Die French Open gehen in die heiße Phase: Top-Stars wie Iga Swiatek, Aryna Sabalenka und Shootingstar Zheng Qinwen kämpfen um den Einzug in die zweite Turnierwoche.
Iga Swiatek, vierfache Siegerin der French Open, meldet sich nach schwierigen Wochen eindrucksvoll zurück. In Paris zeigt die Polin ihre gewohnte Klasse: Zwei souveräne Siege zum Auftakt ohne Satzverlust katapultieren sie in die dritte Runde. Dort trifft sie auf die Rumänin Jaqueline Cristian. Bei einem Sieg würde Swiatek ihren 24. Erfolg in Folge beim Sandplatzklassiker feiern. Damit würde sie mit Justine Henin gleichziehen. Nur Chris Evert (29) und Monica Seles (25) stehen noch vor ihr.
„Ich habe viel an meiner Einstellung gearbeitet”, verrät Swiatek, insbesondere nach durchwachsenen Leistungen in Stuttgart, Madrid und Rom. Cristian wiederum reist mit Selbstvertrauen an. Die 26-Jährige stand kürzlich im Finale von Rabat.
Zheng Qinwen zeigt, dass ihr Olympiasieg kein Zufall war. Die 22-jährige Chinesin hat aktuell acht Siege in Folge bei den French Open vorzuweisen, darunter ein klarer Erfolg über Emiliana Arango. Ihre Konstanz ist beeindruckend: 19 der letzten 20 Duelle gegen Spielerinnen außerhalb der Top 50 hat sie gewonnen.
In der dritten Runde wartet nun die kanadische Qualifikantin Victoria Mboko, die mit gerade einmal 18 Jahren bereits 42 Matches in diesem Jahr gewonnen hat, größtenteils auf ITF-Level. Dennoch tritt Mboko furchtlos auf und hat bislang alle fünf Matches in Paris in zwei Sätzen gewonnen. Für Zheng ist klar: „Junge Spielerinnen kämpfen hart, aber das hier ist auch mein Traumplatz.”
Die aktuelle Weltranglistenerste Aryna Sabalenka präsentiert sich bislang in beeindruckender Form. Gerade einmal fünf Spiele gab sie in den ersten beiden Matches ab. Ihr nächster Prüfstein ist Olga Danilovic, eine unangenehme Linkshänderin.
Jasmine Paolini erlebt die beste Phase ihrer Karriere. Nach ihrem Triumph in Rom hat sie acht Siege in Folge gefeiert, darunter einen überzeugenden Erfolg über Ajla Tomljanovic. In Paris ist sie seit dem Vorjahr ebenfalls stark unterwegs: Acht ihrer letzten neun Matches auf dem Pariser Sand hat sie gewonnen.
In der dritten Runde trifft die 28-Jährige auf die Ukrainerin Yuliia Starodubtseva, die aktuell auf Platz 81 der Weltrangliste steht. Paolini hat in den letzten Monaten vor allem mit ihrer Konstanz überzeugt: 18 der letzten 19 Duelle gegen Spielerinnen außerhalb der Top 70 konnte sie für sich entscheiden.
Ein echter Kracher steht mit dem Match zwischen Elena Rybakina und Jelena Ostapenko an. Die Kasachin hat drei der letzten Duelle gegen die Lettin gewonnen und reist mit einem frischen Titel aus Straßburg im Gepäck an. Ostapenko, French-Open-Siegerin von 2017, setzte sich in drei Sätzen gegen Caroline Dolehide durch. Beide Spielerinnen zählen zu den kraftvollsten auf der Tour.
Wenn Amanda Anisimova auf Clara Tauson trifft, dann treffen zwei Zukunftshoffnungen aufeinander. Beide konnten 2024 bereits Turniersiege feiern: Anisimova in Doha und Tauson in Auckland. Die Amerikanerin kehrt nach einer Verletzungspause mit starken Leistungen zurück. Die Dänin sorgte mit einem Sieg über Emma Navarro für Aufsehen.
Auch diese Begegnung könnte ein Vorgeschmack auf künftige Grand-Slam-Finals sein.
Im Schatten der großen Namen kämpfen andere Hochkaräter ebenfalls um den Einzug in die zweite Woche: Elina Svitolina trifft auf Bernarda Pera und Liudmila Samsonova auf Dayana Yastremska. Beide Matches versprechen intensive Ballwechsel und Überraschungen.
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