Bei den Los Carbos Open in Mexiko hat Denis Shapovalov mit einem dominanten 6:4 und 6:2-Sieg gegen den Amerikaner Aleksandar Kovacevic seinen zweiten Titel der Saison gewonnen.
Der ehemalige kanadische Top 10-Spieler Shapovalov hat auf dem heißen mexikanischen Rot eine dominante Woche hinter sich gebracht. Dabei ging als drittgesetzter in das Turnier, verlor nicht einen Satz und holte sich verdient den Titel. Ein wichtiger Erfolg für den Kanadier der damit gleich fünf Plätze in der Weltrangliste gutmacht und so wieder in die Top 30 der Welt einzieht. Dabei hat Shapovalov eine harte Zeit hinter sich. 2023 musste er seine Saison nach einer Verletzung nach Wimbledon abbrechen und kam nur 2024 langsam wieder zurück auf dem Platz. Zwischenzeitlich stand er sogar weit außerhalb der Top 100 der Welt. Doch mit einer soliden Saison bisher in diesem Jahr und kleinen Lichtblicken am Ende des Letzten machte der Kanadier mehr als 100 Plätze gut.
Dabei tauchte sein Name erstmals wieder im Frühjahr diese Saison in den hohen Runden auf. Bei den Dellas Open holte er sich den Titel und gleich darauf folgte in Abierto Mexicano ein Halbfinaleintritt. Doch seit diesem Hoch gab es eine lange Talfahrt. Erst in Los Carbos konnte sich Shapovalov wieder beweisen und holte sich etwas auf dem Nichts den Titel nach der perfekten Woche. Im Finale traf er dabei auf den Amerikaner Aleksandar Kovacevic. Dieser stand vor dem Turnier in der Weltrangliste auf Platz 76. Es war sein erst zweites Tourfinale nach einem überraschenden Sieg gegen den Turnierfavoriten Andrei Rublev im Halbfinale. Doch während er noch gegen den Russen überzeugte, war er chancenlos gegen den Kanadier. Damit muss Kovacevic weiterhin auf seinen ersten Tourtitel warten.
Es war am Ende ein einseitiges Endspiel in Mexiko. Shapovalov holte sich mehr als 80% aller Punkte nach seinem ersten Aufschlag und kam selbst nur kaum in Bredouille. Den einzige Breakchance des Amerikaners wehrte er gekonnt ab und holte sich beinahe fehlerlos nach kaum mehr als einer Stunde den Sieg. Dabei sagte er nach der Partie: „Wir arbeiten nun schon seit einigen Jahren, und es war nicht leicht, nach einer Verletzung zurückzukommen.“
Er ist nun einer von sechs Spielern, die dieses Jahr mehr als einen Titel gewinnen konnten. Dabei ist es momentan die Saison der Newcomer. Der Amerikaner wäre, der achte erstmalige Titelsieger in diesem Jahr geworden, hätte er gegen Shapovalov gewonnen. Dabei sagte dieser zum Gegner im Interview: „Ich möchte Aleksandar zu einer erstaunlichen Woche gratulieren. Er hat einige großartige Spieler geschlagen. Ehrlich gesagt habe ich das Spiel gestern nicht gesehen, aber mein Trainer hat mir gesagt, dass du wahnsinnig gut gespielt hast, also Glückwunsch zu einer tollen Woche.“
Während in Mexiko die Vorhänge zugezogen werden, geht es noch in der Schweiz und Schweden am Sonntag ins Finale. Dabei hofft Alexander Bublik in Gstaad auf seinen zweiten Titel des Jahres gegen den Argentinier Juan Manuel Cerundolo, der auf seinen ersten Tourtitel hofft. Bublik, der momentan ein Comeback erlebt, ist der klare Favorit in dem Duell. Nicht nur spielt er gerade in Bestform, sondern er kommt auch mit deutlich mehr Erfahrung in das Finale. In Schweden wird Luciano Darderi auf den Niederländer Jesper de Jong treffen, der wie Cerundolo auf den ersten Titel hofft.
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