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WM 2026: So funktioniert das neue Unwetterprotokoll der FIFA

Nach erheblichen wetterbedingten Störungen bei der letzten Klub-Weltmeisterschaft in den USA hat die FIFA ein strenges Protokoll für die kommende Weltmeisterschaft eingeführt. Dieses soll den Spielbetrieb bei Gewittern und widrigen Wetterbedingungen regeln.

Die Maßnahme ist eine Reaktion auf mehrere Spielunterbrechungen im vergangenen Sommer, die sowohl bei Profis als auch bei Fans für Kritik sorgten. Ein besonders bekanntes Beispiel war das Spiel zwischen Chelsea und Benfica bei der Klub-WM, das aufgrund von Wetterverzögerungen insgesamt vier Stunden und 38 Minuten dauerte. Wenige Tage später kam es bei der Partie zwischen Boca Juniors und Auckland City zu einer ähnlichen Situation.

Obwohl bei der Weltmeisterschaft bis zu fünf Stadien mit schließbaren Dächern zum Schutz vor Regen zur Verfügung stehen, handelt es sich bei der Mehrheit der Austragungsorte um Freiluftarenen. Dies ist besonders in Städten relevant, die als anfällig für schwere Unwetter gelten, wie Boston, Philadelphia und Miami.

Was beinhaltet das neue Unwetterprotokoll für die WM 2026?

In Übereinstimmung mit den Vorschriften der US-Regierung schreibt das Protokoll die sofortige Unterbrechung aller sportlichen Aktivitäten vor, sobald ein Blitz in einem Radius von 13 Kilometern (acht Meilen) um das Stadion geortet wird.

Nach Aktivierung des Protokolls beginnt eine 30-minütige Wartezeit. Während dieser Zeit müssen die Spieler das Feld verlassen, und die Zuschauer werden zu ihrer Sicherheit in überdachte Bereiche geleitet. Das Spiel kann erst fortgesetzt werden, wenn 30 Minuten ohne Donner oder Blitz in der festgelegten Zone vergangen sind. Sollte es innerhalb des Radius zu einem weiteren Blitzeinschlag kommen, wird der 30-Minuten-Countdown zurückgesetzt.

Die FIFA hat keine maximale Wartezeit für diese Unterbrechungen festgelegt. Das bedeutet, dass sich einige Spiele erheblich über ihre geplante Dauer hinaus verlängern könnten.

Weitere Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen bei der WM

Neben dem Unwetterprotokoll befassen sich die Organisatoren auch mit der Herausforderung hoher Temperaturen. Studien deuten darauf hin, dass bis zu 97 Prozent der Turnierspiele von Hitze betroffen sein könnten, was ein hohes Risiko für die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden der Spieler darstellt.

Um dem entgegenzuwirken, wird es im Turnier verpflichtende Trinkpausen geben. Diese können bis zu zweimal pro Spiel stattfinden, einmal in der ersten und einmal in der zweiten Halbzeit und ermöglichen es den Spielern, sich mit Flüssigkeit zu versorgen. Darüber hinaus wurden die Spielpläne für jede Gastgeberstadt unter Berücksichtigung der prognostizierten Temperaturen geplant, um die Auswirkungen extremer Hitze zu mildern.

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