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Fußball

Ist Joao Palhinha vor dem Absprung? Ist Nestory Irankunda bereits in England? Beim FC Bayern brodelt es hinter den Kulissen, was Folgen für den Kader, das Budget und möglicherweise auch für die kommende Saison haben könnte.

Wie teuer ist ein Neuanfang?

Beim FC Bayern wird nicht nur trainiert und taktiert, sondern auch gerechnet. Denn was im vergangenen Sommer noch als Coup gefeiert wurde, ist ein Jahr später ein möglicher Verkaufskandidat: Joao Palhinha. Die Münchner zahlten 51 Millionen Euro für den portugiesischen Abräumer, doch inzwischen ist seine Bewertung auf rund 30 Millionen gefallen. Der Grund? Kaum Einsatzzeit, wenig Strahlkraft, kein bleibender Eindruck.

Doch in Mailand werden die Ohren gespitzt: Inter hat Palhinha auf dem Zettel. Ein weiteres Kapitel in der Transfergeschichte zwischen den beiden Schwergewichten des europäischen Fußballs? In den letzten zehn Jahren wechselten bereits drei Bayern-Profis zu den Nerazzurri, Palhinha könnte der vierte werden. Bei einer marktwertgerechten Ablöse von 25 bis 30 Millionen Euro sollen Gespräche möglich sein. Für die Bayern wäre dies ein Verlustgeschäft, aber womöglich ein nötiger Schritt, um den Kader neu zu formen.

Inter: Umbruch mit offenen Fragen

In Mailand tut sich einiges: Fünf Spieler gingen, vier kamen für insgesamt über 68 Millionen Euro. Mit Petar Sučić ist auch ein defensiver Mittelfeldspieler neu an Bord. Doch Gerüchte um Abgänge von Stars wie Hakan Calhanoglu und Aleksandar Stankovic halten sich hartnäckig. Ein erfahrener Spieler wie Palhinha könnte da zur Stabilität beitragen, sofern er die Chance bekommt, sich zu beweisen. Bei Bayern war das zuletzt nicht der Fall.

Palhinha selbst gibt sich offen: „Ich will für diesen Verein spielen. Aber ich muss mit dem Trainer sprechen.“ Ein Satz, der nach Hoffnung klingt und gleichzeitig nach Abschied.

Irakunda sagt leise Servus

Während Palhinha noch auf Gespräche wartet, hat sich ein anderer längst auf den Weg gemacht. Nestory Irakunda, das australische Offensivtalent, wird den FC Bayern verlassen. Der 19-Jährige ist bereits in London gelandet, wo er einen Vertrag beim FC Watford unterschreiben soll. Die Ablöse beträgt drei Millionen Euro. Zudem sicherten sich die Münchner 50 Prozent an einem möglichen Weiterverkauf.

„Es war eine wirklich harte Entscheidung“, sagte Irankunda am Flughafen Heathrow, erst mit einem Lächeln, dann mit ernster Miene. Die Entscheidung fiel nicht gegen den FC Bayern, sondern für eine Zukunft mit Spielzeit. Und für ein großes Ziel: die WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada. Australien ist qualifiziert und Irankunda will dabei sein.

Vom Talent zum Profi?

Irankunda war einst als eines der größten Talente der A-League nach München gekommen. Doch statt eines Debüts in der Bundesliga hieß es für ihn: Regionalliga, Leihe in die Schweiz, Hoffnung auf Spielminuten. Bei den Grasshoppers Zürich kam er immerhin auf 21 Einsätze, doch die Tür zum FC Bayern blieb verschlossen. Nach seiner Rückkehr gab es keine Gespräche mehr mit dem Verein. Ein Bruch, still und nüchtern.

Sein Marktwert stieg dennoch von 1,8 auf 4 Millionen Euro. Der Traum vom Durchbruch beim Rekordmeister erfüllte sich jedoch nicht. Nun gibt es eine zweite Chance im englischen Unterhaus mit Blick auf die Weltbühne.

Blick nach vorn: Was bedeutet das für den FCB?

Mit dem möglichen Verkauf von Palhinha und dem Abschied von Irankunda werden beim FC Bayern nicht nur Kaderplätze frei, sondern auch Budget. Die große Frage ist: Wer kommt? Und wohin steuert der Verein unter neuem sportlichen Kurs?

An der Säbener Straße schweigt man noch. Doch die Transfers deuten es an: Der FC Bayern sortiert sich neu. Still, aber entschlossen. Wer geht, wer bleibt und wer könnte bald kommen? Antworten könnten schon in den nächsten Wochen folgen. Vielleicht sogar pünktlich zum ersten großen Testspiel. Manchmal beginnt die Saison eben nicht auf dem Platz, sondern auf dem Transfermarkt.

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