Spanien will in Valladolid den nächsten Schritt in Richtung Weltmeisterschaft machen und trifft dabei auf ein bulgarisches Team, das bislang punktlos und verunsichert wirkt.
Spanien will seine perfekte Bilanz in der WM-Qualifikation 2026 ausbauen, wenn La Roja am Dienstag im Estadio José Zorrilla in Valladolid auf Bulgarien trifft. Drei Spiele, drei Siege, elf Tore und kein Gegentreffer: Die Mannschaft von Luis de la Fuente dominiert Gruppe E nach Belieben. Bulgarien hingegen steckt nach drei deutlichen Niederlagen tief in der Krise und droht schon früh den Anschluss zu verlieren.
Nach der unglücklichen Niederlage im Nations-League-Finale gegen Portugal haben die Spanier eindrucksvoll reagiert. Auf das 3:0 im Hinspiel in Sofia folgten ein furioses 6:0 gegen die Türkei und zuletzt ein abgeklärtes 2:0 gegen Georgien. Yeremy Pino und Mikel Oyarzabal trafen in Elche, Ferran Torres verschoss sogar noch einen Elfmeter. Ein Zeichen dafür, wie dominant die Iberer derzeit auftreten.
Mit neun Punkten aus drei Spielen führt Spanien die Gruppe klar an, drei Zähler vor der Türkei. In den letzten zehn Partien erzielte La Roja mindestens zweimal ein Tor, was die offensive Vielfalt und taktische Balance des Teams unterstreicht. De la Fuente hat ein Kollektiv geformt, das Struktur, Tempo und Spielfreude vereint, mit Pedri, Zubimendi und Merino als Motoren im Mittelfeld.
Während Spanien an die WM denkt, scheint Bulgarien bereits abgeschlagen. Nach zwei klaren 0:3-Niederlagen gegen Spanien und Georgien begann das Kapitel unter dem neuen Trainer Aleksandar Dimitrov mit einem Debakel: eine 1:6-Niederlage gegen die Türkei. Besonders die zweite Halbzeit offenbarte große defensive Schwächen, fünf Gegentore in 45 Minuten sprechen Bände.
Die „Löwen“ warten seit acht Spielen auf einen Sieg (zwei Unentschieden, sechs Niederlagen) und haben in den letzten sieben Partien immer mindestens zwei Gegentore kassiert. Der einst stolzen Fußballnation fehlen Stabilität und Selbstvertrauen, was auch daran liegt, dass die Offensive kaum Durchschlagskraft entwickelt. Hoffnungsträger ist und bleibt Kapitän Kiril Despodov, der nach seiner Rückkehr ins Team für ein Minimum an Kreativität sorgen soll.
Bei Spanien fallen Dean Huijsen, Rodri, Dani Olmo und Lamine Yamal verletzungsbedingt aus. De la Fuente dürfte dennoch auf die Elf setzen, die Georgien souverän bezwang. Alex Baena oder Pablo Barrios könnten als frische Alternativen ins Mittelfeld rücken. Mikel Oyarzabal, der in seinen letzten acht Länderspielen sechs Tore erzielt hat, ist gesetzt.
Bei Bulgarien fällt Verteidiger Emil Tsenov aus; dafür könnte Kristian Dimitrov in die Startelf rücken. Ivan Turitsov drängt auf einen Platz hinten rechts. Im Angriff setzt Trainer Krasimir Dimitrov auf das Trio Petkov, Kirilov und Kapitän Despodov, in der Hoffnung, die spanische Abwehr zumindest zeitweise zu fordern.
Spanien (4-3-3): Simon – Porro, Le Normand, Cubarsi, Cucurella – Merino, Zubimendi, Pedri – Torres, Pino, Oyarzabal
Bulgarien (4-3-3): Mitov – Turitsov, Dimitrov, Bozhinov, Petrov – Chochev, Stoyanov, Kraev – Petkov, Kirilov, Despodov
Spanien wirkt derzeit wie ein Uhrwerk: präzise, eingespielt und selbstbewusst. Gegen das überforderte Bulgarien dürfte La Roja erneut früh das Kommando übernehmen und das Spiel dominieren. Alles andere als ein klarer Heimsieg wäre eine Sensation. Die Offensive um Oyarzabal und Ferran Torres sollte den Bulgaren erneut den Zahn ziehen.
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