Es ist nicht nur ein Feiertag, sondern ein echtes Spektakel, wenn an Weihnachten wieder viele Geschenke im American Football verteilt werden.
Die Washington Commanders (Sieg-Quote: 3.60) und die Dallas Cowboys (1.28) treten kommenden Donnerstag (25.12.) in Week 17 der NFL im Northwest Stadium in Washington gegeneinander an, die Partie gibt's live auf Netflix um 19:00 Uhr zu sehen.
Washington steht vor einem extrem anspruchsvollen Heimauftritt und bringt viele Fragezeichen, aber nur wenig Momentum mit. Nach einer Saison mit langen Niederlagenserien, einer wackligen O-Line und Problemen auf Quarterback wirkt die Offense fragil. Jayden Daniels ist raus, Marcus Mariota angeschlagen, sodass im schlechtesten Fall Josh Johnson starten und Dallas die Box gegen das Run Game stacken könnte. Dennoch besitzt Washington am Boden Qualität: Jacory Croskey‑Merritt und Chris Rodriguez haben zusammen bereits über 1.100 Rushing‑Yards und elf Touchdowns erzielt und sind der Schlüssel, um Uhr und Tempo zu kontrollieren. Defensiv ist das Team allerdings eines der schwächsten der Liga, rangiert im unteren Drittel bei zugelassenen Yards und Punkten und hat insbesondere in der Passverteidigung große Probleme. Wenn Washington eine Chance haben will, braucht es Turnover, ein dominantes Laufspiel und ein kontrolliertes, fehlerarmes Game, ansonsten droht ein weiterer langer Nachmittag gegen einen offensiv starken Rivalen.
Dallas kommt zwar mit drei Niederlagen in Serie, aber mit deutlich höherem Ceiling und klarerer Identität nach Landover. Die Cowboys haben in dieser Saison regelmäßig über 30 Punkte aufgelegt, einzig die Defense brach in den letzten Wochen mehrfach ein und kassierte wiederholt 34 oder mehr Punkte. Offensiv bleibt Dak Prescott trotz Schwankungen ein Quarterback, der gegen schwache Secondaries produzieren kann, zumal Washington gegen den Pass zu den schlechtesten Units der Liga zählt und kaum konstant Druck erzeugt. Die Skill‑Positions sind tief besetzt, das Scheme erlaubt schnelle, sichere Pässe ebenso wie vertikale Shots. Defensiv muss Dallas vor allem den Run stoppen und Washington in klare Passing‑Downs zwingen, in denen die eigene Pass‑Rush‑Qualität sichtbarer wird. Gelingt es den Cowboys, Turnover zu vermeiden, Disziplin bei Penalties zu wahren und früh eine Führung aufzubauen, spricht fast alles für einen Auswärtssieg, bei dem die Offense das Tempo diktiert.
Die Minnesota Vikings (Sieg-Quote: 3.20) und die Detroit Lions (1.34) treten kommenden Donnerstag (25.12.) in Week 17 der NFL im U.S. Bank Stadium in Minneapolis gegeneinander an, die Partie gibt's live auf Netflix um 22:30 Uhr zu sehen.
Minnesota geht mit drei Siegen in Serie und einer Defense in historischer Form in dieses Christmas‑Game. Die Vikings haben in sechs Spielen in Folge keinen Passing‑Touchdown zugelassen – etwas, das seit den späten 1980er‑Jahren nicht mehr gelungen ist. Gegen die Giants gab es fünf Sacks und nur 13 zugelassene Punkte, was den Trend eines sehr physischen, aggressiven Schemes unter Brian Flores bestätigt. Fragezeichen gibt es allerdings unter Center: J.J. McCarthy laboriert an einer Handverletzung und verpasste bereits die zweite Halbzeit gegen New York, sodass ein Einsatz gegen Detroit sehr fraglich ist. Backup Nick Mullens würde das offensive Ceiling klar senken, was die Vikings noch stärker auf Laufspiel, Field‑Position und ihre Defense fokussiert. Wenn Minnesota Turnover vermeidet, die eigene Front dominant hält und Justin Jefferson weiter ins Spiel integriert, ist trotz fehlender Playoff‑Chancen ein weiterer unangenehmer Auftritt gegen einen unter Druck stehenden Divisionsrivalen absolut möglich.
Detroit steht mit zwei Niederlagen in Folge unter massivem Druck: Nur ein Sieg hält die Playoff‑Hoffnung am Leben, parallel sind sie auf Schützenhilfe aus Green Bay angewiesen. Die Lions haben fünf der letzten sechs direkten Duelle gewonnen und sind 9‑1 ATS in den vergangenen zehn Spielen gegen Minnesota, was auf ein strukturell günstiges Matchup hindeutet. Offensiv bleibt Jared Goff mit über 68% Completion Rate und 7,9 Yards pro Pass einer der effizientesten Quarterbacks der Liga, getragen von einem kreativen Scheme unter Ben Johnson. Entscheidend wird sein, wie gut Detroit gegen die heiße Vikings‑Defense im Passspiel Antworten findet und gleichzeitig über David Montgomery und Jahmyr Gibbs Balance im Run Game herstellt. Die Lions sind eines der ballsichersten Teams der NFL mit ligaweit nur acht Turnovern, während Minnesota die meisten Ballverluste verzeichnet. Wenn Detroit diese Stärke im Ball‑Security beibehält und Red‑Zone‑Drives konsequent abschließt, spricht viel für einen Auswärtserfolg trotz zuletzt wackliger Form.
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