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Historische Aufholjagden in der Königsklasse

Der FC Bayern muss am Mittwoch im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Manchester City einen 0:3-Rückstand drehen. Das haben die Münchner in ihrer Geschichte noch nie geschafft. Überhaupt ist das erst vier Mannschaften gelungen. Das sind die größten Aufholjagden der Königsklasse.

In der Champions League werden Helden gemacht und Geschichten für die Ewigkeit geschrieben. Seien es historisch hohe Siege, bittere Niederlagen oder unvergesslich wichtige Tore. Aber auch epische Aufholjagden hat es in der Königsklasse schon gegeben, an die niemand mehr so wirklich geglaubt hat. Viermal wurde in der Champions League ein Rückstand von drei Toren noch umgedreht. Das sind die unvergesslichen Momente gewesen.

Deportivo La Coruna – AC Mailand 2003/04

Wir schreiben das Jahr 2004. Die AC Mailand hat sich gerade erst zum sechsten Mal den Titel in der Champions League gesichert und gilt auch in dieser Saison wieder als einer der großen Favoriten auf den Henkelpott. Genau so traten sie im Viertelfinale auch auf. Nachdem sie Sparta Prag aus dem Wettbewerb befördern konnten, hieß der Gegner Deportivo La Coruna. Die Spanier waren damals eine gute Mannschaft, international jedoch eher ein unbeschriebenes Blatt. Das Hinspiel in Mailand begann zwar denkbar schlecht für die Rossoneri, doch das 0:1 durch Walter Pandiani hielt nur bis zur Halbzeit stand. Im zweiten Durchgang drehten die Italiener mit den Superstars Kaka, Andriy Shevchenko, Andrea Pirlo, Clarence Seedorf und Paulo Maldini richtig auf. Kaka erzielte kurz nach dem Anpfiff das 1:1 und nur eine Minute später stand es durch einen Treffer von Shevchenko 2:1. Als Kaka und Andrea Pirlo nach 53 Minuten auf 4:1 erhöhen konnten, schien das Ticket zum Halbfinale schon gebucht.

Mit dem Drei-Tore-Vorsprung ging es zum Rückspiel nach Spanien. Dort spielte nur La Coruna. Wieder war es Pandiani, der seine Mannschaft nach nur fünf Minuten in Führung brachte. Wenig später scheiterte Victor am Außenpfosten. Milan wurde in die Defensive gepresst und hatte keine Luft, sich zu entfalten. Und so kam es, wie es kommen musste. Valeron und Luque stellten noch vor der Pause auf 3:0. Schlussmann Dida war es zu verdanken, dass Milan nicht noch höher in Rückstand lag. Wer auf ein Aufbäumen der Italiener im zweiten Durchgang hoffte, wurde bitter enttäuscht. Der eingewechselte Fran erzielte in Minute 76 das 4:0 und alle Dämme brachen. Milan versuchte nochmal alles, doch die Schlussoffensive kam zu spät. Deportivo zog erstmals in der Vereinsgeschichte ins Halbfinale der Königsklasse ein. Dort scheiterten sie jedoch am späteren Sieger FC Porto.

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FC Barcelona – Paris St. Germain 2016/17

Nicht weniger spektakulär war das Comeback des FC Barcelona im Jahr 2017im Achtelfinale gegen Paris St. Germain. Die Millionentruppe aus Frankreich setzte damals noch auf Edinson Cavani, Angel di Maria und Julian Draxler in der Offensive. Das Trio zerlegte Barca im Alleingang. Di Maria und Draxler sorgten für den 2:0-Pausenstand. Im zweiten Durchgang erzielte Di Maria sein zweites Tor. Edinson Cavani machte mit dem 4:0 in der 71. Minute den Deckel drauf.

Barca hatte im Rückspiel einiges zurechtzurücken und genau so traten die Katalanen auch auf. Bereits in der dritten Spielminute traf Luis Suarez zur Führung. Als Layvin Kurzawa kurz vor der Pause ein Eigentor unterlief, keimte erstmals so etwas wie Hoffnung im Camp Nou auf. Diese wurde durch Lionel Messi noch einmal verstärkt, denn der argentinische Superstar traf in der 50. Minute zum 3:0. Barca suchte sein Glück weiter in der Offensive und wurde bestraft. Cavani brachte PSG wieder zurück, als er das Leder in der 62. Minute zum 3:1 in die Maschen beförderte. Jetzt brauchte Barca drei Tore, um das Wunder noch zu schaffen. Bis zur 87. Minute rannten die Blaugrana vergeblich an. Niemand glaubte mehr daran, bis Neymar eine Minute später einen Freistoß zum 4:1 in die Maschen setzte. Nur noch zwei Minuten und ein bisschen Nachspielzeit für zwei Tore. 

Immer noch unrealistisch, aber Barca wäre nicht Barca, hätten sie nicht alles in die Waagschale geworden. In der Nachspielzeit wurde Suarez im Strafraum von den Beinen geholt. Es gab Elfmeter für Barca. Neymar nutzte die Chance zum 5:1. Jetzt fehlte nur noch ein Tor und tatsächlich hat Barcelona noch einmal getroffen. Neymar brachte das Leder halbhoch in den Strafraum, wo Sergi Roberto zur Stelle war und unhaltbar für den deutschen Keeper Kevin Trapp zum 6:1 traf. Drei Tore in sieben Minuten. Das Camp Nou flippte aus. Es ist die bis heute packendste Aufholjagt der Geschichte. Barca schied anschließend im Viertelfinale gegen Juventus aus. Den Titel sicherte sich Real Madrid.

AS Rom – FC Barcelona 2017/18

Ein Jahr später stand wieder der FC Barcelona im Mittelpunkt. Diesmal aber erwischte es die Katalanen. Im Viertelfinale stand man der AS Rom gegenüber. Gegen die Italiener galt man als klarer Favorit und so traten die Blaugrana auch auf. In Barcelona konzentrierte sich die Roma auf die Defensive und hielt lange die Null. Erst in der 38. Minute ging Barca durch ein Eigentor von Daniele de Rossi mit 1:0 in Führung. In Durchgang zwei war es wieder ein Eigentor, diesmal von Konstantinos Manolas, das das 2:0 für die Spanier brachte. Als Gerard Pique nur vier Minuten später zum 3:0 traf, war die Partie entschieden. Edin Dzeko gelang zehn Minuten vor Schluss noch der Ehrentreffer für die Italiener. Luis Suarez stellte anschließend den alten Abstand wieder her.

Der Dzeko-Treffer sollte sich im Rückspiel als Segen erweisen. Die Roma hatte gegen das hochfavorisierte Barca nichts mehr zu verlieren und konnte befreit aufspielen. Dabei wurden die Italiener schon nach sechs Minuten durch die Führung von Dzeko belohnt. Es war sogleich der Halbzeitstand. Anschließend gab es eine Geschichte, die nur der Fußball schreibt. In Durchgang zwei erzielte Daniel de Rossi das 2:0. Ausgerechnet de Rossi, dem im Hinspiel noch ein Eigentor unterlief. Wäre das nicht schon genug, fiel in der 82. Minute auch noch das 3:0 für die Giallorossi. Und wie könnte es anders sein, das Tor zum Halbfinale erzielte ausgerechnet Manolas, der zweite Pechvogel aus dem Hinspiel. Alles wieder ausgebessert und Geschichte geschrieben. Ein epischer Abend in der Ewigen Stadt. Die Römer mussten sich im Halbfinale jedoch dem FC Liverpool geschlagen geben. Auch dort wäre ihnen beinahe eine historische Aufholjagd geglückt, doch nach dem 2:5 in Anfield reichte es im Rückspiel nur zu einem 4:2. Den Titel holte einmal mehr Real.

FC Liverpool – FC Barcelona 2018/19

Seit der Gala gegen PSG hat Barca irgendwie die Seuche am Fuß. Ein Jahr nach dem Debakel gegen die Roma ging es bis ins Halbfinale. Dort wartete der FC Liverpool. Das Hinspiel fand im Camp Nou statt und Barca ging in einer umkämpften Partie nach 26 Minuten durch Suarez in Führung. Liverpool hielt dem Druck der Blaugrana gut stand, doch irgendwann wurde es zu viel. Lionel Messi besorgte in der 75. Minute das 2:0 und als der Argentinier nur sieben Minuten später zum 3:0 traf, wurde in Barcelona schon über das Finale gesprochen.

Aber es gab ja noch ein Rückspiel und das hatte es wieder einmal in sich. In einer magischen Nacht an der Anfield Road wurden die Katalanen von Liverpool entzaubert. Divock Origi brachte die Reds nach sieben Minuten in Führung. Das war gleichzeitig der Halbzeitstand und bis dahin war aus Barca-Sicht noch alles im grünen Bereich. Auch als nach 54 Minuten das 2:0 durch Georginio Wijnaldum fiel, stand man noch im Finale. Der Niederländer schockte Barca jedoch mit einem Doppelpack binnen zwei Minuten und so ging es mit der 3:0-Führung der Engländer in die Schlussphase. In der79. Minute gab es Eckball für Liverpool. Trent Alexander-Arnold schaltete am schnellsten, passte das Leder an den kurzen Pfosten zu Origi, und der Belgier musste nur noch einnicken. 4:0 für Liverpool, Finale, und anschließend auch der Titelgewinn. 

Bayern München – Manchester City 2022/23?

In dieser Saison müssen die Bayern mit einem 0:3-Rückstand in das Viertelfinal-Rückspiel gegen Manchester City gehen. Die Historie hat gezeigt, dass ein Drei-Tore-Rückstand durchaus noch aufzuholen ist. Die Münchner haben dies bislang noch nicht geschafft. Das Maximum waren zwei Tore. Rückblickend hätten sie aber sogar vier Treffer aufgeholt, denn auf ein 1:3 beim FC Porto ließen die Bayern in der Saison 2014/15 ein 6:1 folgen. Das würde man beim deutschen Rekordmeister sicherlich auch diesmal unterschreiben.

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