ich habe hier einige der schönsten Erinnerungen meines Lebens gesammelt, aber auch einige der schlimmsten. Es ist eine Liebesgeschichte, die noch kein Happy End gefunden hat, aber ich hoffe, dass es eines Tages so weit sein wird.“

Das Problem

Auch wenn damit Zverev ein wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht hat, liegt sein erster Grand Slam-Titel noch in weiter Ferne. Das Problem, Sinner, der nach seiner Niederlage im Finale von Rom hungrig ist auf den Titel in Paris. Dabei steht auch der Italiener sicher in der vierten Runde. Gegen Jiri Lehecka ließ der topgesetzte Italiener am Samstag keine Zweifel aufkommen und gewann in nur 94 Minuten mit 6:0, 6:1, 6:2. Mit diesem Statement-Sieg bleibt Sinner in Paris ohne Satzverlust und baute seine Grand-Slam-Siegesserie auf beeindruckende 17 Matches aus. Sollte er seinen aktuellen Lauf fortsetzen, könnte ein Aufeinandertreffen mit Zverev spätestens im Halbfinale bevorstehen, ein mögliches Schlüsselduell für den Titel.

Doch bis dahin ist es für beide noch ein weiter Weg. Während Zverev nun auf den einen weiteren Niederländer in Tallon Griekspoor trifft, bekommt es Sinner mit dem formstarken Andrey Rublev zu tun, der kampflos in die vierte Runde einzog. Rublev liegt Sinner jedoch: In ihrer bisherigen Bilanz führt der Weltranglistenerste mit 6:3.

Eine weiter deutscher Hoffnungsträger

Überraschend stark in Paris zeigt sich bisher Daniil Altmaier. Mit dem Einzug in die vierte Runde hat der Deutsche alle Erwartungen übertroffen und trifft nun auf Francis Tiafoe.

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