Am Montag steigt in der Red Bull Arena das Spitzenspiel der WM-Qualifikation, wenn Deutschland die punktgleiche Slowakei empfängt.
Bislang haben beide Teams zwölf Punkte gesammelt, nur das Torverhältnis spricht mit 10:3 (gegenüber 6:2) für die DFB-Elf. Der Sieger dieser Partie macht einen riesigen Schritt in Richtung Weltmeisterschaft 2026.
Julian Nagelsmanns Mannschaft kann mit einem Sieg die Qualifikation vorzeitig klarmachen. Nach drei Erfolgen in Serie reist die DFB-Elf mit Rückenwind an, doch der knappe 1:0-Sieg in Belfast zeigte, dass spielerisch noch Luft nach oben ist. Deutschland dominierte zwar den Ball, offenbarte aber Lücken in der Rückwärtsbewegung. Das ist ein Risiko gegen konterstarke Gegner wie die Slowakei.
Der Bundestrainer setzt weiterhin auf sein bewährtes 4-2-3-1-System mit Pavlovic und Goretzka auf der Doppelsechs. Für Kreativität sollen Adeyemi, Wirtz und Gnabry sorgen, während Woltemade als Zielspieler agiert. Entscheidend wird sein, die Balance zwischen Ballbesitz und Absicherung zu halten.
Nagelsmann hat Deutschland wieder zu einem stabilen und fokussierten Team geformt. In den bisherigen fünf Qualifikationsspielen stehen vier Siege und nur eine Niederlage sowie ein Torverhältnis von 10:3 zu Buche – ein Ausdruck von Kontrolle und Effizienz. Besonders auffällig ist, dass die Defensive gefestigt wirkt, das Pressing greift und das Team Geduld im Spielaufbau zeigt.
Mit dem 2:0 in Luxemburg bewies die Mannschaft zuletzt Professionalität und Reife. Nagelsmanns 4-2-3-1-System ermöglicht fließende Positionswechsel, schnelle Übergänge und flexible Lösungen im Angriff. Dass die zehn Tore auf mehrere Spieler verteilt sind, macht Deutschland schwer ausrechenbar.
Zudem bleibt die Heimbilanz makellos: zwei Spiele, zwei Siege. Der Faktor Leipzig mit seiner leidenschaftlichen Kulisse könnte zum entscheidenden Vorteil werden.
Francesco Calzonas Slowakei hat in dieser Qualifikation überrascht. Mit vier Siegen und nur einer Niederlage stehen sie dank taktischer Disziplin, defensiver Organisation und präziser Konter punktgleich mit Deutschland. Der knappe 1:0-Heimsieg gegen Nordirland war typisch für ihren Stil: wenige Chancen, aber maximale Effizienz.
Calzonas bevorzugtes 4-3-3-System verwandelt sich ohne Ball in ein kompaktes 4-5-1: Duris und Haraslin arbeiten defensiv mit, Duda und Bero schließen die Halbräume. Nur selten lässt sich die Slowakei aus der Ordnung ziehen. Ihre Bilanz von nur zwei Gegentoren in fünf Spielen spricht für ein robustes Defensivkonzept.
Problematisch bleibt jedoch die Auswärtsform: Auswärts wechselten sich Sieg und Niederlage ab. Gerade gegen spielstarke Gegner fehlt oft die offensive Durchschlagskraft. Sechs erzielte Treffer deuten auf eine Mannschaft hin, die vor allem über Effizienz statt Wucht kommt.
Historisch liegt die DFB-Elf klar vorne. In den letzten fünf Duellen gab es drei deutsche Siege bei zwei Erfolgen für die Slowakei. Ein Hinweis darauf, dass diese Begegnung selten ohne Sieger endet. Aus deutscher Sicht besonders schmerzhaft war das 0:2 in Bratislava, das die Slowaken 2024 feierten.
Doch zuletzt zeigte Deutschland wieder Stabilität und Reife. Die bisherigen Heimspiele gegen die Slowakei verliefen meist deutlich zugunsten der Gastgeber, was den Druck auf Calzonas Team zusätzlich erhöht.
Beide Nationen kommen mit einer fast identischen Form in das Spiel: Sie haben vier Siege und eine Niederlage aus den letzten fünf Partien erzielt. Doch die Wege dorthin unterscheiden sich deutlich. Während Deutschland spielerisch dominiert, setzt die Slowakei auf Kompaktheit und gezielte Nadelstiche.
Nagelsmann wird vermutlich auf Ballbesitz und frühzeitige Kontrolle setzen, während die Slowaken versuchen werden, Räume zu verengen und über Umschaltmomente gefährlich zu werden. Das Spiel könnte sich zu einem Geduldsspiel entwickeln, bei dem das taktisch variablere deutsche Team im Vorteil ist.
Deutschland: Baumann – Kimmich, Tah, Schlotterbeck, Raum – Pavlovic, Goretzka – Adeyemi, Wirtz, Gnabry, Woltemade
Slowakei: Dubravka – Gyömber, Skriniar, Obert, Hancko – Bero, Duda, Rigo – Duris, Strelec, Haraslin
Die Partie wird live auf RTL übertragen.
Die DFB-Elf verfügt über mehr Tiefe, mehr Ballkontrolle und mehr individuelle Qualität. Die Slowakei wird diszipliniert verteidigen, aber an die Grenzen ihrer Möglichkeiten stoßen, wenn sie auf die spielerische und körperliche Präsenz der Deutschen trifft.
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