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Didier Deschamps will mit Frankreich den Titel verteidigen.
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Das Ende der Ära Didier Deschamps: Warum Frankreich das WM-Halbfinale gegen Spanien verlor

Nach dem verlorenen WM-Halbfinale stellt sich Frankreich neu auf. Für Didier Deschamps war es das letzte große Turnier.

Der Traum vom nächsten Weltmeistertitel ist geplatzt. Frankreich musste sich im WM-Halbfinale einer überragenden spanischen Mannschaft geschlagen geben und fand über die gesamten 90 Minuten kaum ins Spiel.

Vor allem im zentralen Mittelfeld zeigte Spanien eine echte Machtdemonstration. Das Trio Rodri, Ruiz und Dani Olmo kontrollierte Ballbesitz, Tempo und Spielrhythmus nahezu nach Belieben. Aurélien Tchouaméni und Adrien Rabiot wurden konsequent aus dem Spiel genommen und konnten den französischen Offensivspielern kaum verwertbare Bälle liefern.

Die Folge: Kylian Mbappé, Michael Olise und die übrigen Angreifer hingen über weite Strecken komplett in der Luft. Frankreich kam praktisch nie gefährlich vor das spanische Tor.

Besonders beeindruckend war die Defensivleistung Spaniens. Der erste etwas gefährliche Torschuss Frankreichs erfolgte erst in der 94. Minute. Spanien ließ den Gegner überhaupt nicht zur Entfaltung kommen und gewann das Finale auch in dieser Höhe verdient.

Das Ende von Didier Deschamps mit Frankreich

Mit der Niederlage endet gleichzeitig eine der erfolgreichsten Trainerkarrieren der französischen Fußballgeschichte. Für Didier Deschamps war dieses WM-Turnier sein letztes großes Turnier als Nationaltrainer.

Seit seiner Amtsübernahme im Jahr 2012 prägte Deschamps den französischen Fußball wie kaum ein anderer Trainer zuvor. Unter seiner Führung gewann Frankreich die FIFA-Weltmeisterschaft 2018, erreichte das WM-Finale 2022, gewann die UEFA Nations League 2021 und führte die “Équipe Tricolore” bei nahezu jedem großen Turnier mindestens bis in die K.O. Phase. Didier Deschamps stand als Spieler 103 Mal und als Trainer 184 Mal für Frankreich auf dem Feld. "DD" war somit an 30,47 % aller Spiele in der Geschichte der französischen Nationalmannschaft beteiligt.

Auch wenn der ganz große Abschluss mit einem weiteren WM-Titel ausblieb, hinterlässt Deschamps ein beeindruckendes Erbe. Er formte über mehr als ein Jahrzehnt eine Mannschaft, die dauerhaft zur Weltspitze gehörte und zahlreiche Weltklassespieler hervorbrachte.

Warum wurde Michael Olise ausgewechselt?

Zu den auffälligsten Personalentscheidungen gehörte die Auswechslung von Michael Olise in der 72. Minute. Der Bayern-Star hatte zuvor eine herausragende Saison gespielt und Frankreich mit starken Leistungen maßgeblich fast bis ins Finale geführt.

Im Halbfinale konnte jedoch auch Olise seine gewohnte Qualität nicht auf den Platz bringen. Durch die Dominanz Spaniens im Mittelfeld erhielt der Offensivspieler kaum verwertbare Bälle und fand praktisch nie in Eins-gegen-eins-Situationen.

Didier Deschamps entschied sich deshalb, mit Rayan Cherki noch einmal frische Impulse für die Offensive zu bringen. Die Hoffnung auf mehr Kreativität erfüllte sich allerdings nicht. Auch nach der Einwechslung blieb Frankreich offensiv nahezu wirkungslos.

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