Larry Bird war einer der ganz Großen Basketball-Stars der 80er Jahre. In seiner 13 Jahre andauernden Karriere wurde er dreimal hintereinander MVP und führte die Boston Celtics zu drei Meisterschaften. Hier ist seine Geschichte.
Larry Bird wurde am 7. Dezember 1956 in West Baden im US-Bundesstaat Indiana als eines von sechs Kindern geboren. Schon bald nach seiner Geburt zog die Familien nach French Lick, einer kleinen basketballverrückten Stadt inmitten von Indiana. Da das Geld rar war, begann Bird bereits als Schüler Geld hinzuzuverdienen.
Trotz der zusätzlichen Belastung entwickelte sich Bird an der örtlichen High School zu einem regelrechten Basketballstar. Er wurde schnell zur lokalen Attraktion und sorgte dafür, dass die Besucherzahlen regelmäßig die Einwohnerzahl von 2000 überstiegen. In der zehnten Klasse brach sich Bird den Knöchel und musste erstmals für längere Zeit pausieren. Nach seiner Rückkehr aber wurde er zum besten Werfer, der jemals für sein Team gespielt hatte. Sein letztes Spiel an der High School bestritt er Zeitzeugenberichten vor rund 4000 Zuschauern.
Er wechselte auf die Indiana University und traf dort auf den legendären Basketball-Coach Bob Knight. Doch nach nur 24 Tagen, und damit bevor das eigentliche Training begann, fuhr er per Anhalter zurück in seine Heimat. Er heuerte am Junior College Northwood an und verließ auch dieses nach sechs Wochen. Er begründete dies später mit den geringen Verdienstmöglichkeiten. Nachdem er zwischenzeitlich für ein Team namens Hanckock Construction Company gespielt hatte, heuerte er an der Indiana State University an, musste dort aber zunächst eine Saison lang aussetzen. Unter Coach Bob King musste er zunächst auf die Bank, doch er hielt durch und erzielte in der Saison 1976/77 im Schnitt 32,8 Punkte. Als Senior hatte er schließlich beinah den größtmöglichen Erfolg. Die Indiana State legte eine Regular Season ohne Niedelrage hin und gewann beinahe die NCAA-Championship. Bird und seine Teamkameraden scheiterten allerdings an den Michigan State Spartans und damit an Magic Johnson. Bird wurde 1978/79 dennoch zum NBA-Spieler des Jahres gekürt.
1978 wurde Bird von den Boston Celtics an sechster Stelle ausgewählt. Die Celts nahmen Bird jedoch nicht sofort unter Vertrag. Erst 1979 wechselte er zum Team und wurde auf Anhieb zum Rookie of the Year, noch vor Magic Johnson. Allerdings war es Johnson, der die Lakers in dieser Saison zum Titel führen sollte. In der folgenden Saison folgte aber auch für Bird mit den Celtics die erste Meisterschaft. In Folge entwickelte sich Bird trotz seiner Größe zu einem der besten Distanzschützen dieser Ära. Er wurde dreimal zum MVP gewählt und gewann drei Meisterschaften mit Boston.
1992 gab Bird sein Karriereende bekannt. Zuvor nahm er noch mit den USA an den Olympischen Spielen teil. Die USA dominierten alle Partien und gewannen am Ende souverän die Goldmedaille. Die Nummer 33 ist nicht zuletzt wegen ihm und Kareem Abdul-Jabbar legendär und wird von den Celtics bis heute nicht mehr vergeben.
Nach seiner aktiven Karriere nahm er 1999/2000 ein Engagement als Trainer bei den Pacers an und führte das Franchise bis in die Finals, wo sie schließlich den Lakers unterlagen. Danach beendete er seine Trainerkarriere. Seit 2003 ist Bird als Sportdirektor bei den Pacers tätig.
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