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Frankreich/Bixente Lizarazu
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Frankreichs Weg zum WM-Titel 1998

Im Sommer des Jahres 1998 erstrahlte der Himmel über dem Stade de France in einem blendenden Feuerwerk, als Frankreich sich erstmals in seiner Fußballgeschichte zum Weltmeister krönte. Ein denkwürdiges Endspiel gegen Brasilien im Herzen von Paris, das die Grande Nation in einen Taumel der Freude stürzte. Doch dieser Triumph war mehr als nur ein sportlicher Sieg, er verkörperte die Illusion einer gemeinsamen Identität in einem Land, das kurzzeitig von einem einzigartigen Zusammenhalt berauscht war. 

Dieser Artikel wirft einen Blick zurück auf die magischen Momente des französischen Weges zum WM-Titel 1998, von der vereinten Euphorie bis zu den nachfolgenden Herausforderungen, die verdeutlichten, dass der Fußballzauber nur temporär die Brüche in der Gesellschaft verdecken konnte. Tauchen wir ein in die Geschichte eines unvergesslichen Sommermärchens, das die Herzen der Franzosen eroberte und den Mythos des Fußball-Olymps mit einer einzigartigen Note prägte.

Für die Ewigkeit

Die Schlagzeile von Frankreichs größter Sporttageszeitung L`Equipe spiegelte die kollektive Euphorie wider, als Zinedine Zidane mit seinen Kopfballtoren zum unbestrittenen Volkshelden avancierte. Das Land feierte nicht nur einen Fußballtitel, sondern auch einen neuen Zusammenhalt. Doch wie nachhaltig konnte diese Einigkeit sein?

Die Gruppenphase

Ein bisschen Glück brauchte es sicherlich zunächst und das kam mit der Auslosung der Gruppe. Frankreich hatte eine vergleichsweise leichte Gruppe erwischt, mit Südafrika, Saudi-Arabien und Dänemark. Zum Auftakt setzte man sich souverän mit 3:0 gegen Südafrika durch, es folgte ein ungefährdeter 4:0-Sieg gegen Saudi-Arabien. Zum Abschluss der Gruppegewann man gegen die Dänen mit 2:1 und sicherte sich somit als Gruppenerster das Ticket für das Achtelfinale.

Achtelfinale

In der Runde der letzten 16 traf Frankreich auf Paraguay. Die Partie verlief ohne den gesperrten Zidane lange Zeit ohne wirkliche Höhepunkte und so ging es nach 90 gespielten Minuten in die Verlängerung. Frankreich tat sich auch in der Extrazeit schwer, die hartnäckige Abwehr der Südamerikaner zu knacken und es drohte ein Elfmeterschießen. Doch sechs Minuten vor Ende der Verlängerung schoss Frankreichreis Laurent Blanc am paraguayischen Torhüter Jose Luis Chilavert vorbei und sicherte damit seinem Land per Golden Goal den Einzug ins Viertelfinale. 

Viertelfinale

Im Viertelfinale trafen die Equipe Tricolore auf Italien. Wieder waren Tore Mangelware und nachdem auch in der Verlängerung diesmal kein Treffer gelingen wollte, ging es ins Elfmeterschießen. Zidane verwandelte als Erster, Roberto Baggio glich aus. Dann trat Bixente Lizarazu an und scheiterte. Zum Glück der Franzosen konnte auch Demtrio Albertini den Ball nicht im Netz zappeln lassen. Die folgenden Schützen trafen allesamt. Als letzter Franzose trat Blanc an und verwandelte. Dann schnappte sich Luigi Di Biagio das Spielgerät, trat an und scheiterte an der Querlatte. Entsprechend groß war die Freude bei den Franzosen. 

Halbfinale

Am 8. Juli 1998 stand das WM-Semifinale zwischen Frankreich und Kroatien im Stade de France in Paris auf dem Programm. Der Gastgeber sicherte sich den Einzug ins Finale durch die Leistung eines Spielers, dessen primäre Aufgabe nicht das Tore schießen war. Vor 76.000 Zuschauern im Stade de France entfaltete sich die Dramatik insbesondere nach dem Seitenwechsel. Bereits in der 46. Minute brachte der Torjäger Davor Suker die Kroaten in Führung. Doch daraufhin war es der Rechtsverteidiger Lilian Thuram, der mit einem beeindruckenden Doppelpack das Blatt zugunsten Frankreichs wendete. Das Spiel endete somit mit einem 2:1-Sieg für den Gastgeber. Interessanterweise musste Frankreich das Spiel trotz des Erfolgs mit einer personellen Dezimierung beenden. Abwehrchef Laurent Blanc erhielt in der 76. Minute die Rote Karte. Ein weiterer entscheidender Schritt auf dem Weg zum triumphalen Finale für die Equipe Tricolore.

Finale

Das WM-Finale 1998 im Stade de France zwischen Brasilien und Gastgeber Frankreich am 12. Juli bleibt nicht nur wegen des spektakulären 3:0-Siegs der Equipe tricolore in Erinnerung, sondern auch wegen eines Verwirrspiels um den brasilianischen Superstar Ronaldo. Vor dem Anpfiff sorgte eine Krimi-Story für Aufsehen. Der Superstar Brasiliens fehlte bis wenige Minuten vor Spielbeginn auf dem offiziellen Spielberichtsbogen. Eine wahrhaftige Odyssee endete jedoch mit der überraschenden Teilnahme Ronaldos am Match. Doch auf dem Rasen war es nicht Ronaldo, sondern Zidane der zum Protagonisten dieses epischen Finales avancierte. Mit zwei präzisen Kopfballtoren nach Eckbällen legte Zidane den Grundstein für den ersten großen Titel der Franzosen seit 1984. Die Brasilianer konnten dem virtuosen Spiel von Zizou an diesem Abend nichts entgegensetzen. Die Entscheidung fiel in der Nachspielzeit, als Emmanuel Petit einen Konter perfekt abschloss und das 3:0 erzielte. Eine Meisterleistung der französischen Abwehr um Torhüter Fabien Barthez, die auch nach dem Platzverweis von Marcel Desailly standhaft blieb. 

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