Über die Jahrzehnte haben viele polnische Fußballer der Bundesliga ihren Stempel aufgedrückt. Einige von ihnen waren Leistungsträger, andere prägten ganze Generationen von Fans. Fünf Spieler stechen dabei besonders hervor.
Als er 2010 im Alter von 22 Jahren von Lech Posen zu Borussia Dortmund wechselte, erwartete kaum jemand, dass er zu einem der größten Torjäger der Bundesliga werden würde. Unter Jürgen Klopp entwickelte er sich zum kompletten Stürmer, gewann 2011 und 2012 zwei Meisterschaften mit dem BVB und dominierte anschließend jahrelang die deutsche Liga im Trikot des FC Bayern.
Lewandowski war nicht nur zuverlässig, sondern auch historisch gut. Fünfmal übertraf er die Marke von 30 Ligatoren und stellte in der Saison 2020/21 mit 41 Treffern sogar Gerd Müllers Rekord aus der Saison 1971/72 ein. Insgesamt gewann er zehn Meistertitel, vier DFB-Pokalsiege und die Champions League 2020. Mit 312 Bundesliga-Toren ist er eine lebende Legende und führt heute den FC Barcelona an. Zudem ist er Polens Rekordtorjäger.
Kaum ein polnischer Profi war im deutschen Fußball so beliebt wie er. „Kuba“ kam 2007 aus Krakau nach Dortmund und überzeugte vom ersten Tag an mit Dynamik, Fleiß und Mut im Eins-gegen-Eins. Bereits 2008 wurde er zum Spieler der Saison gewählt.
Er war zentraler Bestandteil der berühmten Klopp-Mannschaft, die 2012 und 2013 Meister wurde und das Champions-League-Finale 2013 erreichte. Nach neun Jahren in Dortmund und einer Leihe nach Florenz wechselte er zum VfL Wolfsburg. Auch in der polnischen Nationalmannschaft gehörte er mit 108 Einsätzen zu den prägenden Figuren seiner Generation.
Lukasz Piszczek kam 2004 als Offensivspieler zu Hertha BSC und wurde erst später zum Rechtsverteidiger umgeschult. Ein Schritt, der seine Karriere definierte. Nach einer Leihe nach Lubin startete er endgültig in der Bundesliga durch und wechselte 2010 zu Borussia Dortmund.
Dort avancierte Piszczek über einen Zeitraum von elf Jahren zu einer Institution auf der rechten Seite. Zusammen mit Blaszczykowski bildete er eine der effektivsten Rechtsbahnen der Liga. Seine 49 Bundesliga-Assists belegen, wie stark er das Spiel aus der Tiefe prägte. 2021 verließ er Dortmund und spielt heute noch bei seinem Heimatklub Goczalkowice-Zdrój.
Boenisch, in Polen geboren und in Deutschland aufgewachsen, war ein technisch robuster Außenverteidiger, der für Schalke 04, Werder Bremen und Bayer 04 Leverkusen spielte. Seine größten Erfolge feierte er in Bremen, wo er 2009 das Finale des UEFA-Cups erreichte und in der Saison 2008/09 den DFB-Pokal gewann.
Zuvor war er bereits zwei Jahre in Folge Bundesliga-Vizemeister geworden. Boenisch absolvierte 14 Länderspiele für Polen, darunter bei der Heim-EM 2012. Nach späteren Stationen bei 1860 München und in Österreich beendete er 2020 seine Karriere.
Ebi Smolarek, mit vollem Namen Euzebiusz, kam 2004 von Feyenoord zu Borussia Dortmund und entwickelte sich schnell zum Torjäger. Seine beste Saison spielte er 2006/07 mit 13 Ligatoren, obwohl der BVB damals nicht zu den Spitzenteams zählte.
Smolarek wurde zwischen 2005 und 2007 dreimal in Folge zum polnischen Fußballer des Jahres gewählt. In 47 Länderspielen nahm er unter anderem an der WM 2006 in Deutschland teil. Nach seiner Zeit in Dortmund führte ihn seine Karriere durch mehrere europäische Ligen, ehe er 2013 seine Schuhe an den Nagel hing.
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