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Tennis
  1. TENNIS

Swiatek souverän – Lys sammelt Erfahrung, Anisimova zu stark für Raducanu

Beim WTA-Turnier in Montreal zeigten sich am Samstag die Favoritinnen in starker Form. Iga Swiatek ließ der deutschen Nachwuchshoffnung Eva Lys keine Chance, während Amanda Anisimova das Duell der ehemaligen Shootingstars gegen Emma Raducanu klar dominierte.

Montreal bedeutet für die Damen der WTA-Tour traditionell eine wichtige Standortbestimmung auf dem Weg zu den US Open. Während die Topgesetzten ihren Blick fest auf den anstehenden Grand Slam richten, bietet sich für junge Spielerinnen die Gelegenheit, gegen die Besten der Welt Erfahrung zu sammeln.

Swiatek bleibt kompromisslos – Lys gewinnt wichtige Erkenntnisse

Für die Weltranglistenerste Iga Swiatek war das Duell gegen Eva Lys ein gelungener Auftakt. In nur knapp über einer Stunde setzte sich die Polin klar mit 6:2, 6:2 durch. Swiatek begann wie gewohnt aggressiv und ließ ihre deutsche Gegnerin nie wirklich ins Match finden. Mit einer stabilen Vorhand und beeindruckenden Returnspielen sorgte sie schnell für klare Verhältnisse.

Eva Lys dagegen, die sich überraschend ins Hauptfeld gespielt hatte, zeigte in einzelnen Phasen ihre Qualitäten. Insbesondere ihre Rückhand sorgte mehrfach für Beifall auf den Rängen, auch wenn die entscheidenden Punkte letztlich meist an Swiatek gingen. Trotz deutlicher Niederlage bewies die 23-jährige Deutsche großes Kämpferherz und machte deutlich, dass sie auf diesem Niveau langfristig mithalten möchte. Gegen Swiatek, die auf Hartplatz seit Jahren zu den besten Spielerinnen zählt, reichte es allerdings nicht für eine Sensation.

Nach dem Match zeigte sich Lys dennoch optimistisch: „Natürlich ist es bitter, so klar zu verlieren, aber Iga zeigt einem deutlich, woran man noch arbeiten muss. Für mich war es wichtig, dieses Level zu erleben.“ Swiatek dagegen blickt nun schon Richtung Achtelfinale, mit dem klaren Ziel, ihre Form weiter auszubauen, um rechtzeitig zu den US Open den nächsten Titel ins Visier zu nehmen.

Anisimova dominant – Raducanu weiter auf Formsuche

Im zweiten Spitzenspiel des Tages trafen zwei Spielerinnen aufeinander, die beide bereits früh in ihrer Karriere für Schlagzeilen sorgten. Amanda Anisimova, aktuell eine der formstärksten Spielerinnen auf der Tour, ließ der Britin Emma Raducanu kaum eine Chance und setzte sich überraschend deutlich mit 6:2, 6:1 durch.

Von Beginn an übernahm Anisimova die Kontrolle und setzte Raducanu permanent unter Druck. Besonders mit ihrer Vorhand gelangen der Amerikanerin zahlreiche Winner, während Raducanu oft überfordert wirkte und ungewohnt viele Fehler machte. Im ersten Satz konnte die Britin noch kurzzeitig auf 2:2 ausgleichen, doch danach zog Anisimova unaufhaltsam davon.

Für Raducanu bedeutet die Niederlage einen erneuten Rückschlag in einer Saison, in der sie weiter nach ihrer Bestform sucht. Seit ihrem überraschenden Triumph bei den US Open 2021 konnte sie ihre Leistung nicht konstant bestätigen. Montreal war für sie eine weitere Gelegenheit, wieder zu alter Stärke zu finden. Doch Anisimova zeigte deutlich, wer aktuell das Momentum auf seiner Seite hat.

Anisimova wiederum unterstreicht mit diesem Sieg ihre Ansprüche auf eine starke Hartplatz-Saison. Nach einem überzeugenden Auftritt in Wimbledon und dem Titelgewinn in Doha Anfang des Jahres will sie nun auch in Montreal nachlegen.

Im Achtelfinale könnte es für Anisimova nun gegen die ebenfalls stark auftretende Elina Svitolina gehen, die in der nächsten Runde auf Anna Kalinskaya trifft. Für Swiatek steht die Gegnerin noch nicht fest, doch die Nummer eins der Welt geht ohnehin als klare Favoritin in jedes Match. Die Fans dürfen gespannt sein, wer sich auf dem Weg zu den US Open weiter in den Fokus spielen wird.

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