Jürgen Klopp setzt auf Pressing, Tempo und junge Spieler. So könnte seine erste Startelf als Bundestrainer aussehen.
Mit Jürgen Klopp beginnt bei der deutschen Nationalmannschaft eine neue Ära. Der neue Bundestrainer hat bereits angedeutet, dass er auch beim DFB auf die Prinzipien setzen möchte, die ihn bei Borussia Dortmund und dem FC Liverpool so erfolgreich gemacht haben. Intensives Pressing, mutiger Offensivfußball, schnelles Umschaltspiel und ein hohes Laufpensum sollen künftig wieder das Markenzeichen der DFB-Elf werden.
Klopp bevorzugt traditionell ein 4-3-3-System und setzt dabei auf laufstarke, aggressive und hungrige Spieler. Gleichzeitig ist er dafür bekannt, jungen Talenten früh Vertrauen zu schenken und sie auf höchstem Niveau weiterzuentwickeln. Genau deshalb dürfte die deutsche Nationalmannschaft in den kommenden Monaten einen deutlichen personellen Umbruch erleben.
Tor: Mio Backhaus
Abwehr: Nnamdi Collins – Jonathan Tah – Nico Schlotterbeck – Nathaniel Brown
Mittelfeld: Joshua Kimmich (C) – Aleksandar Pavlović – Florian Wirtz
Angriff: Lennart Karl – Deniz Undav – Kai Havertz
1/ Mio Backhaus | ||||||
4/ Jonathan Tah | 5/ Nico Schlotterbeck | |||||
2/ Nnamdi Collins | 3/ Nathaniel Brown | |||||
6/ Joshua Kimmich (C) | 8/ Aleksandar Pavlović | |||||
10/ Florian Wirtz | ||||||
11/ Lennart Karl | 7/ Kai Havertz | |||||
9/ Deniz Undav | ||||||
Nach dem Rücktritt von Manuel Neuer ist die Torhüterposition wohl die größte Baustelle der deutschen Nationalmannschaft.
Zwar gilt Marc-André ter Stegen seit Jahren als natürlicher Nachfolger, allerdings kämpfte der Barcelona-Keeper zuletzt immer wieder mit Verletzungen und gehört inzwischen ebenfalls zu den älteren Spielern im Kader. Genau so wie Oliver Baumann, der mit 36 Jahren nicht mehr zur Zukunftsplan des DFB zahlen durfte.
Klopp könnte deshalb den Mut haben und direkt auf die Zukunft setzen. Mio Backhaus zählt zu den größten deutschen Torwarttalenten und überzeugte zuletzt in der Bundesliga. Nach seinem Wechsel für rund 15 Millionen Euro zum SC Freiburg könnte er langfristig zur neuen Nummer eins aufgebaut werden.
Daneben bleiben auch Alexander Nübel und Moritz Nicolas ernsthafte Kandidaten für einen Platz im DFB-Tor.
In der Innenverteidigung dürfte Nico Schlotterbeck eine Schlüsselrolle übernehmen.
Der Dortmunder verfügt über einen starken Spielaufbau, bringt Führungsqualitäten mit und soll künftig noch mehr Verantwortung übernehmen. Neben ihm könnte Jonathan Tah weiterhin gesetzt sein. Der Bayern-Verteidiger spielt seit Jahren konstant auf höchstem Niveau und harmoniert gut mit Schlotterbeck.
Der Konkurrenzkampf bleibt allerdings groß. Mit Finn Jeltsch, Jeff Chabot, Yann Aurel Bisseck oder Malick Thiaw drängen mehrere Innenverteidiger auf ihre Chance.
Auf der linken Abwehrseite spricht vieles für Nathaniel Brown. Der Neuzugang des FC Bayern gilt als eines der größten Talente auf seiner Position und brachte bereits bei der Weltmeisterschaft sein enormes Potenzial unter Beweis. Als Alternativen stehen David Raum und Robin Gosens bereit.
Rechts hinten bleibt die spannendste Personalfrage. Sollte Klopp Joshua Kimmich dauerhaft wieder ins zentrale Mittelfeld ziehen, wäre der Platz frei. Große Hoffnungen ruhen auf Nnamdi Collins, dessen Dynamik, Schnelligkeit und Offensivqualitäten hervorragend zu Klopps Spielweise passen. Auch Kilian Fischer, Josha Vagnoman und Leandro Morgalla gehören zum erweiterten Kandidatenkreis.
Im zentralen Mittelfeld ist Deutschland hervorragend aufgestellt.
Joshua Kimmich dürfte als Kapitän die Rolle auf der Sechserposition übernehmen und das Spiel lenken. Neben ihm besitzt Klopp zahlreiche Optionen. Aleksandar Pavlović, Felix Nmecha, Tom Bischof, Angelo Stiller und Assan Ouédraogo kämpfen um weitere Plätze im Zentrum.
Im offensiven Mittelfeld verfügt Deutschland ebenfalls über außergewöhnliche Qualität. Florian Wirtz, Jamal Musiala, Kai Havertz und Serge Gnabry gehören zu den Spielern, die das kreative Spiel gestalten können. In dieser möglichen Startelf übernimmt Wirtz die offensive Rolle im Mittelfeld.
Auch in der Offensive dürfte Klopp auf Dynamik setzen.
Auf dem rechten Flügel könnte Lennart Karl eine Überraschung werden. Der Youngster überzeugte zuletzt mit starken Leistungen und gilt als eines der größten Offensivtalente Deutschlands.
Links erhält weiterhin Kai Havertz in dieser Formation das Vertrauen. Der technisch starke Offensivspieler bringt Tempo und Kreativität mit und könnte unter Klopp den nächsten Schritt als Führungsspieler machen. Alternativen wären unter anderem Jamal Musiala, Karim Adeyemi oder Maximilian Beier.
Im Sturmzentrum dürfte ein spannender Konkurrenzkampf entstehen. Nicolò Tresoldi, Tim Kleindienst, Nick Woltemade, Niclas Füllkrug und Deniz Undav, der sich bei der Weltmeisterschaft stark präsentierte und auch beim VfB Stuttgart überzeugte, bringen unterschiedliche Qualitäten mit.
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