Aus dem Nichts hat die junge Alexandra Eala aus den Philippinen sich nun über die letzten zwei Turniere einen Namen gemacht. Nun steht sie im Halbfinale von Eastbourne.
Auf dem Rasen finden sich immer wieder ungeschliffene Diamanten im Tennis. Auf dem Grün wird das Spiel unsicherer und dynamischer und plötzlich stehen ganz andere Spielerinnen im Finale von Turnieren. So auch die 20-jährige Philippinin Alexandra Eala. Während auf Sand noch fast in jedem Turnier das Aus in der ersten Runde kam, so stand sie plötzlich in Nottingham schon im Sechzehntelfinale und nun bei den Eastbourne Open im Halbfinale.
Ganz unbekannt ist Eala dabei aber nicht. Schon bei den Miami Open sorgte sie für Schlagzeilen und erreichte bei dem Masters sogar das Halbfinale. Gewann dabei gegen Iga Swiatek, Medison Keys, Jelena Ostapenko und Paula Badosa. Eine wirkliche Serie von Siegen gegen Top-Spielerinnen. Doch nach dem Erfolg von Miami folgte erstmal lange Nichts. Nun auf dem Grün steht Eala wieder in Rampenlicht und dominierte regelrecht ihre letzte Gegnerin Dajana Jastremska in zwei Sätzen mit 6:1 und 6:2. Dabei zeigte sich Eala deutlich stärker in der eigenen Defensive, aber auch effektiver im Nutzen ihrer Breakchancen. Trotz des einseitigen Endergebnisses waren die einzelnen Punkte deutlich knapper, doch am Ende kam meist die Philippinin als Siegerin heraus.
Nun trifft sie als Nächstes auf eine weitere Überraschung in Eastbourne, die Französin Varvara Gracheva, die wie Eala regelrecht aus dem Nichts heraus plötzlich im Halbfinale steht. Eine klare Favoritin gibt es zwischen den beiden nicht. In der Weltrangliste steht Eala klar vor der Französin und schielt mit einem Sieg auf den Einzug in die Top 50 der Welt. Ihre Gegnerin, momentan die Nummer 111, hofft stattdessen auf einen Platz unter den besten 100. Ein wichtiger Meilenstein für Spielerinnen in der WTA. Immerhin hat man damit sein neuerem einen Anspruch auf ein festes Gehalt, welches auch Talente fördern soll, die nicht die Millionen Turniere gewinnen können. Dabei hat Eala auch den Kopf vorne, wenn es um die bisherige Saison geht, die Philippinin hat einen positiven Siegesrate diese Saison und holte auch insgesamt doppelt so viele Siege wie die Französin. Doch auf dem Grün zählen meist die Erfolge auf einem anderen Untergrund wenig.
Parallel zu Eastbourne ist auch in Bad Homburg das Halbfinalfeld komplett; mit zwei spannenden Geschichten. Topgesetzte Jessica Pegula steht nach einem intensiven Dreisatzmatch gegen Emma Navarro erstmals seit April wieder in einem Halbfinale. Nach dem verlorenen Titelstart in Berlin zeigte sie sich auf dem Rasen nun wieder stabiler, hielt dem Druck stand und stoppte die Aufholjagd ihrer Landsfrau im entscheidenden dritten Satz.
Auf der anderen Seite überraschte die ungesetzte Tschechin Linda Noskova mit einem glatten Zweisatzsieg über Mirra Andreeva. Die 20-Jährige, aktuell Nummer 30 der Welt, präsentierte sich souverän, verlor gegen die favorisierte Russin kein einziges Aufschlagspiel und steht damit erstmals seit Dubai wieder in einem WTA-Halbfinale. Für sie könnte Bad Homburg nun der Auftakt zu einem ähnlich unerwarteten Lauf werden wie ihn Eala aktuell in Eastbourne erlebt.
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