Der Damenwettbewerb der French Open geht in die dritte Runde mit packenden Duellen, starken Rückkehrerinnen und spannenden Debüts.
Coco Gauff, derzeit die Nummer zwei der Welt, hat sich vor Beginn der French Open klar geäußert. Das Feld bei den Damen sei so offen wie selten. Neben sich selbst zählt sie Qinwen Zheng, Iga Swiatek, Aryna Sabalenka, Jasmine Paolini und die junge Mirra Andreeva zu den Anwärterinnen auf den Titel. Ihre erste Hürde ist Olivia Gadecki, die in Paris ihr Glück versuchen will.
Gauff liebt den Sand von Paris, hier hat sie die meisten Matches ihrer Karriere gewonnen. Sie ist bei den French Open noch nie in der ersten Runde gescheitert (Bilanz: 5:0) und könnte als jüngste Spielerin seit Martina Hingis fünf Viertelfinals in Folge erreichen. Zwar ist Gadecki zwei Jahre älter, sie ist jedoch mit nur einem Sieg in sechs Grand-Slam-Hauptfeld-Matches deutlich unerfahrener. Ein klarer Vorteil für Gauff, die bereits Finalteilnahmen in Madrid und Rom vorweisen kann.
Auch die an Nummer drei gesetzte Jessica Pegula startet heute ins Turnier. Ihre Gegnerin ist die rumänische Qualifikantin Anca Todoni. Was zeichnet Pegula aus? Ein bemerkenswerter Lauf in Erstrundenmatches: Nach einem schwachen Karrierestart mit einer Bilanz von 2:6 steht sie aktuell bei 16:0 Siegen in der ersten Runde. In Paris hat sie bisher acht Siege geholt, wobei sie gegen ungesetzte Spielerinnen ungeschlagen blieb.
Todoni steht erst zum dritten Mal im Hauptfeld eines Grand Slams. Für sie ist es eine große Chance, doch Pegula zählt seit Jahren zu den konstantesten Spielerinnen auf der WTA Tour. Nur Aryna Sabalenka hat 2025 mehr Zeit auf dem Platz verbracht als die US-Amerikanerin.
Noch keine 20 Jahre alt und doch schon eine feste Größe: Mirra Andreeva zählt zu den spannendsten Nachwuchstalenten auf der Tour. Bei den French Open 2024 erreichte sie als jüngste Spielerin seit 1997 das Halbfinale und konnte dieses Kunststück auch bei den US Open wiederholen.
In der ersten Runde trifft sie auf Cristina Bucsa, die bislang noch keinen Satz gegen Spielerinnen aus den Top 10 gewinnen konnte. Andreeva hingegen ist mit 27 Siegen eine der erfolgreichsten Spielerinnen der bisherigen Saison. Nur Swiatek, Sabalenka und Pegula waren 2025 bislang erfolgreicher.
Ein Comeback feiert Karolina Muchova, die zuletzt verletzungsbedingt pausieren musste. Nach ihrem Einzug ins Finale der French Open 2023 mit Siegen über Top-Spielerinnen wie Sabalenka war sie lange Zeit aus dem Fokus verschwunden. In der ersten Runde trifft sie auf Alycia Parks, die bislang zwei ihrer sechs Erstrundenmatches bei Grand Slams gewinnen konnte.
Ob Muchova sofort wieder zu alter Form findet, bleibt abzuwarten. Parks gilt als gefährliche Außenseiterin, wenn sie ihr kraftvolles Spiel konstant durchziehen kann.
Ebenfalls auf dem Court steht die Tunesierin Ons Jabeur. Ihre Gegnerin, Magdalena Frech, konnte sie 2023 gleich zweimal schlagen, auf Hartplatz und Rasen. Heute steht das erste Aufeinandertreffen der beiden auf Sand an.
Jabeur, die bei den letzten beiden Ausgaben jeweils das Viertelfinale erreichte, hat in der bisherigen Saison eine durchwachsene Bilanz (12:10). Frech, die aktuell bei 6:13 steht, überraschte in Rom mit einem Sieg über Victoria Azarenka.
Auch in den anderen Partien des Tages lohnt sich ein Blick auf den Spielplan. Unter anderem trifft Beatriz Haddad Maia auf Hailey Baptiste, Anna Kalinskaya spielt gegen Marie Bouzkova und Sofia Kenin fordert Varvara Gracheva heraus. Besonders Kenin ist ein Name, der Erinnerungen weckt, schließlich gewann sie 2020 den Titel der Australian Open.
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