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Messi und Argentinien chancenlos: Diese Negativrekorde schrieb das WM-Finale

Argentinien stellte im WM-Finale gegen Spanien mehrere historische Negativrekorde auf und blieb offensiv nahezu unsichtbar.

Spanien krönt sich hochverdient zum Weltmeister und Argentinien schreibt Negativgeschichte

Spanien ist zum zweiten Mal nach 2010 Fußball-Weltmeister. Der 1:0-Erfolg nach Verlängerung gegen Titelverteidiger Argentinien war das Ergebnis einer über 120 Minuten dominanten Vorstellung der Mannschaft von Luis de la Fuente. Ferran Torres erlöste die Spanier in der 106. Minute, nachdem “La Roja” das Finale von Beginn an kontrolliert hatte. 

Während Spanien mit einer taktisch nahezu perfekten Leistung überzeugte, erlebte Argentinien einen Abend, der in die Geschichtsbücher eingeht, allerdings aus den falschen Gründen. Die Südamerikaner stellten gleich mehrere historische Negativrekorde auf und fanden offensiv praktisch nicht statt. 

Historischer Negativrekord: Kein einziger Schuss in 90 Minuten

Der wohl bemerkenswerteste Wert des Finals: Argentinien gab in der regulären Spielzeit keinen einzigen Torschuss ab.

Noch nie zuvor blieb eine Mannschaft in einem WM-Finale über 90 Minuten komplett ohne Abschlussversuch. Spaniens Pressing, die perfekte Raumaufteilung und die starke Defensivarbeit ließen den Titelverteidiger überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Erst in der 117. Minute derVerlängerung gelang Argentinien überhaupt ein Abschlussversuch. 

Seit Beginn der detaillierten Opta-Datenerfassung 1966 war Argentinien überhaupt erst die dritte Mannschaft, die in einem vollständigen WM-Spiel während der regulären Spielzeit ohne Abschluss blieb. Zuvor war das nur Costa Rica 1990 gegen Brasilien und 2022 gegen Spanien passiert

Spanien dagegen dominierte Ballbesitz, Spielkontrolle und Chancen nahezu nach Belieben. Allein die überragende Leistung von Torhüter Emiliano Martínez verhinderte eine frühere Entscheidung.

  • 0 Abschlüsse nach 90 Minuten

  • 0 Abschlüsse in der ersten Hälfte der Verlängerung

  • erster Abschluss durch Lionel Messi in der 117. Minute

  • insgesamt nur 2 Abschlüsse

  • kein einziger Schuss aufs spanische Tor

Zum dritten Mal ohne Tor in einem WM-Finale

Argentinien blieb nun in drei verlorenen WM-Endspielen ohne eigenen Treffer:

  • 1990: Deutschland – Argentinien 1:0

  • 2014: Deutschland – Argentinien 1:0 n. V.

  • 2026: Spanien – Argentinien 1:0 n. V.

Damit ist Argentinien die erste und einzige Nation, die in drei verschiedenen WM-Finals kein Tor erzielte. Bemerkenswert ist außerdem, dass alle drei Spiele mit 0:1 verloren gingen und zwei davon erst in der Verlängerung entschieden wurden.

Argentiniens Platzverweise in WM-Finals

Hat Argentinien einen Foulrekord aufgestellt?

Bestätigt ist der Foulrekord. Dass Argentinien während der gesamten WM 88 Fouls beging und damit die meisten aller Mannschaften des Turniers. Die Albiceleste gehörte außerdem zu den Teams mit den meisten Gelben Karten.

Enzo Fernández sah unmittelbar vor der Verlängerung wegen seines Fouls an Pau Cubarsí die Gelb-Rote Karte. Zuvor war er bereits wegen Reklamierens verwarnt worden.

Er war erst der sechste Spieler, der in einem WM-Finale vom Platz gestellt wurde. Besonders negativ aus argentinischer Sicht: 3 der insgesamt 6 Final-Platzverweise entfallen auf Argentinien. Die anderen beiden waren Pedro Monzón und Gustavo Dezotti im Finale von 1990.

Argentinien ist damit für 50 % aller Platzverweise in der Geschichte der WM-Endspiele verantwortlich.

Weitere bemerkenswerte Statistiken des Finals

  • Emiliano Martínez parierte 11 Schüsse, mehr als jeder andere Torwart in einem WM-Finale seit Beginn der Opta-Aufzeichnungen 1966.

  • Spanien ließ im gesamten Turnier nur 1 Gegentor in 8 Spielen zu: so wenige wie kein Weltmeister zuvor.

  • Spanien blieb im 38. Länderspiel in Folge ungeschlagen. Das ist die längste Serie einer europäischen oder südamerikanischen Nationalmannschaft.

  • Messi absolvierte nach 2014 und 2022 sein drittes WM-Finale. Das war zuvor nur Cafu gelungen.

  • Mit 39 Jahren und 25 Tagen wurde Messi zum zweitältesten Spieler in einem WM-Finale. Älter war nur Dino Zoff 1982 mit 40 Jahren und 133 Tagen.

  • Ferran Torres war nach Mario Götze 2014 erst der zweite Einwechselspieler, der das Siegtor in einem WM-Finale erzielte. Beide Male gegen Argentinien.

  • Spanien setzte mit Lamine Yamal und Pau Cubarsí erstmals in der Geschichte eines WM-Finals 2 Teenager ein.

  • 5 der vergangenen 6 WM-Endspiele gingen in die Verlängerung.

Lionel Messi bleibt im Finale nahezu unsichtbar

Für Lionel Messi endete die Weltmeisterschaft mit einem seiner enttäuschendsten Auftritte auf der größten Fußballbühne.

Der achtfache Ballon-d’Or-Gewinner wurde von Spaniens Defensive konsequent aus dem Spiel genommen und fand über die gesamte Partie kaum Räume. Anders als in den vorherigen K.O. Spielen konnte Messi dem Finale seinen Stempel nie aufdrücken.

Allerdings traf diese Kritik nicht ausschließlich den Superstar. Praktisch die gesamte argentinische Offensive blieb wirkungslos. Kaum ein Angriff wurde sauber ausgespielt, Kombinationen kamen selten zustande und selbst gefährliche Umschaltsituationen ließ Spanien gar nicht erst entstehen.

Die taktische Disziplin der Europameister neutralisierte den Titelverteidiger nahezu komplett. 

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