Bei den Montreal Masters geht es für Ben Shelton und Taylor Fritz eine Runde weiter. Dabei sah es erst für Shelton nach einer frühen Niederlage aus.
Die ATP-Tour ist wieder fest auf dem Hartplatz angekommen und die Montreal Masters sind ein wichtiger Schritt zu Vorbereitung auf die US Open. Dabei eröffneten Shelton und Fritz schon letzte Woche in Washington die amerikanische Tour. Ein Teil der Saison mit gleich mehrere Masters und den US Open auf dem nordamerikanischen Kontinent. Bei den Citi Open konnten dabei schon beide Spieler überzeugen, auch wenn es nicht ganz für einen Titel reichte. Nun in Montreal stehen beide im Achtelfinale.
Taylor Fritz hatte einen eher schlechten Start in dieses Jahr erwischt, welcher sich in eine absolut enttäuschende Saison auf dem Sandplatz verwandelte. Doch nun kann sich der Amerikaner wieder als ein Top 10-Spieler behaupten. Auf dem Grün gewann er den ersten Titel des Jahres und auch bei Wimbledon blieb Fritz souverän und schied erst im Halbfinale gegen Carlos Alcaraz aus. Zurück auf dem Hartplatz konnte der Amerikaner bisher an seiner guten Form festhalten. In Washington scheiterte er nur knapp gegen den formstarken Spanier Fokina im Viertelfinale und nun in Montreal hat er die ersten beiden Gegner fehlerlos überwunden.
Dabei traf er im Achtelfinale auf den Kanadier und damit Lokalmatador Gabriel Diallo. Diesen begegnete er schon in Wimbledon vor 30 Tagen, damals ging das Spiel über Stunden und fünf Sätze. Doch diesmal lies sich der zweitgesetzte Fritz nicht aufhalten. In einer einseitigen Partie hatte er fest den Blick auf die 1000er Krone und gewann mit 6:4 und 6:2. Es wäre erst sein zweiter Masterstitel, ein wichtiger Schritt in Richtung Top 3 der Welt.
Nach seinem Sieg sagte Fritz dabei: „Ich hielt es für sehr wichtig, ihn nicht wieder ins Spiel kommen zu lassen. Wenn er ein Break zurückerhält, wird er von den Zuschauern angefeuert, das Momentum verschiebt sich. Ich hatte das Gefühl, dass sich viel hätte ändern können, wenn ich bei einem Aufschlagspiel nachgelassen hätte. Selbst in den Spielen, in denen ich nicht so gut aufgeschlagen habe, hatte ich das Gefühl, dass ich von der Grundlinie sehr gut zurückgeschlagen habe, damit bin ich zufrieden.“
Sein größter Gegner in bei diesem Master ist auf dem Blatt Alexander Zverev, der Erstgesetzte. Doch der Deutsche befindet sich momentan in einem Formtief. Weder auf Sand noch auf dem Grün konnte er wirklich überzeugen und bisher gewann er erst einen Titel dieses Jahr, enttäuschend für die Nummer drei der Welt. Dabei rang Fritz in bei den Stuttgart Open sogar den Titel im Finale ab und in Wimbledon kam Zverev noch nicht einmal über die erste Runde. Stattdessen wird Fritz sein Blick auf Alex de Minaur gerichtet haben. Der Australier gewann schon bei den Citi Open und ist dieses Jahr der stärkste Spieler der Tour auf dem Hartplatz. Dabei steht auch de Minaur nach einem Walkover schon im Achtelfinale.
Während Fritz sicher in die nächste Runde rückte, musste Shelton hart um den Einzug kämpfen. In einem All-American Duell gegen Brandon Nakashima, ging es gleich zweimal ins Tiebreak und auch in den dritten Satz. Doch in den entscheidenden letzten Spiel konnte sich Shelton knapp durchsetzen und steht nun gegen Flavio Cobolli im Achtelfinale.
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