Drei Favoritinnen haben ihre Aufgaben in New York überzeugend gelöst. Jessica Pegula, Iga Swiatek und Beatriz Haddad Maia stehen in der zweiten Woche und gaben dabei die Richtung vor.
Jessica Pegula spielt sich ohne Umwege in die Viertelfinals. Gegen Ann Li setzte sich die Nummer vier der Welt mit 6:1 und 6:2 durch. Der Auftritt war schnörkellos. Der erste Aufschlag kam verlässlich, die ersten zwei Ballkontakte saßen, dazu suchte Pegula konsequent den Weg nach vorn. In weniger als einer Stunde war die Sache entschieden, ohne längere Hänger und ohne knappe Phasen. Damit bleibt ihre Turnierbilanz ohne Satzverlust bestehen. Als Nächstes geht es gegen Barbora Krejcikova oder Taylor Townsend. Für Pegula ist das ein Duell um die Kontrolle der Ballwechsel. Hält sie den Rhythmus aus dem Service und die saubere Länge von der Grundlinie, öffnet sich der Weg ins Halbfinale.
Iga Swiatek musste gegen Anna Kalinskaya enger arbeiten, löste die Aufgabe aber in zwei Sätzen. Nach frühem Rückstand holte sie sich den ersten Durchgang im Tiebreak und beendete das Match 7:6 und 6:4. Entscheidend waren die langen Rallys über die Vorhandlinie und der Druck auf den zweiten Aufschlag der Gegnerin. Swiatek hielt die Länge, rückte bei kurzen Bällen entschlossen vor und verhinderte damit offene Schlagabtausche. In der nächsten Runde wartet Ekaterina Alexandrova. Das ist ein Test gegen frühe Treffpunkte und flache Winkel. Swiatek braucht erneut eine hohe Quote beim ersten Schlag und klare Entscheidungen im Returnspiel. Kommt sie früh in die Punkte und setzt die Crossvorhand durch, liegt der Vorteil auf ihrer Seite.
Beatriz Haddad Maia gewann ihr Drittrundenmatch gegen Maria Sakkari deutlich 6:1 und 6:2. Die Brasilianerin fand von Beginn an Tiefe in den Grundlinienduellen, nahm Sakkari früh Zeit und zwang Fehler über die Rückhandseite. Der Service trug zuverlässig, die Returnposition blieb mutig, dazu kamen klare Musterwechsel mit der linken Vorhand inside out. Es war ein von vorne geführtes Match ohne echte Schwächephase. In der Runde der letzten 16 trifft Haddad Maia nun auf Amanda Anisimova. Das wird ein Duell zwischen konstanter Länge und direkter Durchschlagskraft. Gelingt es Haddad Maia, die Rallys zu strecken und den ersten Ball von Anisimova zu neutralisieren, sprechen die Muster weiter für sie. Bleibt Anisimova aggressiv und trifft früh die Linien, wird jede kurze Phase teuer.
Die zweite Woche sortiert sich und stellt die Favoritinnen enger. Bei Pegula entscheidet sich viel über das Aufschlagspiel. Gelingt es ihr, den ersten Ball so stabil zu halten wie bisher und dabei die Rückhandlinie früh zu öffnen, bleiben die Ballwechsel in ihrem Takt. Krejcikova bringt mehr Variation und wechselt häufiger die Schlaghöhe, Townsend sucht den direkten Weg nach vorn. Pegula muss beide Profile mit klarem Return und sauberer Tiefe beantworten. Dazu kommt die Tageszeit. In der Nacht trägt das Ashe-Stadium die Bälle anders, der Absprung ist niedriger. Pegulas flaches Tempo zahlt sich dann aus, solange die Quote stimmt.
Bei Swiatek bleibt der Fokus auf der Struktur. Alexandrova nimmt früh, geht hart in die Mitte und verkürzt die Sequenzen. Swiatek braucht die Länge hinter den Grundlinienpunkten und die Geduld, um die Rallys zu öffnen, statt zu schnell auf den Winner zu gehen. Dabei hilft ihr die Beweglichkeit in die Rückhandecke, aus der sie den Platz wieder neutralisieren kann. Nun wird es auch mentaler. Kleine Schwächephasen müssen sofort geschlossen werden, weil Alexandrova mit Miniserien Druck aufbaut. Holt Swiatek die ersten Returnspiele und bricht den Rhythmus, gewinnt sie die Statik.
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