Eine bewegte Reise durch Höhen und Tiefen des Traditionsvereins aus Schwaben.
Der VfB Stuttgart zählt zu den traditionsreichsten und bekanntesten Fußballvereinen Deutschlands. Seit der Gründung der Bundesliga im Jahr 1963 ist der Verein ein fester Bestandteil der deutschen Fußballgeschichte, geprägt durch sportliche Triumphe, dramatische Abstiege und emotionale Höhenflüge. So hat sich der Verein seit der Anfangsphase der Bundesliga entwickelt.
Mit der Einführung der Bundesliga zur Saison 1963/64 war der VfB Stuttgart einer der Gründungsmitglieder. Bereits zu Beginn präsentierte sich der Verein sportlich stabil, konnte sich jedoch zunächst nicht in der Spitzengruppe etablieren. In den ersten Jahren waren Mittelfeldplätze die Regel, Topplatzierungen blieben zumeist aus. Dennoch legte die Mannschaft den Grundstein für spätere Erfolge. Spieler wie Günter Sawitzki, Erwin Waldner und Rolf Geiger prägten das Bild des Teams in dieser Ära.
In den späten 1960er und frühen 1970er Jahren wechselte der Verein zwischen Mittelmaß und gelegentlichen Abstiegsängsten. Dennoch war der VfB in dieser Zeit ein wichtiger Ausbildungsverein und lieferte zahlreiche Talente an deutsche Spitzenklubs und die Nationalmannschaft.
Ende der 1970er Jahre begann unter Trainer Jürgen Sundermann ein sportlicher Aufschwung. Mit einer offensiv ausgerichteten Spielweise sorgte der VfB für Furore, und die Mannschaft spielte sich in die Herzen der Fans. 1977 gelang der Aufstieg aus der 2. Bundesliga zurück ins Oberhaus, nachdem man 1975/76 erstmals abgestiegen war.
In den 1980er Jahren etablierte sich der Verein zunehmend als Spitzenteam. 1984 gelang unter Trainer Helmut Benthaus der große Wurf: Der VfB wurde zum ersten Mal Deutscher Meister in der Bundesliga-Ära. Spieler wie Karlheinz Förster, Guido Buchwald und Hansi Müller wurden zu Vereinsikonen, und der Erfolg markierte den Beginn einer glanzvollen Zeit.
Neben der Meisterschaft 1984 erreichte der Klub 1986 das Finale des DFB-Pokals, unterlag dort aber Bayern München. Dennoch hatte sich der VfB als feste Größe im deutschen Spitzenfußball etabliert.
Die 1990er Jahre waren geprägt von weiteren Erfolgen und internationalen Auftritten. 1992 holte der Verein mit Trainer Christoph Daum zum zweiten Mal die Deutsche Meisterschaft in der Bundesliga. In einem dramatischen Saisonfinale setzte sich der VfB am letzten Spieltag dank eines Freistoßtors von Guido Buchwald gegen Bayer Leverkusen durch. Jürgen Klinsmann, Fritz Walter und Eike Immel waren die prägenden Akteure jener Zeit.
Im Europapokal machte der VfB ebenfalls auf sich aufmerksam. Besonders unvergessen bleibt der Einzug ins Finale des UEFA-Pokals 1989, wo der Klub knapp gegen die SSC Neapel mit Diego Maradona verlor. Auch in den folgenden Jahren nahm der VfB regelmäßig an internationalen Wettbewerben teil und stieß mehrfach bis ins Viertel- oder Halbfinale vor.
1997 feierte die Mannschaft unter Trainer Joachim Löw einen weiteren Titelgewinn mit dem DFB-Pokal. Im Finale siegte man mit 2:0 gegen Energie Cottbus. Das „magische Dreieck“ mit Fredi Bobic, Giovane Elber und Krassimir Balakov verzauberte die Fans und sorgte für begeisternden Offensivfußball.
Die Jahrtausendwende brachte für den VfB Stuttgart sowohl sportliche Rückschläge als auch erneute Aufschwünge. Nach einer Phase des Umbruchs und finanzieller Probleme gelang 2003 die Überraschung: Unter Trainer Felix Magath stellte der Verein eine junge, talentierte Mannschaft auf, die als „Junge Wilde“ bekannt wurde und die Vizemeisterschaft errang.
Der absolute Höhepunkt folgte 2007. Unter Trainer Armin Veh und mit Schlüsselspielern wie Mario Gomez, Thomas Hitzlsperger und Sami Khedira gewann der VfB zum dritten Mal die Deutsche Meisterschaft in der Bundesliga. Vor allem der Saisonendspurt mit sieben Siegen in Folge war bemerkenswert. Im selben Jahr erreichte der Klub zudem das DFB-Pokalfinale, musste sich dort aber dem 1. FC Nürnberg geschlagen geben.
Die Jahre nach dem Meistertitel waren von Wechselhaftigkeit geprägt. Nach mehreren guten Platzierungen, darunter die Finalteilnahme im DFB-Pokal 2013 (Niederlage gegen Bayern München), folgten sportliche Krisen. 2016 stieg der VfB erstmals seit 1975 wieder in die 2. Bundesliga ab. Es folgte jedoch der direkte Wiederaufstieg 2017 – ein Beweis für die Stärke und den Zusammenhalt des Klubs.
In den folgenden Jahren pendelte der Verein zwischen Bundesliga und 2. Liga, musste 2019 erneut den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten, kehrte aber 2020 ein weiteres Mal in die höchste Spielklasse zurück. Seitdem arbeitet der VfB an einer nachhaltigen Konsolidierung und setzt verstärkt auf eigene Nachwuchsspieler aus der renommierten Jugendakademie.
In den letzten Jahren hat sich der VfB Stuttgart als spielstarkes Team etabliert, das vor allem auf junge Talente setzt. Spieler wie Silas Katompa Mvumpa, Borna Sosa und Konstantinos Mavropanos prägten das Gesicht der Mannschaft. Unter Trainer Pellegrino Matarazzo gelang 2021 ein starker neunter Platz in der Bundesliga – mit begeisterndem Offensivfußball und einer neuen Euphorie bei den Fans.
Der Verein setzt mittlerweile verstärkt auf eine gute Mischung aus erfahrenen Kräften und Nachwuchstalenten. Dies zeigt sich nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch in der strategischen Ausrichtung der sportlichen Führung. Die enge Verzahnung mit dem eigenen Nachwuchsleistungszentrum gilt als Schlüssel für nachhaltigen Erfolg.
In der Saison 2022/23 konnte der VfB erneut den Klassenerhalt sichern, nachdem er sich in der Relegation gegen den Hamburger SV durchgesetzt hatte. In der darauffolgenden Saison 2023/24 überraschte der Verein mit einer überragenden Leistung und qualifizierte sich für den Europapokal – ein Zeichen für die positive Aufbruchstimmung. Mittlerweile hat es der VfB sogar wieder in die Champions League geschafft und mit dem Pokalsieg 2025 ein weiteres Highlight in seiner Geschichte hinzugefügt.
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