Max Schmeling ist als einziger deutscher Weltmeister aller Klassen zum Mythos geworden. Sein Sensationssieg über Joe Louis ließ ihn endgültig unsterblich werden. Hier ist die Geschichte des größten deutschen Box-Idols.
Max Schmeling wurde am 28. September 1905 in Klein Luckow geboren, verbrachte den Großteil seiner Jugend allerdings in Hamburg. Durch die Boxflme der 20er Jahre entdeckt er seine große Leidenschaft. Nach seiner Ausbildung zum Kaufmann zieht es Schmeling 1922 ins Rheinland. Nach einer beruflichen Versetzung nach Köln-Mühlheim tritt er dem dortigen Boxklub bei. Bereits 1924 wird Schmeling unerwartet deutscher Vizemeister im Halbschwergewicht. Mit 19 Jahren startet er seine Profikarriere. Von da an gibt es kein Halten mehr. Er zieht 1926 nach Berlin und wird noch im gleichen Jahr deutscher Meister.
Ein Jahr später, 1927, wird er Europameister im Halbschwergewicht. Infolge nimmt er an Gewicht zu und wechselt 1928 ins Schwergewicht. Bereits im März des gleichen Jahres holt er sich die deutsche Meisterschaft. Daraufhin wird er vom Box-Weltverband zum Anwärter auf den Weltmeistertitel nominiert. Am 12. Juni 1930 macht er die Sensation perfekt und wird in New York Weltmeister im Schwergicht und zugleich der erste Europäer, dem dieser Erfolg gelingt. Im darauffolgenden Jahr verteidigt er seinen Titel. Eine zweite Titelverteidigung gelingt ihm nicht und eine erste sportliche Krise ereilt den Wahlberliner. Zudem bekommt er mit Walter Neusel Konkurrenz aus dem eigenen Land. 1934 treffen Beide aufeinander und Schmeling gewinnt in der neunten Runde.
Am 19. Juni 1936 trifft er im New Yorker Yankee Stadium auf Joe Louis. Dieser gilt zu jener Zeit als einer der besten Boxer der Welt oder befindet sich mindestens auf dem Weg zu einem solchen. Aber Schmeling erkennt Schwächen in dessen Deckung. In der vierten Runde geht Louis erstmals in seiner Karriere zu Boden, in der zwölften Runde wird er ausgezählt. Den Rückkampf gewinnt Louis klar. Den historischen Moment aber konnte dies nicht trüben.
1948 steht Schemling zum letzten Mal im Ring. Einem Sieg über Hajo Drägestein folgt eine Punktniederlage gegen Richard Vogt. Nach seiner Karriere wird Schmeling zum Unternehmer füllt unter anderem Flaschen für Coca Cola ab und vertreibt diese in Deutschland. Seinem sportlichen Widersacher Joe Louis, der zwischenzeitlich verarmte, überweist er stillschweigend Geld, bis zum Schluss.
Am 2. Februar 2005 stirbt Schmeling in seinem Wohnort Hollenstedt in der Nähe von Hamburg. Bei seiner Beerdigung sind zahlreiche Personen aus dem öffentlichen Leben zugegen. Schmeling, der während des Zweiten Weltkriegs von der NS Propaganda benutzt wurde und dies später als gnadenlos naiv bezeichnete, trat selbst nicht der NSDAP bei. Stattdessen behielt er seinen jüdischen Manager. Er leistete gar Flüchtlingshilfe für die Söhne eines befreundeten jüdischen Boutiquenbesitzers während der Novemberprogrome. Jenes Brüderpaar organisierten nach Schmelings Tod eine große Dankesehrung in Las Vegas, bei der sich unter anderem auch Muhammad Ali und Mike Tyson vor dem deutschen Schwergewicht verneigten.
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