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Durchgereicht: Diese Teams stürzten aus der Bundesliga in die Drittklassigkeit ab

Vom Oberhaus in den Abgrund: Diese Vereine wurden innerhalb kürzester Zeit gleich zweimal nach unten durchgereicht. Hier sind alle Teams, die ohne Zwischenstopp von der Bundesliga direkt in die Drittklassigkeit fielen.

Ein seltener, aber brutaler Absturz

Ein Abstieg aus der Bundesliga ist bitter genug, doch einige Klubs traf es doppelt hart. Sie verabschiedeten sich nicht nur aus dem Oberhaus, sondern rauschten direkt weiter in die Drittklassigkeit. Manchmal lag es an sportlicher Schwäche, manchmal an finanziellen Turbulenzen. Die bekanntesten Fälle des direkten Absturzes sind hier aufgeführt.

Der FC St. Pauli: zwei Abstürze, zwei Gründe

Der Hamburger Kultklub traf das Schicksal gleich zweimal. Nach dem Bundesliga-Abstieg 1978 sicherten sich die Kiezkicker 1979 eigentlich souverän den Klassenerhalt in der 2. Liga, doch wegen hoher Schulden entzog der DFB ihnen die Lizenz. Statt Zweitliga-Fußball gab es Oberliga Nord.

2003 dann das Deja-vu: Nur ein Jahr nach dem Abstieg aus der Bundesliga stürzte St. Pauli erneut in die Drittklassigkeit ab und stand kurz vor der Insolvenz. Erst eine „Retter“-Kampagne und ein Benefizspiel gegen den FC Bayern München hielten den Klub am Leben.

1860 München sportlich stark, finanziell am Ende

Auch die Löwen erlebten Anfang der Achtziger einen beispiellosen Absturz. 1981 aus der Bundesliga abgestiegen, schafften die Löwen im Jahr darauf in der 2. Liga eigentlich Platz 4, doch die Finanzen machten alles zunichte. Der DFB entzog die Lizenz und die Folge war der Abstieg in die Bayernliga.

Kickers Offenbach: Aufstiegseuphorie mit bitterem Ende

Der OFC ist das Sinnbild für Fußball zwischen Himmel und Hölle. 1983 gelang noch der vierte Bundesliga-Aufstieg der Vereinsgeschichte. Doch nur zwei Jahre später war alles dahin: 1985 ging es zurück in die Amateur-Oberliga Hessen und nie wieder ins Oberhaus.

Fortuna Düsseldorf stieg vom Tabellen-20. in die Oberliga ab

1992 endete die Bundesliga-Zeit von Düsseldorf als einziger Tabellen-20. der Geschichte. Ein Kuriosum. Doch statt des Wiederaufstiegs folgte der Absturz in die Oberliga. Jörg Schmadtke und seine Mannschaft landeten 1993 nur auf Platz 21 der 2. Liga. Ein Kapitel, das viele Fortuna-Fans bis heute lieber verdrängen.

SSV Ulm: Rangnicks Rakete verglüht

Vom Durchstarter zum Pleitegeier: Unter Ralf Rangnick marschierte der SSV Ulm 1998 aus der Regionalliga direkt in die Bundesliga. Doch der Höhenflug endete abrupt. Ohne Rangnick folgte 2001 der freie Fall mit Lizenzentzug und Absturz in die viertklassige Verbandsliga.

SpVgg Unterhaching: Vom Meisterschaftsentscheid zur Bedeutungslosigkeit

Im Jahr 2000 entschied die SpVgg Unterhaching mit einem Sieg über Leverkusen die deutsche Meisterschaft mit. Eine der legendärsten Szenen der Bundesliga. Doch kurz darauf begann der Absturz: 2001 waren sie Tabellenletzter und stiegen 2002 als 15. der 2. Liga erneut ab. Vom Bundesliga-Schreck zum Drittligisten in nur zwei Jahren.

SC Paderborn: Fast das Abstiegs-Triple

Der SC Paderborn war in der Saison 2014/15 das Märchen der Bundesliga, in der Saison 2015/16 dann das Negativbeispiel. Nach dem Abstieg aus der ersten Liga landete der SCP auch in der zweiten Liga auf einem Abstiegsplatz. Nur der Lizenzentzug von 1860 München verhinderte den Durchmarsch in die Regionalliga.

Arminia Bielefeld ist der jüngste Doppelfall

Die jüngste „Durchreichung” traf die Arminia. Nach Platz 17 in der Bundesliga 2022/23 folgte ein enttäuschender 16. Rang in der 2. Bundesliga. In der Relegation gegen Wehen Wiesbaden kassierte die Arminia zwei Niederlagen. Der Gang in die 3. Liga war besiegelt.

Ein Muster mit vielen Gesichtern

Auffällig ist, dass fast alle Abstürze nicht allein durch sportliche Leistung zustande kamen. Finanzielle Probleme, Lizenzentzüge oder strukturelle Fehler sorgten oft dafür, dass der Weg nach unten nicht zu stoppen war. Für Fans und Vereine war das mehr als nur ein Abstieg, es war ein Stück Identitätsverlust.

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