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Cha Bum-kun: Legendärer Wegbereiter

Cha Bum-kun gilt als der erfolgreichste asiatische Profi in der Geschichte der Bundesliga. Diese Auszeichnung erhielt er am 7. August von der Deutschen Fußball Liga, als er offiziell zu einer von neun „Bundesliga-Legenden“ ernannt wurde.

Frühe Jahre in Südkorea

Cha, 1953 geboren, machte bereits in jungen Jahren auf sich aufmerksam. Mit 17 Jahren wurde er in die U-20-Nationalmannschaft Südkoreas berufen. Ab 1972 spielte er für die Mannschaft der Korea University, wurde noch im selben Jahr erstmals in die Bestelf des koreanischen Fußballverbands gewählt und wiederholte diese Auszeichnung sieben Jahre in Folge. 1973 wurde er zum besten Spieler des Landes gewählt und gewann 1974 mit der Universität den nationalen Pokal.

Nationalspieler und Turnierheld

Kurz vor seinem 19. Geburtstag debütierte Cha in der südkoreanischen A-Nationalmannschaft. Beim Asien-Cup 1972 erzielte er sein erstes Länderspieltor und erreichte mit dem Team das Finale. Wenig später gewann er mit Südkorea das Pestabola-Merdeka-Turnier, in dessen Finale er gegen Malaysia traf. Beim Korea-Cup avancierte er zum prägenden Spieler, erzielte mehrere entscheidende Tore und wurde wiederholt Torschützenkönig.

Zwischen Militärdienst und Ausnahmerolle

1976 schloss sich Cha der Korea Trust Bank an und gewann in seiner ersten Saison die Meisterschaft sowie die Auszeichnung als bester Spieler. Aufgrund der Wehrpflicht spielte er anschließend für die Mannschaft der südkoreanischen Luftwaffe. Trotz der eingeschränkten internationalen Einsätze blieb er der zentrale Akteur der Nationalmannschaft und stellte bereits in dieser Phase Rekorde bei Einsätzen und Toren auf.

Der mutige Schritt nach Europa

Nach dem Gewinn der Goldmedaille bei den Asienspielen 1978 wagte Cha den Wechsel nach Europa. Sein erster Einsatz in der Bundesliga erfolgte am 30. Dezember 1978 bei Darmstadt 98. Nach dem Ende seines Militärdienstes kehrte er 1979 nach Deutschland zurück und unterschrieb bei Eintracht Frankfurt, dem Verein, der ihn zuvor gescoutet hatte.

Bundesliga-Karriere und Titel

Zwischen 1978 und 1989 absolvierte er 308 Bundesligaspiele und erzielte 98 Tore. Er gewann einmal den DFB-Pokal und zweimal den UEFA-Pokal: 1980 mit Eintracht Frankfurt und 1988 mit Bayer 04 Leverkusen. Diese Erfolge machten ihn zum ersten asiatischen Spieler mit großen europäischen Titeln.

Vermächtnis

Cha Bum-kuns Karriere ebnete den Weg für asiatische Profis im europäischen Fußball. Jahrzehnte bevor es selbstverständlich wurde, dass Spieler aus Asien in Topligen spielten, setzte er mit seinen Leistungen, Titeln und seiner Vorreiterrolle Maßstäbe, die bis heute nachwirken.

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