Kurz vor dem Start der French Open hat Novak Djokovic sein zweites Finale in der Saison erreicht, dabei trifft er bei den Genf Open auf Hubert Hurkacz.
Djokovic ist und war der erfolgreichste Spieler, den es je im Tennis gab. Niemand gewann mehr Grand Slams oder Masters und niemand stand länger an der Nummer eins als der Serbe. Doch nach der langen Kariere macht sich nun das Alter langsam bemerkbar. Letztes Jahr triumphierte Djokovic zwar noch in der Olympiade gewann aber in der Tour kaum etwas. Auch dieses Jahr sah es bisher eher gemischt für den Serben aus. Dabei trennte er sich erst vor wenigen Wochen von seinem neuen Trainer Andy Murray, der ihn zwar bis zum Finale der Miami Open brachte, aber ihm kein Titel schenkte. Nun unterstützt Dusan Vemic die ehemalige Nummer eins in Genf und bei den French Open. Bisher überzeugte Djokovic dabei unter dem neuen Trainer. In Genf verlor der 38-Jährige bisher erst ein Satz und steht nun nach einem hart erkämpften Sieg gegen Cameron Norrie im Finale.
Dabei sagte Djokovic, der in Genf auf seinen 100. Titel hofft, nach der Partie: „Es war das härteste Match des Turniers für mich bisher, drei Sätze. Im zweiten Satz lag er ein Break vorne und ich schaffte es, in den Tie-Break zu kommen, ich hatte einen Matchball, da wurde es ein bisschen eng. Aber ich bin wirklich froh, wie ich mich im dritten Satz neu formiert habe und den besten Satz des Turniers gespielt habe.“
Nun steht ihm der Pole Hurkacz gegenüber. Der langzeitige Top 10-Spieler ist nicht gerade gut in die neue Saison hereingekommen. Nicht nur trat der Pole gerade im Frühling nur selten an, sondern er konnte auch nur selten überzeugen. Erst bei den Rom Open sah man mal wieder ein Lebenzeichen von der momentanen Nummer 31 der Weltrangliste. Bei dem italienischen Masters schaffte er es immerhin in das Viertelfinale und verlor dort gegen den Amerikaner Tommy Paul. Nun baut Hurkacz auf seine gute Leistung von Rom in Genf auf. Nicht nur gewann er schon vier Partien, er gewann jede, ohne einen Satz abzugeben. Im Halbfinale gegen den Österreicher Sebastian Ofner zeigte er sich wieder souverän. Bei einem Sieg mit 6:3 und 6:4 bekam Ofner nicht eine Breakchance, während sich Hurkacz gleich sieben erarbeitete. Auch wenn er davon nur zwei nutzen konnte.
Gegen Djokovic sieht die Bilanz für den Polen nicht gut aus. In den letzten sieben Aufeinandertreffen gab es jedes Mal eine Niederlage, auch wenn es manchmal knapp wurde. Die letzte Begegnung liegt nun aber immerhin schon knapp zwei Jahre, zurück und seitdem hat sich viel geändert. Für beide Spieler geht es dabei nicht nur um den Titel, sondern vor allem um ein positives Zeichen vor dem Start der French Open. Bei dem Grand Slam, welches schon nächste Woche den Startschuss gibt, suchen beide nach dem Titel. Gerade für Djokovic wäre ein letzter Grand Slam-Sieg ein krönender Abschluss einer langen und erfolgreichen Karriere. Mit einem Sieg in Genf rückt gerade dieser Erfolg ein Schritt näher, auch wenn er mit Jannik Sinner und Carlos Alcaraz in Paris, selbst mit dem Sieg nicht zu den Titelfavoriten zählt.
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