Ein WM-Finale zu erreichen, ist an sich schon eine herausragende Leistung. Doch diese Konstanz über einen Zeitraum von zwölf Jahren in drei aufeinanderfolgenden Turnieren zu zeigen, ist wahrhaft bemerkenswert.
Bisher haben nur zwei Nationen drei WM-Endspiele in Serie erreicht. Frankreich ist nur einen Sieg davon entfernt, die dritte Nation in diesem exklusiven Klub zu werden, nachdem sie im Halbfinale 2022 Marokko mit 2:0 besiegt hatten.
Didier Deschamps, der weithin als einer der größten Trainer in der Geschichte der französischen Nationalmannschaft gilt, führte sein Land 2018 zum zweiten WM-Titel, als sie Kroatien im Finale mit 4:2 besiegten. Vier Jahre später stand Frankreich kurz davor, als dritte Mannschaft den WM-Titel erfolgreich zu verteidigen. In einem der denkwürdigsten Endspiele aller Zeiten unterlagen sie Argentinien nach einem 3:3 nach 120 Minuten mit 2:4 im Elfmeterschießen, obwohl Kylian Mbappé ein unvergesslicher Hattrick gelang.
Nachdem die deutsche Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 1982 beide Gruppenphasen als Erster beendet und Frankreich im Halbfinale im Elfmeterschießen besiegt hatte, war sie im Finale gegen Italien unterlegen. Tore von Paolo Rossi, dem Gewinner des Goldenen Schuhs, Marco Tardelli und Alessandro Altobelli sicherten den Italienern einen 3:1-Sieg und den ersten WM-Titel seit 44 Jahren.
Vier Jahre später folgte für Deutschland eine weitere schmerzhafte Finalniederlage. Vor einer beeindruckenden Kulisse von 114.600 Zuschauern im Aztekenstadion verloren sie mit 2:3 gegen Argentinien.
Für ihre unglaubliche Beständigkeit wurde die DFB-Elf schließlich 1990 belohnt, als sie im Stadio Olimpico in Rom Revanche an Argentinien nahm. Als das Spiel bereits auf eine Verlängerung zusteuerte, erhielt Deutschland fünf Minuten vor Schluss einen Elfmeter. Andreas Brehme verwandelte vom Punkt und schrieb sich damit in die Geschichtsbücher ein.
Der fünfmalige Weltmeister Brasilien ist die erfolgreichste Nation in der Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft. Ihren vierten Titel sicherten sie sich nach einem historischen Finale im Jahr 1994. In dem einzigen Endspiel, das nach 120 Minuten torlos blieb und erstmals im Elfmeterschießen entschieden wurde, verschoss Italiens Roberto Baggio den entscheidenden Elfmeter und machte Brasilien erneut zum Weltmeister.
Brasiliens Dominanz schien sich auch vor dem Finale 1998 fortzusetzen. Doch nach Kontroversen um die Fitness von Superstar Ronaldo erlebte Frankreich den größten Tag seiner Fußballgeschichte und gewann im Stade de France mit 3:0 den ersten WM-Titel.
Vier Jahre später stand der brillante R9 erneut im Mittelpunkt. Mit acht Toren wurde er Torschützenkönig des Turniers und erzielte im Finale 2002 gegen Deutschland einen Doppelpack, der Brasilien den Sieg sicherte.
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