Am Sonntag empfängt die Ukraine Island im Stadion Wojska Polskiego in Warschau zum zehnten Spieltag der WM-Qualifikation. Beide Teams kämpfen um den zweiten Platz hinter Frankreich. Die Gastgeber liegen mit sieben Punkten leicht vorn, während Island mit vier Zählern noch um jede Chance kämpfen muss.
Für die Ukraine geht es um Wiedergutmachung nach der herben 0:4-Niederlage in Frankreich, die das Team von Serhiy Rebrov zuletzt empfindlich getroffen hat. Dennoch steht die Mannschaft in der Gruppe weiterhin solide da: Zwei Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage bedeuten Rang zwei und eine realistische Chance auf die WM-Teilnahme.
Island liegt drei Punkte zurück. Ein Sieg in Warschau ist Pflicht, um das Rennen um Platz zwei offen zu halten. Beide Teams befinden sich in ähnlich wechselhafter Form: Jeweils zwei Siege, ein Remis und zwei Niederlagen aus den letzten fünf Pflichtspielen stehen zu Buche. Damit verspricht die Partie einen offenen Schlagabtausch zweier Teams, die spielerisch durchaus etwas zu bieten haben.
Die Ukraine hat in dieser Qualifikation gezeigt, dass sie offensiv jederzeit gefährlich sein kann. Acht erzielte Treffer in vier Spielen unterstreichen das Potenzial, während sieben Gegentore die Schwachstelle klar benennen: die Defensive.
Trainer Serhiy Rebrov setzt auf intensives Pressing und schnelle Umschaltmomente. Gegen starke Gegner wie Frankreich offenbarte das Team jedoch Probleme im Positionsspiel. Entscheidend wird sein, wie die Ukrainer das Zentrum kontrollieren und ihre Kreativspieler, allen voran Malinovskyi und Shaparenko, in Szene setzen.
Im Sturm ruhen die Hoffnungen auf Roman Yaremchuk, der im Hinspiel gegen Island doppelt traf. In der eigenen Arena oder besser gesagt: im temporären Heim in Warschau will die Ukraine den Druck von Beginn an hochhalten und ein frühes Tor erzwingen.
Im Sturm ruhen die Hoffnungen auf Roman Yaremchuk, der im Hinspiel gegen Island zwei Tore erzielte. In der eigenen Arena oder besser gesagt: im temporären Heim in Warschau will die Ukraine von Beginn an Druck machen und ein frühes Tor erzwingen.
Island steht mit dem Rücken zur Wand. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt konnte sich die Mannschaft von Trainer Åge Hareide mit einem 2:0-Erfolg in Aserbaidschan etwas Luft verschaffen. Das Ergebnis zeigte, dass die Isländer noch nicht aufgegeben haben. Insbesondere die defensive Organisation war deutlich verbessert.
Insgesamt bleibt die Bilanz jedoch schwach: vier Punkte, elf erzielte und neun kassierte Tore. Im Angriff setzt Island auf die robuste Physis von Gudjohnsen und die spielerische Klasse von Johannesson und Haraldsson, die im Mittelfeld Akzente setzen sollen.
Die Auswärtsbilanz ist allerdings alarmierend: In dieser Qualifikation steht bislang kein einziger Punkt auf fremdem Platz zu Buche. Auch die Chancenverwertung bleibt ein Problem, denn zu oft fehlte die Präzision im letzten Drittel.
Das Hinspiel Anfang September war ein echtes Spektakel, das die Ukraine mit 5:3 in Reykjavik für sich entschied. Es war ein offener Schlagabtausch, der die Stärken und Schwächen beider Teams deutlich machte: viel Offensivdrang, aber auch defensive Anfälligkeiten auf beiden Seiten.
Insgesamt spricht die Bilanz mit drei Siegen, einem Remis und nur einer Niederlage in den letzten fünf Duellen klar für die Ukraine. Das gibt den Gastgebern Selbstvertrauen und zeigt den Isländern, wie schwer die Aufgabe in Warschau werden dürfte.
Die Ukraine wird wie gewohnt mit einem 4-2-3-1-System antreten. Malinovskyi wird dabei als Verbindungsspieler zwischen Mittelfeld und Angriff fungieren. Die Flügel sollen für Tempo sorgen, während Kapitän Matviyenko die Defensive stabilisiert.
Island wird auf Kompaktheit und Konter setzen. Wahrscheinlich ist ein 4-4-2 mit tief stehenden Linien und Fokus auf Standards. Besonders gefährlich sind die Nordländer bei Ecken und Freistößen, wo ihre körperliche Präsenz zum Tragen kommt.
Ukraine: Trubin – Konoplya, Zabarnyi, Matviyenko, Mykolenko – Shaparenko, Malinovskyi – Yaremchuk, Ocheretko, Voloshyn, Vanat
Island: Olafsson – Palsson, Ingason, Gretarsson, Tomasson – Ellertsson, Haraldsson, Johannesson, Gudmundsson – Hlynsson, Gudjohnsen
Die Partie wird live auf DAZN übertragen.
Beide Mannschaften sind qualitativ gut, aber die Ausgangslage spricht klar für die Ukraine. Das Team ist zu Hause stärker, hat die bessere Ausgangsposition und möchte die Schmach von Paris wiedergutmachen. Island kämpft zwar beherzt, doch die Offensivkraft der Ukrainer dürfte den Unterschied ausmachen.
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