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Madison Keys Tennis
  1. TENNIS

Keys kämpft sich ins Viertelfinale, während Gauff überraschend ausscheidet

Bei den Montreal Open erlebten die US-Amerikanerinnen Madison Keys und Coco Gauff einen völlig unterschiedlichen Tag.

Während Keys in einem dramatischen Duell gegen Karolína Muchová den Einzug ins Viertelfinale feiern durfte, musste Gauff überraschend gegen die junge Kanadierin Victoria Mboko die Segel streichen.

Keys bleibt stark

Madison Keys hatte es im Achtelfinale des WTA-1000-Events mit der erfahrenen Tschechin Muchová zu tun und wurde dabei von Beginn an hart gefordert. Der erste Satz ging schnell an Muchová, die mit variablem Spiel und gut platzierten Aufschlägen die Nummer acht der Weltrangliste immer wieder in Bedrängnis brachte. Doch Keys kämpfte sich zurück und übernahm im zweiten Durchgang zunehmend die Kontrolle. Ihre aggressiven Grundschläge zeigten Wirkung, sodass sie zum 6:3 ausgleichen konnte.

Im entscheidenden dritten Satz erreichte die Dramatik schließlich ihren Höhepunkt. Muchová führte zunächst souverän mit 5:3 und erspielte sich sogar zwei Matchbälle. Doch Keys bewies Nervenstärke, wehrte beide Chancen ab und kämpfte sich spektakulär zurück ins Match. Angetrieben von der erfolgreichen Aufholjagd sicherte sie sich vier Spiele in Folge und entschied den packenden Kampf schließlich mit 4:6, 6:3, 7:5 für sich. Nach fast drei Stunden Spielzeit war der Einzug ins Viertelfinale perfekt, und Keys zeigte sich nach der Partie erleichtert: „Ich habe heute nicht mein bestes Tennis gespielt, aber ich bin stolz, wie ich zurückgekommen bin und nie aufgegeben habe.“

Im Viertelfinale wartet nun allerdings eine schwierige Aufgabe: Mit der Polin Iga Świątek trifft Keys auf die derzeit vielleicht stärkste Hartplatz-Spielerin der Welt. Dennoch dürfte die US-Amerikanerin nach diesem Sieg über Muchová voller Selbstvertrauen in das Duell gehen.

Gauff enttäuscht

Für Keys’ Landsfrau Coco Gauff verlief der Tag hingegen äußerst enttäuschend. Als topgesetzte Spielerin war die Nummer zwei der Welt mit großen Ambitionen nach Montreal gekommen, doch im Achtelfinale erlebte sie ein überraschendes und bitteres Aus gegen die erst 18-jährige Lokalmatadorin Victoria Mboko. Gauff fand zu keinem Zeitpunkt richtig ins Match, machte ungewöhnlich viele leichte Fehler und konnte ihrer Favoritenrolle nicht gerecht werden.

Mboko dagegen spielte völlig befreit auf, überzeugte mit druckvollem Grundlinienspiel und stabilen Aufschlägen. In nur etwas mehr als einer Stunde sorgte die Kanadierin mit einem klaren 6:1, 6:4 für die Sensation des Tages und feierte den bislang größten Erfolg ihrer jungen Karriere. Für Gauff bedeutet diese Niederlage nicht nur eine Enttäuschung, sondern auch einen herben Rückschlag in der Vorbereitung auf die kommenden US Open, wo sie eigentlich zu den großen Favoritinnen zählen sollte.

In der Pressekonferenz gab sich Gauff anerkennend gegenüber ihrer Gegnerin: „Victoria hat heute großartig gespielt und verdient gewonnen. Ich selbst habe nie wirklich meinen Rhythmus gefunden. Daraus muss ich jetzt lernen und nach vorne schauen.“ Für Mboko geht es im Viertelfinale nun gegen die ebenfalls aufstrebende Spanierin Jessica Bouzas Maneiro, die in Montreal ebenfalls für Überraschungen sorgt.

So erlebten Madison Keys und Coco Gauff einen Tag voller Kontraste in Montreal. Während Keys dank ihrer beeindruckenden Mentalität weiter vom Titel träumen darf, muss Gauff frühzeitig abreisen und ihre Form dringend wiederfinden. Gerade mit Sicht auf die US Open, hofft Gauff auf den zweiten Major Titel in ihrer Heimat.

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