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Xabi Alonso/Bayer Leverkusen
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Leverkusen mit Nehmerqualitäten, Bayern schwach

Bayer Leverkusen hat am Samstag einen wichtigen Comeback-Sieg eingefahren und damit seinen Anspruch auf den Platz an der Sonne untermauert. Verfolger Bayern München hingegen zeigte sich im Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund schwach.

Leverkusen mit Comeback-Sieg

Selten stand Bayer 04 Leverkusen so dicht vor einer Niederlage wie diesmal. Bis zur 87. Minute lag die Mannschaft von Trainer Xabi Alonso, der vor dem 27. Spieltag mit seiner Entschlossenheit ein deutliches Zeichen gesetzt hatte, mit 0:1 gegen die TSG 1899 Hoffenheim zurück. Mehr als 50 Minuten waren die Rheinländer nach dem Gegentreffer von Maximilian Beier in der 33. TSG-Keeper Oliver Baumann und das fehlende Glück im Abschluss verhinderten einen früheren Ausgleich. So dauerte es bis zum 34. Torschuss, ehe Robert Andrich den Tabellenführer in der 88. Minute mit dem 1:1 erlöste: „Ich habe heute nie daran gezweifelt, dass wir mindestens ein Tor schießen. Irgendwann musste es ja reinrutschen“, strahlte Neunationalspieler Andrich nach dem Schlusspfiff. Leverkusen gab sich mit dem Unentschieden natürlich nicht zufrieden und kämpfte wie ein echter Meister um den Sieg. „Dann bleiben wir dran, dann geben wir weiter Gas. Wir wollen den Sieg. Das ist einfach geil“, fügte Andrich freudestrahlend hinzu.

Leverkusen spielte den Gegner Schritt für Schritt an die Wand und belohnte sich mit dem 2:1-Siegtreffer durch Patrik Schick. Es war der achte Saisonsieg in Folge, das 39. Pflichtspiel in Folge ohne Niederlage und die Punkte 71, 72 und 73, mit denen die Werkself bereits sieben Spieltage vor Saisonende den Vereinsrekord aus der Saison 1999/00 einstellte. Damals reichte es punktgleich mit den Bayern nur zur Vizemeisterschaft. Nach diesem mental so wichtigen Sieg scheint Bayer 04 endgültig nicht mehr aufzuhalten zu sein. Nur noch vier Siege fehlen, um aus Vizekusen endgültig den Meister zu machen.

BVB ohne Probleme im Klassiker

Borussia Dortmund hat endlich wieder einen Klassiker gegen den FC Bayern München gewonnen! Nach zehn Jahren Pause bezwang der BVB den Rekordmeister erstmals wieder auswärts, zuletzt gelang dies im April 2014. Das 2:0 gegen die Bayern markierte den vierten Bundesliga-Sieg in Folge für Borussia Dortmund, zwischenzeitlich gewann der BVB sogar das Champions-League-Rückspiel gegen den PSV Eindhoven. In diesem Jahr hat die Borussia insgesamt nur ein Spiel verloren. Doch der Triumph im Klassiker hat eine besondere Bedeutung. „Das ist Balsam für die Seele und extrem wichtig“, resümierte beispielsweise der Vorbereiter zum 1:0, Julian Brandt, nach dem Spiel. „Das war sehr wichtig für uns und auch für die Fans“, pflichtete Torschütze Karim Adeyemi seinem Vorbereiter bei. „Wir sind extrem zufrieden mit der Leistung, es war ein verdienter Sieg“, lobte Trainer Edin Terzic die Leistung seiner Mannschaft. „Wir haben uns das hart erarbeitet. Darauf können wir aufbauen“, richtete er gleichzeitig den Blick nach vorne. Denn im Saisonfinale warten große Herausforderungen auf die Borussia. „Wir wissen, was in den nächsten Wochen auf uns zukommt“, räumte Brandt ein.

Mit dem Überraschungsteam aus Stuttgart, Spitzenreiter Leverkusen und dem direkten Konkurrenten um die Champions-League-Plätze aus Leipzig stehen dem BVB echte Kracher bevor. Und auch in der Champions League, wo die Dortmunder im Viertelfinale auf Atletico Madrid treffen, geht es um alles. Es gilt, den Sieg im Klassiker als Initialzündung zu nutzen, um im Saisonfinale noch einmal das Maximum herauszuholen.

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