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Wie Joint und Eala in Eastbourne für Furore sorgen

Die Überraschungen von Eastbourne heißen Maya Joint und Alexandra Eala. Zwei Namen, die bisher kaum jemand auf dem Zettel hatte. Doch pünktlich zur Rasensaison spielen sie plötzlich ganz oben mit.

Wenn der Rasen grünt, rücken neue Namen in den Fokus. Beim WTA-Turnier im englischen Eastbourne sind es in dieser Woche vor allem zwei Spielerinnen, die das Tableau aufmischen: Maya Joint und Alexandra Eala. Maya Joint und Alexandra Eala. Kaum jemand hatte sie in den Viertelfinals erwartet, und doch stehen sie da: mit aufrechter Haltung, aggressivem Spiel und dem klaren Ziel, ihre Erfolgsgeschichte fortzuschreiben.

Joint gegen die Erwartungen und Raducanu

Die 19-jährige Australierin Maya Joint hat in Eastbourne gleich zwei Dinge eindrucksvoll klargestellt: Erstens, dass sie längst mehr ist als ein Talent. Und zweitens, dass man auf Rasen keine jahrelange Erfahrung braucht, um Eindruck zu hinterlassen. In Runde eins warf sie mit Ons Jabeur eine zweifache Wimbledon-Finalistin aus dem Turnier, dann folgte ein Drei-Satz-Krimi gegen die Lokalmatadorin Emma Raducanu, den Joint nach 4:6, 6:1, 7:6 (4) für sich entschied.

Dabei war es erst ihr zweiter Sieg auf Rasen bei einem WTA-Turnier überhaupt. Und doch spielte sie phasenweise, als wäre sie schon ewig auf diesem Belag unterwegs: mal rutschend, mal stürzend, immer wieder aufstehend. Mit druckvollem Spiel, vor allem über die Rückhand, brachte sie Raducanu aus dem Takt. Ihre Aggressivität wurde am Ende belohnt: Im entscheidenden Tiebreak setzte sie mit einem Ass durch die Mitte den Schlusspunkt.

Vom Niemandsland in die Top 50!

Ende 2024 rangierte sie noch auf Platz 119 der Weltrangliste. Nach dem Titel in Rabat und mittlerweile 15 Siegen in diesem Jahr kletterte sie auf Platz 51, ihr Karrierehoch. Dass sie mit dem Sieg über Raducanu gleichzeitig zum dritten Mal eine Spielerin aus den Top 50 schlug, ist dabei fast schon Nebensache. Dieser Erfolg bedeutet jedoch weit mehr: Er öffnet Türen, bringt Selbstvertrauen und sendet ein deutliches Signal in Richtung Wimbledon.

„Ich versuche immer, die Linien zu treffen, aber das klappt nicht immer“, sagte sie lachend nach dem Match. „Aber heute hat’s funktioniert.“ So unbedarft das klingen mag, so konsequent war ihre Herangehensweise. Und vielleicht liegt genau darin ihr Vorteil: nicht zu viel nachdenken, sondern machen.

Eala nutzte die Chance und das Pech ihrer Gegnerin

Auch Alexandra Eala schreibt in Eastbourne ihre eigene kleine Tennis-Sensation. Die 20-jährige Qualifikantin aus den Philippinen kämpfte sich erst durchs Hauptfeld, dann ins Achtelfinale, wo sie plötzlich gegen Jelena Ostapenko gewann. Die Nummer drei der Setzliste musste im dritten Satz beim Stand von 0:6, 6:2, 2:3 verletzt aufgeben (linker Fuß). Doch auch davor hatte sich Eala stark präsentiert, den zweiten Satz für sich entschieden und das Momentum auf ihre Seite gezogen.

Nun trifft sie auf die Siegerin der Partie zwischen Dayana Yastremska und der britischen Wildcard-Inhaberin Francesca Jones. Ihre Reise geht weiter, und mit jeder Runde wächst auch ihr Selbstvertrauen.

Eine neue Generation formiert sich

Auffällig ist, dass sowohl Eala als auch Joint in Eastbourne nicht nur von ihrer guten Form, sondern auch vom Übergang zwischen Sand- und Rasenplätzen profitieren. Während viele etablierte Spielerinnen noch mit der Umstellung kämpfen, nutzen die jungen Wilden die Chance. Die French Open liegen gerade erst hinter uns, doch schon jetzt ist klar, wer auf Rasen die besseren Karten hat.

Maya Joint steht am Donnerstag das Viertelfinale gegen Anna Blinkova bevor. Die Russin hatte zuvor Lulu Sun bezwungen, die wiederum in der ersten Runde Daria Kasatkina aus dem Turnier geworfen hatte. Das ist auch ein Indiz dafür, dass das Teilnehmerfeld durchlässiger ist als sonst und der Rasen einmal mehr zeigt, dass Überraschungen hier fast zur Turnier-DNA gehören.

Ausblick auf Wimbledon

Eastbourne ist traditionell das letzte große Testgelände vor Wimbledon. Wer hier glänzt, kann das Selbstvertrauen mitnehmen und plötzlich auf dem ganz großen Tennisparkett auftauchen. Für Joint und Eala wäre das der nächste logische Schritt. Noch sind sie zwei von vielen Gesichtern. Doch vielleicht ist jetzt der perfekte Moment, um sich einen Namen zu machen.

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