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Tennis
  1. TENNIS

Gelingt Anisimova der große Coup?

Das US-Open-Finale verspricht Hochspannung: Amanda Anisimova fordert Aryna Sabalenka heraus. Gelingt der Amerikanerin der erste Grand-Slam-Titel oder kann die Weltranglistenerste ihren Titel verteidigen?

Die US Open 2025 stehen vor ihrem großen Höhepunkt. Im Damen-Einzel treffen zwei Spielerinnen aufeinander, die nicht nur gegensätzliche Geschichten in dieses Finale mitbringen, sondern auch eine prickelnde Rivalität pflegen. Aryna Sabalenka, die aktuelle Nummer eins der Welt und Titelverteidigerin, trifft auf Amanda Anisimova, die neue Hoffnungsträgerin der Gastgeber. Schon die Paarung weckt Erinnerungen an Wimbledon, wo beide im Halbfinale die Zuschauer in Atem hielten. Damals hatte Anisimova die Nase vorn.

Sabalenka geht als Favoritin ins Match. Die 27-Jährige hat bereits drei Grand-Slam-Titel gewonnen und stand allein in diesem Jahr in zwei Major-Endspielen. Doch die nackten Zahlen täuschen: Sowohl bei den Australian Open als auch bei den French Open blieb ihr am Ende nur die Silbermedaille. Ihr letzter großer Triumph liegt genau ein Jahr zurück, als sie die US Open 2024 gewann.

Seitdem hat sie gegen Spielerinnen aus den USA auffällig häufig verloren. Madison Keys, Coco Gauff und zuletzt Anisimova selbst schickten sie frühzeitig nach Hause. Genau das macht dieses Endspiel so delikat.

Die Amerikanerin hingegen reist mit breiter Brust an. Mit 24 Jahren steht sie zum zweiten Mal innerhalb von acht Wochen in einem Grand-Slam-Finale. Noch vor Kurzem hatte sie nach der 0:6, 0:6-Niederlage gegen Iga Swiatek im Wimbledon-Finale schwer zu schlucken. Doch statt daran zu zerbrechen, hat sie sich gestärkt zurückgemeldet. Im Halbfinale von New York rang sie Naomi Osaka in drei Sätzen nieder, obwohl sie nicht ihren besten Tag erwischt hatte. Mental scheint sie gefestigter denn je.

Auch die Bilanz zwischen beiden spricht eine deutliche Sprache: Mit 6:3 führt Anisimova im direkten Vergleich. Zwar endeten die letzten vier Duelle ausgeglichen (2:2), doch allein die Tatsache, dass sie Sabalenka regelmäßig bezwingen kann, ist Balsam für ihr Selbstvertrauen. Im Arthur-Ashe-Stadium, angefeuert vom heimischen Publikum, könnte das Pendel leicht zu ihren Gunsten ausschlagen.

Doch auch Sabalenka hat ihre Stärken nicht verlernt. Das Halbfinale gegen Jessica Pegula zeigte eindrucksvoll, warum sie die Nummer eins der Welt ist. Nach einem schwachen Start und dem Verlust des ersten Satzes fand sie ihr Feuer zurück, schlug 43 Winner und reduzierte die Fehlerquote spürbar. Wenn sie diesen Rhythmus findet, ist sie kaum zu stoppen. Zudem kam ihr das kampflose Viertelfinale zugute, sodass sie möglicherweise mit frischeren Beinen ins Finale geht.

Ein zusätzlicher Nervenkitzel: Es ist bereits das zehnte Aufeinandertreffen der beiden. Diese Vertrautheit birgt Chancen und Risiken. Beide kennen die Schwachstellen der anderen. Anisimova liebt es, den zweiten Aufschlag anzugreifen und Sabalenka unter Druck zu setzen. Die Belarussin wiederum verfügt über eine Schlagkraft, die jede Gegnerin an den Rand der Verzweiflung treiben kann.

Und noch ein Detail sorgt für Gänsehaut: Zum fünften Mal in Folge steht eine Amerikanerin in einem Grand-Slam-Finale. Das Publikum in New York wird Anisimova nicht nur unterstützen, sondern sie vermutlich auch in kritischen Momenten gegen Sabalenka anfeuern. Wird die Titelverteidigerin die Nerven behalten?

Es sind diese Fragen, die dem Finale seine besondere Würze verleihen. Kann Anisimova den Traum vom ersten Grand-Slam-Titel endlich verwirklichen? Oder gelingt es Sabalenka, ihre unstete Saison mit der Titelverteidigung zu krönen und gleichzeitig ein Statement gegen die aufstrebende US-Generation zu setzen?

Eines ist sicher: Langeweile droht hier nicht. Die Tenniswelt erwartet ein packendes Duell, in dem beide Spielerinnen alles geben werden. Es wird wahrscheinlich auf Kleinigkeiten hinauslaufen: ein mutiger Return, ein durchgezogener Vorhandschlag im entscheidenden Moment oder ein Nervenflattern im Tiebreak.

Die Bühne ist bereitet, die Spannung kaum zu übertreffen. Wenn Sabalenka und Anisimova den Centre Court betreten, wird New York den Atem anhalten. Dieses Finale könnte nicht nur die US Open 2025 prägen, sondern vielleicht auch ein neues Kapitel in der Geschichte des Damentennis aufschlagen.

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