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Die LEC: League of Legends in Europa

Wie wurde aus der EU-Liga ein global beachteter Wettbewerb und wo steht Europa heute international?

Anfänge und Entwicklung

Die europäische Profi-Liga startete 2013 als EU LCS: zwei Splits pro Jahr, Auf- und Abstiegsregelung über Challengers. 2019 folgte die Neuaufstellung: Rebranding zur LEC und der Wechsel zum Franchising mit zehn festen Partnern. Zur Anfangsrunde gehörten u. a. G2 Esports, Fnatic, Schalke 04, Misfits, Splyce, Vitality sowie neue/heimkehrende Marken wie Origen, Rogue, SK und Excel. Die Slots waren mit einem Investment im einstelligen Millionenbereich verbunden – dafür entfiel der Abstiegsdruck und Teams konnten langfristig planen.

Erste internationale Durchbrüche & die großen Jahre 2019/2020

Vorläufer des jüngsten Booms war Fnatics Worlds-Finale 2018 (Niederlage gegen Invictus Gaming). 2019 gelang Europa der große Wurf: G2 Esports gewann das MSI – der erste große internationale Titel für Europa seit 2011 – und erreichte im selben Jahr das Worlds-Finale (0:3 gegen FunPlus Phoenix). 2020 dominierte G2 die LEC (Frühjahr & Sommer) und stand bei den Worlds erneut im Halbfinale (Aus gegen DAMWON/DWG KIA). Diese zwei Jahre gelten als jüngster Höhepunkt europäischer Wettbewerbsfähigkeit.

Franchising & LEC-Format

Mit Franchising veränderte sich die LEC dauerhaft: zehn feste Organisationen, Revenue-Sharing und striktere wirtschaftliche Auflagen. Seit 2023 läuft die Saison in drei Splits (Winter, Spring, Summer), gefolgt von Season Finals mit sechs Teams und Double-Elimination-Baum; darüber werden auch die EMEA-Startplätze für die Worlds verteilt. Das Ziel: mehr Top-Serien, mehr Storylines über das ganze Jahr.

Internationale Bilanz zuletzt: Nur sehr selten an der Spitze

Nach G2s MSI-Triumph 2019 blieb ein weiterer internationaler Pokal aus. Bei MSI 2023 gewann JD Gaming (LPL), MSI 2024 holte Gen.G (LCK) – LEC-Teams schafften zwar einzelne Statement-Serien, aber keinen Titel. Bei den Worlds dominierten seit 2018 Korea und China (DWG KIA 2020, EDG 2021, DRX 2022, T1 2023). Europas beste Resultate zuletzt: Viertel- mit wenigen Halbfinals; 2023 stand G2 im Swiss-Stage-Viertelfinale, scheiterte an BLG. Kurz: Europa ist international kaum mehr wettbewerbsfähig, gerade über die letzten Jahre. Dabei dominiert Korea und China haushoch auf der internationalen Bühne, während nun sogar Amerika regelmäßig Europa in seinen Schatten stellt.

Neue Teams & die Lage 2024/2025

Die Teamlandschaft wandelte sich: Karmine Corp stieg 2024 via Slot-Übernahme (Astralis) in die LEC ein und brachte große Fanmassen mit. Excel fusionierte mit Giants zu GIANTX. 2024 lief die Liga teils als MAD Lions KOI, 2025 firmiert die Organisation als Movistar KOI. Im Sommer 2025 übernahm Natus Vincere (NAVI) den LEC-Slot und das Roster von Rogue – ein prominenter Neueinsteiger mit großer Osteuropa-Fanbase. Aktuelle LEC-Stammkräfte bleiben G2, Fnatic, Vitality, SK, Team BDS, Team Heretics u. a. Sportlich prägen die Jahre 2024/25 insbesondere G2 (domestik dominierend) und eine breite Verfolgergruppe; die drei-Splits-Struktur hält den Wettkampf eng und platziert stärker Form-stabile Teams in die Season Finals.

Fazit: Europas Profil: stark zu Hause, hungrig international

Die LEC hat sich mit Franchising, modernem Format und stabilen Marken professionalisiert. 2019/20 markierten den jüngsten internationalen Gipfel, seither fehlen die Titel – während LCK/LPL die großen Pokale einsammeln. Mit neuen Zugpferden wie Karmine Corp, strukturell dichter Saison und finanziell gefestigten Organisationen besitzt Europa jedoch weiterhin das Potenzial, wieder um MSI- und Worlds-Trophäen mitzuspielen. Die Messlatte bleibt: den nächsten großen, internationalen Sieg zu landen.

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