Italien muss zum dritten Mal in Folge in die Playoffs zur Weltmeisterschaft. Selbst ein Sieg zum Abschluss der Qualifikation gegen Norwegen würde daran nichts ändern. Es sei denn, die Gastgeber gewinnen mit neun Toren Differenz.
Italien hat lange gehofft, doch Norwegen war in der Qualifikationsgruppe I einfach zu stark. Nachdem die Azzurri das direkte Duell bei den Skandinaviern mit 0:3 verloren haben, hoffte man noch auf einen Ausrutscher der Norweger im weiteren Quali-Verlauf. Weit gefehlt: Die Nordeuropäer eilten von Sieg zu Sieg und spielten sich ein überragendes Torverhältnis heraus. Italien hat nach wie vor nur drei Zähler Rückstand, ist aber um 17 Treffer schwächer. Diesen Rückstand in einem Spiel aufzuholen, wäre eines der größten Wunder der Fußballgeschichte. Vielmehr wird man sich in Italien vor dem abschließenden Duell mit dem Tabellenführer schon mit einer weiteren Partie in den Playoffs befassen. Zumindest die Revanche für die Pleite aus dem Hinspiel ist fest eingeplant.
Italien: Donnarumma – Bellanova, Mancini, Buongiorno, Cambiaso – Raspadori, Cristante, Tonali – Zaccagni, Scamacca, Orsolini. Trainer: Gennaro Gattuso
Norwegen: Nyland – Ryerson, Ajer, Lysaker Heggem, Wolfe – Bobb, Berge, Berg, Nusa – Sorloth, Haaland. Trainer: Stale Solbakken
Die Gastgeber aus Italien treten im letzten Gruppenspiel der Qualifikation ohne Mittelfeldspieler Nicolo Rovella von Lazio Rom sowie den Angreifern Nicolo Cambiaghi vom FC Bologna und Moise Kean von der AC Florenz an. Bei den Norwegern ist Felix Horn Myhre vom SK Brann nicht mit von der Partie.
Italien: Rovella, Cambiaghi, Kean
Norwegen: Horn Myhre
Das Gruppenspiel zwischen Italien und Norwegen findet am Sonntag, den 16. November 2025 um 20:45 Uhr statt. Übertragen wird die Partie vom Streaminganbieter „DAZN“.
Die Italiener tragen ihr letztes Heimspiel in der Qualifikation im Giuseppe-Meazza-Stadion von Mailand aus. Bekannt ist die Arena auch unter dem Namen San Siro. Die traditionsreiche Heimspielstätte der Klubs Inter und AC Mailand wurde im Jahr 1926 eröffnet und seitdem mehrfach renoviert. Heute bietet es Platz für 75.817 Zuschauer. Im San Siro fanden bereits Spiele der Weltmeisterschaft 1934 statt. Auch beim Turnier 1990 diente es als Austragungsort. Zudem wurden die Endspiele der UEFA Champions League 2001 und 2016 hier ausgetragen. Im Jahr 2026 dient es als Austragungsort für die Olympischen Winterspiele.
Italien hat sich in der bisherigen Qualifikation fast nichts zu Schulden kommen lassen. Sechs der bisherigen sieben Spiele wurden gewonnen. Nur im Hinspiel in Norwegen kassierte man eine bittere 0:3-Niederlage. Es war die vierte gegen die Skandinavier im 18. Vergleich. Zehn davon gingen an Italien. Das sollte den Azzurri doch Hoffnung machen. Vor allem, da man im eigenen Land erst eines von elf Spielen gegen die Norweger verloren hat. Sollte diesmal ein Sieg gelingen, würde man zumindest nach Punkten aufschließen und sich etwas Selbstvertrauen für die anstehenden Playoffs im März kommenden Jahres holen. Die direkte Qualifikation wäre nur noch mit einem Sieg mit neun Toren Differenz möglich.
Davon sollte man nach den starken Leistungen der Norweger nicht ausgehen. Die Gäste haben in den bisherigen sieben Spielen starke 33 Tore erzielt und nur vier Gegentreffer kassiert. Erling Haaland und der Ex-Leipziger Alexander Sorloth schießen in der Quali alles kurz und klein. Als Lohn darf man nun erstmals seit 1998 wieder an einer Weltmeisterschaft teilnehmen. Das wahrscheinlich beste Norwegen aller Zeiten ist seit elf Spielen ungeschlagen und feierte in diesem Zeitraum zehn Siege. Einzig im Test gegen Neuseeland am 14. Oktober gabs ein 1:1-Unentschieden.
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