Im Finale der Washington Open trifft der Australier Alex de Minaur auf den Spanier Alejandro Davidovich Fokina. Für Beide geht es dabei um den ersten Titel in 2025.
Bei den Citi Open ist es am Ende bei den Herren ein überraschendes Finale. Weder Fokina noch de Minaur zählten wirklich zu den Favoriten in dem stark besetzten Turnier. Im Kampf um 500 Punkte galten Taylor Fritz, Lorenzo Musetti und Daniil Medvedev als die Favoriten. Aber am Ende steht der achtgesetzte Alex de Minaur und der zwölftgesetzte Fokina im Finale. Dabei beeindruckte Fokina gerade im Viertelfinale gegen Taylor Fritz, während de Minaur bisher am meisten Probleme mit Lehecka hatte. Im Halbfinale gewannen die beiden zumindest in zwei Sätzen.
Bei dem Australier war es dabei nicht gerade ein souveräner Sieg. Während das Endergebnis zwar mit 6:4 und 6:3 recht eindeutig war, machte de Minaur ungewöhnlich viele Fehler. Gleich 33-mal ging der Punkt nach einem einfachen Fehler an den Newcomer Corentin Moutet, der trotz der vielen Chancen seine Leistung vom Viertelfinale nicht wiederholen konnte. Dabei waren es seine guten Starts in die jeweiligen Sätze, die den Australier nach vorne brachten.
Nach der Partie sagte er dabei: „Es war kein schönes Tennis, aber ich wusste, dass es ein schwieriges Match ohne viel Rhythmus werden würde. Genau das kann er seinen Gegnern aufzwingen. Ich hatte die Einstellung, alles zu tun, um morgen im Finale zu stehen.“ Mit diesem Sieg wird de Minaur in der Tabelle wieder in die Top 10 der Welt einziehen. Dabei übernimmt er von Andrey Rublev den zehnten Platz. Die Rückkehr in die Tabellenspitze verdiente sich der Australier gerade durch seine Leistung auf den Hartplätzen. Hier gewann bisher noch kein Spieler so viel wie er in diesem Jahr, dazu ist er gerade bei ATP 500-Turnieren besonders gefährlich. Nun muss er sich nur noch auch mit dem ersten Titel in diesem Jahr belohnen. Gegen Fokina ist er knapp der Favorit, doch der Spanier präsentierte sich die letzten Wochen formstark. Dazu steht der Kopf an Kopf zwischen den Beiden bei 2:2.
Mit der Underdog-Rolle ist Fokina dabei gerade bei den Citi Open vertraut. Der Spanier stand nun schon zweimal nacheinander dem Lokalmatador gegenüber und zweimal waren es auch nur Spieler, die in der Weltrangliste weit über ihm stehen. Doch egal ob Fritz oder Shelton, beide scheiterten am Ende an einem bärenstarken Fokina, der sich kaum Fehler erlaubte. Dabei sagte der Spanier nach seinem Sieg gegen den Heimfavoriten in Halbfinale mit 6:2 und 7:5: „Mir war klar, dass ich nach dem späten Match nicht frisch sein würde, aber ich wusste auch, dass es gegen Ben keine langen Ballwechsel geben und das Match schnell verlaufen würde. Ich wusste, dass ich bei jedem Punkt voll da sein muss.“
Für Fokina wäre ein Titel in Washington ein enormer Erfolg. Der 26-jährige Spanier tanzt seit Jahren um die Top 20 der Welt, aber kann nie ganz die Schwelle zum großen Erfolg überwinden. Trotz vieler Finals wartet der Spanier dabei weiterhin immer noch auf den ersten Titel in der Tour. Gegen de Minaur hat er nun die große Chance zum Durchbruch.
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