Zwei der größten Namen im Feld haben am Wochenende ein Ausrufezeichen gesetzt. Aryna Sabalenka gewann ihr Drittrundenmatch in zwei Sätzen. Coco Gauff zog mit einer überzeugenden Leistung ins Achtelfinale ein. Für Iga Swiatek steht nun ein Test gegen Anna Kalinskaya an.
Die Titelverteidigerin bekam die Bühne und nutzte sie. Gegen Leylah Fernandez setzte sich Sabalenka 6:3, 7:6 durch, holte sich im Tiebreak des zweiten Satzes schnell die Kontrolle und löste das Ticket für die Runde der letzten 16. Es war die Revanche für die Niederlage aus dem Jahr 2021, als Fernandez ihren Lauf bis ins Finale startete. Diesmal hielt Sabalenka die heiklen Momente stabil, wehrte frühe Breakchancen ab und diktierte die Ballwechsel mit dem ersten Schlag. Ihr Tiebreak-Lauf in dieser Saison bleibt beeindruckend, die Bilanz wurde weiter ausgebaut. Als Nächstes wartet Cristina Bucsa. Gegen die Spanierin ist die Favoritenrolle klar, zumal Sabalenka in New York seit Jahren zuverlässig die zweite Turnierwoche erreicht.
Coco Gauff hat den Heimabend auf dem Arthur Ashe sauber veredelt. Die US-Open-Siegerin von 2023 schlug Magdalena Frech 6:3, 6:1 und spielte dabei ihr bislang rundestes Match des Turniers. Der Aufschlag, zuletzt ihr Thema, griff konstanter, die ersten zwei Ballkontakte saßen, die Fehlerquote blieb niedrig. Schon vor dem Match war klar, dass sie Frech in direkten Duellen gut liegt, diesmal bestätigte sich das deutlich. Zuvor hatte Gauff noch Phasen mit wackligerem Service überstanden, nun stimmten die Abläufe und der Druck auf den Return. So geht sie mit Rückenwind in die zweite Woche, in der jeder kurze Durchhänger sofort bestraft wird. Die Formkurve zeigt nach oben, was in diesem Tableau mit vielen aggressiven Returnerinnen elementar ist.
Iga Swiatek hat die erste Turnierhälfte ordnungsgemäß erledigt, aber nicht fehlerfrei. Nach einem klaren Auftakt musste sie in Runde zwei gegen Suzan Lamens über drei Sätze gehen und löste die Aufgabe 6:1, 4:6, 6:4. Nun kommt Anna Kalinskaya, die mit flachen, schnellen Treffpunkten und guter Take-Early-Technik den Rhythmus brechen kann. Die Paarung ist offen genug, um Aufmerksamkeit zu verdienen. Im Head-to-Head steht es ausgeglichen, zuletzt gewann Swiatek vor zwei Wochen in Cincinnati 6:3, 6:4. Der Schlüssel liegt in der Vorhandqualität der Polin und im Return auf den zweiten Aufschlag Kalinskayas. Kommt Swiatek früh in die Rallys und hält die Länge, kippen die Sequenzen auf Hartplatz meist zu ihren Gunsten. Gelingt Kalinskaya der erste Strike, öffnen sich die Ecken schneller, was Swiateks Feldposition testet. In Summe spricht die größere Stabilität für die Nummer zwei der Welt, aber die ersten vier Spiele können das Muster des ganzen Abends bestimmen.
Das Bild des Tages ist klar. Sabalenka bestätigt den Anspruch der Titelverteidigerin, mit klaren Antworten in den Engstellen und einem selbstbewussten Finish. Gauff findet rechtzeitig Struktur im Service und nutzt ihre Athletik, um Punkte früh zu schließen. Swiatek geht mit Respekt in ihr nächstes Match, aber mit frischen Referenzen. Der zweite Turnierabschnitt beginnt, die Matches werden enger, die Details kleiner. Genau dort entscheiden Sabalenkas Druck, Gauffs Umschaltmomente und Swiateks Kontrolle über die Balllänge, wie weit die drei Favoritinnen in New York tragen.
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