Bei den Houston Texans liegen wieder alle Hoffnungen bei C.J. Stroud.
Die Houston Texans starten in die Saison 2025 mit einer besonderen Geschichte um ihren Quarterback C.J. Stroud, der im Draft 2023 von den Texans gewählt wurde. Wegen eines unsäglichen Entscheids des Panthers-Owners David Tepper fiel Stroud auf den zweiten Platz und wurde so den Texans zugespielt – ein Glücksfall, der sich im ersten Jahr bereits bewährte, als er 4.108 Yards, 23 Touchdowns und nur fünf Interceptions warf. Damit führte er Houston in die zweite Playoff-Runde und wurde zum Offensive Rookie of the Year gekürt. Allerdings begann die zweite Saison nach Plan, doch eine Schulterverletzung und haushaltsbedingt schwache O-Line sorgten für eine unerwartete Regression. Stroud regierte zwar auf einer hohen Ebene, doch die Probleme im Angriffslinien-Schutz traten deutlich zutage. Houston wollte diese Schwäche in der Offseason beheben, doch die Trades und Verpflichtungen zur Verbesserung der Line führten in eine andere Richtung: Der Abgang von Laremy Tunsil, einem der besten Left Tackles, hin zu den Redskins, war verantwortungslos bewertet und schwächte das Team. Der Ersatz, Cam Robinson, zeigte nur mittelmäßige Leistung, zudem ist Trent Brown wegen Verletzungen kaum einsatzfähig.
Der Innenblock verschärft die Probleme: Die Guards Shaq Mason und Kenyon Green wurden ersetzt, wobei Tytus Howard vom Right Tackle zum Guard wechselte. Juice Scruggs, der eigentlich Center war, wechselte ebenfalls auf die Guard-Position, was die Passblockfähigkeit nicht gerade verbessert. Der Center-Großteil, Jarrett Patterson, ist kein top Blocker, was die Schutzsituation zusätzlich verschlechtert. Auch im Receiving-Corps steht das Team vor Herausforderungen. Nico Collins ist die klare Nummer eins – eine der dominierendsten Receiver in der NFL – gefolgt von Stefon Diggs, der im Austausch mit den Bills verpflichtet wurde und Tank Dell, der verletzungsbedingt nie richtig zur Geltung kam. Die Verpflichtung von Christian Kirk bringt Erfahrung, doch Verletzungen sind ein Dauerproblem. Der zweite Day-2-Pick, Jayden Higgins, ist eine interessante Option, doch bei Jaylin Noel, dritten Day-2-Pick, gibt es Zweifel bezüglich Größe und Geschwindigkeit. Das Laufspiel ist von Joe Mixons herausragender Leistung geprägt – trotz der angespannten Line. Seine Effizienz bleibt abzuwarten, insbesondere weil der Backfield-Nachwuchs mit Nick Chubb – der eine gute Chance auf den zweiten Platz hat – die Chance bekommt, sich ins Team zu spielen.
Trotz der Schwächephase der Offensive in der vergangenen Saison war die Defensive der Texans eine der besten in der Liga. Das Team lag bei nur sechs zugelassenen Yards pro Spiel, was vor allem am dominanten Pass-Rush lag. Will Anderson und Danielle Hunter erzielten zusammen 23 Sacks und sorgen für konstanten Druck auf den Quarterback. Um die Druckphase noch zu verstärken, verpflichtete Houston zusätzlich Darrell Taylor, der zusammen mit den bewährten Spielern wie Autry die Front weiter stärkt. Die Defensive Line setzte auf Tiefe, wobei Shemar Turner in der zweiten Runde als rohes, aber hoch talentiertes Talent verpflichtet wurde.
In der Secondary brillierte besonders Derek Stingley, der im Frühjahr mit einem 90-Millionen-Vertrag belohnt wurde. Kamari Lassiter, ein Second-Round-Rookie, zeigte starke Leistungen, während Jalen Pitre in der Safety-Rotation eine konstante Kraft bildet. Dazu kam die Verpflichtung von Chauncey Gardner-Johnson, ein technisch versierter Safety, der allerdings verletzungs- und off-the-field-Probleme mitbringt, aber das bestehende Talent auf der Position erheblich steigert. Das Linebacker-Level wurde durch E.J. Speed, einen erfahrenen Neuzugang, verstärkt, der gegen den Lauf stabil bleibt. T.J. Edwards und Henry To’oTo’o bilden weiterhin das bewährte Duo, wobei letzten beiden insbesondere die defensive Unterstützung durch E.J. Speed zu mehr Stabilität verhelfen könnte. Bei den Defensive Tackles sieht es jedoch düster aus: Die Duo Foley Fatukasi und Tim Settle gilt als eine der schwächsten der Liga, mit Leistungen, die kaum solides Material liefern. Sheldon Rankins wurde geholt, gilt aber mit Verletzungsproblemen als (zu) alt.
Kein Team in Houston ist so für seinen Heimvorteil bekannt wie die Texans. Seit Jahren dominieren sie zu Hause und haben eine Bilanz von 71-36 seit 2012. Auch in der Saison 2024 waren sie zu Hause kaum zu schlagen (7-1).
Die Texans haben im Draft 2025 strategisch ausgewählt, mit Aireontae Ersery (A+), Jayden Higgins (B) und Luke Lachey (B). Sie brauchen Verstärkung auf der Line, im Receiver- und Backfield; Mertz (C-) und Smith (C+) sind umstritten. Insgesamt konzentrieren sie sich auf Positionsbedarf und Wert, trotz teurer Upgrades und Spekulationen.
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