Überspringen zum Inhalt
Tennis
  1. TENNIS

Die verschiedenen Beläge auf dem Tennisplatz

Eines der interessantesten Merkmale des Tennis ist, dass der Sport auf unterschiedlichen Platzbelägen gespielt werden kann. Jeder Belag besitzt eigene Eigenschaften und begünstigt dadurch verschiedene Spielstile und Fähigkeiten.

Der Belag des Tennisplatzes beeinflusst den Absprung und die Geschwindigkeit des Balls sowie die Bewegungen der Spieler. Je nach individuellem Spielstil kann dies bestimmten Tennisspielern zugutekommen oder sie vor zusätzliche Herausforderungen stellen.

Die Vielfalt der Beläge erhöht die Chancen von Spielern mit unterschiedlichen Stärken – denn Eigenschaften, die auf einem Belag besonders erfolgreich sind, müssen nicht zwangsläufig auf einem anderen dominieren. Ein Spieler mit starkem Aufschlag und explosiver Vorhand hat beispielsweise bessere Erfolgsaussichten auf einem Hartplatz als auf einem Sandplatz.

Dadurch wird Tennis unberechenbarer und für die Zuschauer noch attraktiver.

Im professionellen Tennis gibt es drei verschiedene Beläge. Im Folgenden erklären wir die Besonderheiten jedes Belags und zeigen die jeweiligen Vor- und Nachteile auf.

Die Beläge im Tennis

  • Hartplatz

  • Rasen

  • Sandplatz

Hartplatz:

Der Hartplatz, auch als synthetischer Belag bezeichnet, ist im professionellen Tennis der am weitesten verbreitete Untergrund. Die meisten der derzeit besten Spieler verfügen über Eigenschaften, die gut zu diesem Belag passen.

Wie bereits erwähnt, kommen Hartplätze besonders Spielern mit schnellem Aufschlag entgegen. Sie sind langsamer als Rasenplätze, allerdings springt der Ball aufgrund des festen Untergrunds deutlich höher ab.

Auf Hartplätzen werden die Australian Open und die US Open ausgetragen – das erste und das letzte Grand-Slam-Turnier der Tennissaison. Während das Turnier in New York auf einem Acryl-Hartplatz stattfindet, wird in Melbourne auf einem synthetischen Hartplatzbelag gespielt.

Vorteile

  • Geeignet für die meisten Spielstile

  • Vorhersehbarer Ballabsprung, der längere Ballwechsel ermöglicht

  • Kann sowohl im Freien als auch in der Halle verwendet werden

Nachteile

  • Unterschiedliche Hartplatzbeläge erzeugen unterschiedliche Absprunghöhen

  • Auf Hartplätzen besteht ein erhöhtes Verletzungsrisiko; zudem können sie körperlich besonders belastend sein

Rasen:

Das älteste und prestigeträchtigste Tennisturnier der Welt, Wimbledon, wird seit 1877 auf den Rasenplätzen des All England Lawn Tennis and Croquet Club ausgetragen.

Rasen ist der schnellste der drei Beläge. Deshalb haben Spieler mit einem herausragenden Aufschlag-Volleyschlag-Spiel auf diesem Untergrund häufig besonders gute Chancen.

Der niedrige und teilweise unberechenbare Ballabsprung auf Rasen macht den Weg ans Netz zu einer sinnvollen und häufig eingesetzten Taktik. Gleichzeitig kann der schnelle Belag die Zeit für den Gegner deutlich verkürzen.

Vorteile

  • Weicherer Untergrund, der die Gelenke der Spieler weniger belastet

  • In warmen Regionen häufig kühler als andere Beläge

  • Belohnt Spieler mit ausgeprägten Netzqualitäten

  • Das schnelle Spiel kann für Zuschauer besonders unterhaltsam sein

Nachteile

  • Hoher Pflegeaufwand: Für einen Rasenplatz in Topqualität sind viel Zeit und erhebliche Kosten erforderlich

  • Der Belag kann durch intensive Nutzung schnell abgenutzt werden

  • Der niedrige Ballabsprung zwingt Spieler zu einer tieferen, stärker gebeugten Körperhaltung, was Rückenschmerzen begünstigen kann

Sandplatz:

Der Sandplatz wird besonders mit den Plätzen der French Open, dem einzigen Grand-Slam-Turnier auf Sand, in Verbindung gebracht. Dieser Belag ist vor allem in Europa und Südamerika weit verbreitet.

Sandplätze haben eine charakteristische rötliche Farbe und bestehen aus einer Mischung aus Steinen, Kies, Kalk und zerkleinerten Ziegeln.

Sand ist der langsamste der drei Beläge. Er nimmt den Aufschlag und die Geschwindigkeit harter Schläge stärker heraus und begünstigt dadurch technisch versierte und taktisch starke Spieler.

Rafael Nadal, der wegen seiner rekordverdächtigen 14 Titel bei den French Open als „König des Sandplatzes“ gilt, war mit seinem Spiel hinter der Grundlinie, seinen starken Topspin-Schlägen und seinen präzisen Stoppbällen auf diesem Belag besonders erfolgreich.

Vorteile

  • Der Ball springt höher und länger ab, wodurch längere Ballwechsel entstehen

  • Fördert ein taktisch geprägtes Spiel

  • Der weichere Belag ist häufig körperfreundlicher und verzeiht mehr

Nachteile

  • Wie Rasen erfordert auch Sand einen hohen Pflegeaufwand. Während der Turniere werden die Plätze regelmässig abgezogen, gebürstet und bewässert

  • Obwohl Sand grundsätzlich weicher ist, rutschen die Spieler auf diesem Belag häufig aus. Das kann zu Verletzungen an Muskeln und Sehnen führen

Weiterführende Artikel

bet365 verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies, um einen besseren und individuelleren Service bereitstellen zu können. Nähere Informationen finden Sie in den Richtlinien zu Cookies

Neu bei bet365? Erhalten Sie bis zu €100 in Wett-Credits

Wett-Credits nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung zur Nutzung verfügbar. Gewinne schließen den Einsatz von Wett-Credits aus. Es gelten die AGB, Zeitlimits und Ausnahmen.