Wann gibt es einen Freistoß oder Eckball? Hier finden Sie alle Regeln, die Geschichte und wichtige Besonderheiten einfach erklärt.
Freistöße und Eckbälle gehören zu den wichtigsten Standardsituationen im Fußball. Zahlreiche Spiele werden durch einen ruhenden Ball entschieden. Viele Mannschaften trainieren deshalb eigene Varianten, um aus Freistößen oder Eckbällen Tore zu erzielen.
Doch wann gibt es überhaupt einen Freistoß? Wann wird auf Eckball entschieden? Und worin liegt der Unterschied zwischen einem direkten und einem indirekten Freistoß?
Schon in den ersten offiziellen Fußballregeln des englischen Fußballverbandes im Jahr 1863 existierten Freistöße, allerdings noch in einer deutlich einfacheren Form.
Der Eckball wurde erst 1872 offiziell in die Fußballregeln aufgenommen. Zuvor gab es nach einem Klärungsversuch über die Torlinie andere Spielfortsetzungen. Die Einführung der Ecke sollte das Spiel offensiver gestalten und zusätzliche Torchancen schaffen.
Im Laufe der Jahrzehnte wurden die Regeln immer weiter angepasst. Heute zählen Freistöße und Eckbälle zu den gefährlichsten Offensivwaffen im modernen Fußball.
Ein Freistoß wird verhängt, wenn eine Mannschaft gegen die Fußballregeln verstößt.
Typische Gründe sind:
Foulspiel
Halten
Schubsen
Beinstellen
Handspiel
gefährliches Spiel
Reklamieren oder Unsportlichkeiten (je nach Situation)
Grundsätzlich unterscheidet das Regelwerk zwischen direkten und indirekten Freistößen.
Beim direkten Freistoß darf der Schütze ohne Berührung eines Mitspielers direkt ein Tor erzielen.
Direkte Freistöße gibt es beispielsweise bei:
Handspiel
Treten eines Gegners
Halten
Stoßen
Grätschen mit Foul
Besonders gefährlich werden direkte Freistöße in Tornähe. Spieler wie Lionel Messi, David Beckham, Juninho Pernambucano oder Cristiano Ronaldo erzielten im Laufe ihrer Karriere zahlreiche Freistoßtore.
Beim indirekten Freistoß darf kein direktes Tor erzielt werden. Der Ball muss zunächst von einem anderen Spieler berührt werden. Der Schiedsrichter zeigt dies an, indem er während der Ausführung einen Arm dauerhaft nach oben hält.
Typische Situationen für einen indirekten Freistoß sind:
gefährliches Spiel ohne Körperkontakt
Abseits
Behinderung des Torwarts
technisches Vergehen des Torwarts (zum Beispiel Aufnehmen eines absichtlichen Rückpasses mit der Hand)
Doppelberührung des Balles bei einer Spielfortsetzung
Schießt ein Spieler einen indirekten Freistoß direkt ins Tor, zählt der Treffer nicht.
Ein Eckball wird gegeben, wenn:
der Ball vollständig die Torlinie überschreitet, zuletzt von einem verteidigenden Spieler berührt wurde und dabei kein Tor erzielt wurde.
Der Ball wird anschließend innerhalb des Eckviertelkreises platziert.
Ja. Ein Tor direkt vom Eckball nennt man “Olympisches Tor". Dabei fliegt der Ball ohne weitere Berührung direkt ins Tor. Solche Treffer sind zwar äußerst selten, kommen aber immer wieder vor.
Bei einem Freistoß müssen die Gegenspieler mindestens 9,15 Meter Abstand zum Ball halten. Diese Entfernung entspricht 10 Yards und wurde bereits im 19. Jahrhundert eingeführt.
Auch bei Eckbällen gilt dieser Mindestabstand. Erst wenn der Ball gespielt wurde, dürfen die Gegenspieler den Schützen attackieren.
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