Der frühere Weltmeister und Real-Madrid-Erfolgstrainer Zinedine Zidane soll Frankreich zurück zum WM-Titel führen.
Nach dem bitteren WM-Aus gegen Spanien endet eine der erfolgreichsten Trainer-Epochen der französischen Fußballgeschichte. Didier Deschamps verabschiedet sich nach 14 Jahren als Nationaltrainer und übergibt das Amt an keinen Geringeren als Zinedine Zidane.
Deschamps hat den französischen Fußball nachhaltig geprägt. Unter seiner Führung entwickelte sich Frankreich wieder dauerhaft zu einer der stärksten Nationalmannschaften der Welt. Der größte Erfolg war selbstverständlich der Gewinn der Weltmeisterschaft 2018, hinzu kamen das WM-Finale 2022, der Triumph in der UEFA Nations League 2021 sowie zahlreiche weitere Halbfinal- und Finalteilnahmen bei großen Turnieren.
Sein großer Traum war es, sich mit einem zweiten WM-Titel als Nationaltrainer zu verabschieden. Doch dieser Traum platzte mit dem Halbfinal-Aus gegen Spanien.
Jetzt beginnt eine neue Zeit. Mit Zinedine Zidane übernimmt die wohl größte französische Fußballikone der Geschichte eine hoch talentierte Mannschaft. Spieler wie Kylian Mbappé, Michael Olise, Dayot Upamecano oder William Saliba bilden das Gerüst für die Zukunft.
Der französische Verband setzt langfristig auf Zidane. Nach übereinstimmenden Medienberichten unterschreibt der Weltmeister von 1998 einen Vertrag bis mindestens zur Weltmeisterschaft 2030.
Damit soll Zidane genügend Zeit erhalten, die Mannschaft weiterzuentwickeln und auf die kommenden großen Turniere vorzubereiten. Sein erstes großes Ziel wird die UEFA Europameisterschaft 2028, ehe anschließend die Mission Weltmeisterschaft 2030 beginnt.
Der französische Verband sieht in Zidane den absoluten Wunschkandidaten. Schon seit Jahren wurde sein Name immer wieder mit dem Amt des Nationaltrainers in Verbindung gebracht.
Obwohl Zidane erst vergleichsweise wenige Jahre als Cheftrainer gearbeitet hat, zählt seine Bilanz bereits jetzt zu den erfolgreichsten der Fußballgeschichte.
Nach seiner Zeit als Trainer der zweiten Mannschaft von Real Madrid übernahm er Anfang 2016 die Profis und schrieb unmittelbar Geschichte.
Sein größter Erfolg war das legendäre Threepeat in der UEFA Champions League. Unter Zidane gewann Real Madrid den wichtigsten Vereinswettbewerb Europas 2016, 2017 und 2018, ein Kunststück, das in der modernen Champions-League-Ära bis heute einzigartig geblieben ist.
3× UEFA Champions League
2× LaLiga
2× FIFA Klub-Weltmeisterschaft
2× UEFA Super Cup
2× Spanischer Supercup
Zinedine Zidane wurde am 23. Juni 1972 in Marseille geboren und gilt als einer der größten Fußballspieler aller Zeiten.
Seine Karriere führte ihn über AS Cannes, Girondins Bordeaux, Juventus Turin bis zu Real Madrid, wo er endgültig zur Legende wurde. Sein spektakulärer Volleytreffer im UEFA-Champions-League-Finale 2002 gegen Bayer Leverkusen zählt bis heute zu den berühmtesten Toren der Fußballgeschichte.
Mit der französischen Nationalmannschaft gewann Zidane die Weltmeisterschaft 1998 sowie die Europameisterschaft 2000. 1998 wurde er außerdem mit dem Ballon d’Or ausgezeichnet.
Nach seinem Karriereende wechselte Zidane erfolgreich auf die Trainerbank und gehört mittlerweile sowohl als Spieler als auch als Trainer zu den größten Persönlichkeiten des internationalen Fußballs.
Mit Zidane beginnt für Frankreich ein neues Kapitel. Die individuelle Qualität im Kader ist enorm, doch nach dem enttäuschenden WM-Aus soll aus einer Ansammlung von Weltklassespielern rund um Mbappe und Olise wieder eine echte Titelmannschaft entstehen.
Genau dafür gilt Zidane als idealer Trainer. Er hat sowohl als Spieler als auch als Trainer bewiesen, dass er mit dem Druck auf höchstem Niveau umgehen kann und weiß, wie große Titel gewonnen werden.
Nun soll der Weltmeister von 1998 sein Heimatland zurück zum WM-Titel führen und die nächste goldene Generation der Équipe Tricolore formen und prägen.
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