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Taylor Fritz
  1. TENNIS

Fritz bleibt im Rennen

Taylor Fritz gewann schon dreimal den Titel bei den Eastbourne Open. Nun hofft er auf Titel Nr. 4, dabei trifft er im Halbfinale auf Ajejandro Davidovich Fokina.

Fritz wieder mit Blick nach vorne

Nach einer enttäuschenden Saison auf dem Sand hat die Nummer fünf der Welt, Taylor Fritz, auf dem Grün plötzlich wieder seine Form gefunden. Dabei holte sich der Amerikaner direkt in Stuttgart seinen ersten Titel des Jahres gegen Alexander Zverev und bleibt damit auch weiterhin der Angstgegner des Deutschen. Nun bei den Eastbourne Open hat der Erstgesetzte guten Chancen auf den zweiten Titel dieses Jahr. Dabei sah es kurzeitig schlecht für Fritz aus. Gegen seinen Landsmann Marcos Giron im Viertelfinale gewann er den ersten Satz, wurde dann aber im zweiten Anlauf geschlagen. Damit wurde es knapp. Im dritten Satz bleiben beide Spieler eng an eng. Doch in den entscheidenden Momenten konnte sich Fritz durchsetzen. Dabei zeigte sich der Weltranglistenfünfte gerade im eigenen Aufschlag souverän und gewann über 80% der Punkte im Aufschlagspiel. Bei den Breakchancen zeigten sich beide Seiten äußerst effektiv, doch Fritz bekam eine Breakchance mehr. Am Ende trennten die beiden Spieler nur elf Punkte im Gesamtergebnis.

Nach dem Spiel sagte Fritz dabei: „Ich liebe dieses Turnier und ich liebe das Gefühl, hier zu spielen. Ich hatte in all den Jahren, in denen ich das Turnier gewonnen habe, das Glück, nicht unter sehr windigen Bedingungen zu spielen. Es ist hart für mich, wenn ich nicht das Tennis spielen kann, das ich so gerne spiele, und ich muss mich zusammenreißen und verrücktes Tennis spielen.“

Sein nächster Gegner

Nun trifft der Amerikaner auf den Spanier Fokina. In der Weltrangliste trennen die beiden mehr als 20 Plätze und anders als Fritz konnte Fokina bisher noch nicht Erfahrungen dieses Jahr auf dem Grün sammeln. Eastbourne ist sein erstes Rasenturnier des Jahres. Ähnlich zu Fritz erlebte auch der Spanier eine enttäuschende Sandsaison. Doch auf dem Rasen sieht es plötzlich deutlich souveräner aus. I Im Viertelfinale bezwang er den starken Tschechen Jakub Mensik mit 6:4, 7:5.

In stürmischen Bedingungen, die das Spiel ruppig machten. Bereits im ersten Satz nahm er seinem Gegenüber früh den Aufschlag ab, im zweiten holte er ein 2:3 auf und behielt selbst nach zwischenzeitlichem Empörungssturm (er verlor kurz seine Schädelkontrolle, warf die Schläger – sorgte für eine Verwarnung und nannte den Stuhlrichter „den schlechtesten, den ich je gesehen habe“) die Nerven. Am Ende setzte sich der Spanier mit konstanten Volleys, guten Breakchancen und aggressiven Drop Shots durch.

Das zweite Halbfinale

Im zweiten Semifinale stehen sich Ugo Humbert (Setzplatz 4) und Jenson Brooksby gegenüber. Es ist dabei ein spannender Kontrast: der routinierte Linkshänder aus Frankreich gegen den unorthodoxen, variabel agierenden Amerikaner. Humbert, mit solider Bilanz (17–12 in dieser Saison) und zufriedenstellender Form auf Gras, strotzt vor Selbstbewusstsein. Brooksby dagegen überraschte mehrfach in diesem Turnier, brachte seine Slice- und Drop-Shots gezielt an und ließ dabei ebenfalls wenig anbrennen. Aktuell führt Humbert im direkten Vergleich (1:0). Doch Brooksbys Aufschlagperfektion (88 % erster Aufschlagpunkte gegen Evans) könnte ihn vielleicht ins Finale bringen, auch wenn auf dem Blatt der Franzose der klare Favorit bleibt.

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