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MHPArena/VfB Stuttgart
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Die Stadien der Republik – Die MHPArena

Der VfB Stuttgart trägt seine Heimspiele in dieser Saison traditionell im Neckarstadion aus. Die Fußballstädte trägt seit diesem Jahr einen neuen Namen. Aus der Mercedes-Benz Arena wurde die MHPArena. Ansonsten hat sich nichts geändert. Das Stadion hat seit seiner Eröffnung im Jahr 1933 mehrere Erweiterungen erhalten und fasst heute knapp über 60.000 Zuschauer.

Der VfB Stuttgart trägt seine Heimspiele in der MHPArena aus. Es ist die größte Arena in Baden-Württemberg und wird Deutschlandweit nur vom Signal-Iduna-Park in Dortmund, der Allianz Arena in München, den Olympiastadien in Berlin und München sowie von der Veltins Arena in Gelsenkirchen von der Zuschauerkapazität übertroffen. Die 1933 errichtete Arena bietet Platz für 60.449 Zuschauer. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg waren offiziell 103.000 Zuschauer zum Länderspiel Deutschland gegen die Schweiz vor Ort. Ein Stadion mit einer langen und ruhmreichen Geschichte.

Die Geschichte der MHPArena

Die MHPArena befindet sich im Neckarpark im Stuttgarter Stadtbezirk Bad Cannstatt. Sie wurde ursprünglich für das 15. Deutsche Turnfest im Jahr 1933 erbaut. Die Arbeiten am Stadion wurden 1929 begonnen. Der erste Name war schlicht Stuttgarter Kampfbahn. Die Arena besaß die erste Tribüne Deutschlands mit frei auskragendem, stützenlosem Dach aus Stahlbeton. Bei ihrer Errichtung bot sie 40.000 Zuschauern Platz. Im Jahr 1935 wurden provisorische Holztribünen installiert, wodurch man die Kapazität auf 70.000 Zuschauer steigern konnte. Diese Konstruktion musste aufgrund von Sicherheitsbedenken drei Jahre später wieder abgebaut werden.

Nach dem Krieg änderte sich der Name für ein Jahr in Century Stadium und anschließend wieder in Kampfbahn. Es wurde von der US-Besatzung für Baseballspiele genutzt. Im Jahr 1949 erhielt es den heute noch gängigen Namen Neckarstadion. Zwischen 1949 und 1951 wurde die Gegentribüne ausgebaut. Zu dieser Zeit baute man einmal mehr auf Holztribünen, wodurch sich das Fassungsvermögen zwischenzeitlich auf 97.500 Zuschauer erhöhte. Da diese Konstruktion einmal mehr zu unsicher war, entschied man sich 1951, die Untertürkheimer und Cannstatter Kurve auszubauen, wodurch knapp 100.000 Zuschauer Platz im Stadion fanden. Nach Gründung der Bundesliga im Jahr 1963 wurde eine Flutlichtanlage installiert, welche Anfang August in einem Freundschaftsspiel zwischen dem VfB und Partizan Belgrad eingeweiht wurde. 

Größere Umbauten ab den 70er Jahren

Nachdem die WM 1974 an Deutschland vergeben wurde, wurde die Haupttribüne des Neckarstadions abgerissen und eine neue, dreigeschossige Tribüne errichtet. Gleichzeitig wurde die Gegentribüne überdacht und in der Mitte der Untertürkheimer Kurve wurde eine alphanumerische Anzeigetafel installiert. Dabei nahm man den Wegfall der dahinterliegenden Sitze in Kauf und die Kapazität sank auf 72.000 Plätze. Während der WM fanden vier Spiele in der Arena statt.

Die Anzeigetafel wurde 1986 wieder abgerissen und durch eine Vollmatrix-Farb-Videowand getauscht. Zu dieser Zeit die erste in einem deutschen Stadion. Dadurch sank die Kapazität auf 70.000 Plätze. Im Jahr 1990 wurde eine Rasenheizung installiert und kurze Zeit später wurde für die Leichtathletik-WM 1993 damit begonnen, die Überdachungen von Haupt- und Gegentribüne abzureißen. Als Ersatz wurde die noch heute bestehende Membran-Überdachung gebaut. In diesem Zug wurde auch die Flutlichtanlage erneuert sowie die meisten Steh- in Sitzplätze umgewandelt. Daher verringerte sich die Kapazität auf 53.700 Plätze. Ab 1993 hieß die Arena für 15 Jahre Gottlieb-Daimler-Stadion.

Im Jahr 1999 wurde damit begonnen, den zweiten Rang der Haupttribüne abzureißen und durch einen neuen Oberrang zu ersetzen. Dieses Vorhaben wurde 2003 fertiggestellt. Zwischen 2004 und 2005 kam ein Oberrang für die Gegentribüne sowie zwei neue Anzeigetafeln hinzu. Diese wurden hinter die Tore gehängt, sodass die Plätze hinter der ursprünglichen Anzeigetafel wieder für Zuschauer freigegeben wurden. Die Kapazität stieg mit dieser Maßnahme auf 55.896 Plätze an. Im März 2008 hat man sich auf den Umbau in ein reines Fußballstadion geeinigt. Daraufhin wurde die Laufbahn entfernt und der Platz tiefergelegt. Die Haupt- und Gegentribüne wurden um fünf Sitzreihen erweitert. Gleichzeitig wurden die Untertürkheimer Kurve sowie die Cannstatter Kurve abgerissen und neu errichtet. 2011 wurde das Dach an die neue Arena angepasst. Dieses wurde 2017 noch einmal komplett erneuert. Für die EM 2024 in Deutschland haben bereits weitere Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen begonnen.

Dafür wird das Stadion genutzt

Die Arena in Stuttgart war schon Austragungsort zahlreicher Länderspiele und Spielstätte bei der WM 1974, der EM 1988 und der WM 2006. Hier wurden auch die Endspiele des Europapokals der Landesmeister 1959 und 1988 ausgetragen sowie das zweite Endspiel im Europapokal der Pokalsieger 1962. Bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 1993 wurde ein Rekord von 585.000 Zuschauern aufgestellt, die höchste je erreichte Zuschauerzahl bei Leichtathletik-Weltmeisterschaften. Zwischen 1994 und 1997 war das Stadion Austragungsort für den Eurobowl im American Football. Hier wurde 1976 auch das erste Freiluftkonzert in einem deutschen Stadion ausgetragen. Damals spielten die Rolling Stones und andere Bands in der Arena. Internationale Musikstars gaben sich schon öfter die Ehre. Unter anderem Pink Floyd, Robbie Williams und Phil Collins.

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