Alexander Zverev gewinnt seinen zweiten Grand-Slam-Titel und greift nach Platz eins. Hier finden Sie sein aktuelles ATP-Ranking und sämtliche Jahresendplatzierungen.
Aktuelles ATP-Ranking: | 2. Platz |
Aktuelle ATP-Punkte: | 9.690 Punkte |
Aktuelle Nummer eins: | Jannik Sinner |
Punkte von Jannik Sinner: | 11.500 Punkte |
Rückstand auf Platz 1: | 1.810 Punkte |
Bestes Karriere-Ranking: | 2. Platz |
Wochen als Weltranglistenerster: | 0 |
Aktueller Stand im ATP Race 2026: | 1. Platz mit 8.650 Punkten |
*Der Unterschied zwischen der regulären Weltrangliste und dem ATP Race ist wichtig: Die Weltrangliste berücksichtigt die Ergebnisse der zurückliegenden 52 Wochen. Das ATP Race zählt dagegen ausschließlich die Punkte, die ein Spieler im aktuellen Kalenderjahr gesammelt hat.
Nach seinem US-Open-Sieg liegt Zverev im ATP Race bei 8.650 Punkten und damit 700 Zähler vor Jannik Sinner, der bei 7.950 Punkten steht. Im Rennen um die Jahresendnummer eins hat der Deutsche deshalb momentan sogar die bessere Ausgangsposition.
Alexander Zverev hat seinen zweiten Grand-Slam-Titel gewonnen und schreibt damit weiter deutsche Tennisgeschichte. Nach seinem Triumph bei Roland Garros setzte sich der Hamburger auch bei den US Open 2026 durch. Im Finale bezwang er Ben Shelton mit 6:3, 7:6, 5:7 und 6:2.
Durch den Titelgewinn verbessert Zverev seine Position im Kampf um die Spitze der ATP-Weltrangliste erheblich. Mit aktuell 9.690 Punkten belegt der 29-Jährige den zweiten Platz. Vor ihm steht nur noch Jannik Sinner mit 11.500 Punkten. Zverev fehlen damit momentan 1.810 Punkte zur Nummer eins. Aktuelle ATP-Live-Rangliste
Doch war Alexander Zverev in seiner Karriere bereits Weltranglistenerster? Die klare Antwort lautet: Nein. Zverev war noch nie die Nummer eins der ATP-Weltrangliste. Seine bisher beste Platzierung ist Rang 2, den er erstmals am 13. Juni 2022 erreichte.
Jahr | Zverevs Ranking | Zverevs Punkte | Nummer 1 | Punkte der Nummer 1 | Rückstand |
2013 | 809 | 21 | Nadal | 13.030 | 13.009 |
2014 | 136 | 389 | Djokovic | 11.360 | 10.971 |
2015 | 83 | 647 | Djokovic | 16.585 | 15.938 |
2016 | 24 | 1.655 | Murray | 12.410 | 10.755 |
2017 | 4 | 4.610 | Nadal | 10.645 | 6.035 |
2018 | 4 | 6.385 | Djokovic | 9.045 | 2.660 |
2019 | 7 | 3.345 | Nadal | 9.985 | 6.640 |
2020 | 7 | 5.525 | Djokovic | 12.030 | 6.505 |
2021 | 3 | 7.840 | Djokovic | 11.540 | 3.700 |
2022 | 12 | 2.700 | Alcaraz | 6.820 | 4.120 |
2023 | 7 | 3.985 | Djokovic | 11.245 | 7.260 |
2024 | 2 | 7.915 | Sinner | 11.830 | 3.915 |
2025 | 3 | 5.110 | Alcaraz | 12.050 | 6.940 |
2026* | 2 | 9.690 | Sinner | 11.500 | 1.810 |
*Die Werte für 2026 entsprechen dem aktuellen Stand nach den US Open und sind keine Jahresendplatzierungen.
Ja, Alexander Zverev besitzt 2026 eine realistische Chance auf Platz eins. In der klassischen Weltrangliste beträgt sein Rückstand auf Jannik Sinner zwar noch 1.810 Punkte, im ATP Race 2026 liegt der Deutsche nach seinem US-Open-Titel jedoch vorne.
Vor dem Finale in New York hatte Sinner 7.950 Saisonpunkte, während Zverev bei 7.950 Punkten stand. Durch die zusätzlichen 700 Punkte für den Finalsieg erhöhte der Deutsche sein Race-Konto auf 8.650 Punkte. Damit führt er aktuell mit 700 Punkten Vorsprung vor Sinner.
Diese Führung bedeutet: Wenn Zverev seinen Vorsprung im Race bis zum Saisonende verteidigt, beendet er das Jahr als Weltranglistenerster.
In den kommenden Wochen werden noch zahlreiche Punkte bei den asiatischen Turnieren, den europäischen Hallenturnieren, beim Masters in Paris und bei den ATP Finals in Turin vergeben. Allein bei den ATP Finals kann ein ungeschlagener Turniersieger 1.500 Punkte gewinnen.
Sinner verpasste die US Open aufgrund einer Verletzung am rechten Knie. Sein Team hatte zunächst eine Rückkehr für die Turniere in Asien ins Auge gefasst, ein endgültiges Comeback-Datum wurde allerdings nicht garantiert.
Zverev bestritt bereits 2013 seine ersten Turniere als Profi. Seine erste Profisaison beendete er im Alter von 16 Jahren auf Weltranglistenplatz 809 mit 21 ATP-Punkten.
Gleichzeitig gehörte er noch zu den besten Junioren der Welt. Er erreichte 2013 das Juniorenfinale von Roland Garros und stieg im Oktober desselben Jahres zur Nummer eins der Junioren-Weltrangliste auf.
Seinen größten Juniorenerfolg feierte er Anfang 2014 mit dem Titel bei den Australian Open. Anschließend konzentrierte er sich zunehmend auf die Profitour. Sein erstes vollständiges Jahr nach dem Juniorendurchbruch beendete er bereits auf ATP-Rang 136 mit 389 Punkten. Damit verbesserte er sich innerhalb einer Saison um 673 Positionen.
Bei den Herren hat bislang nur ein deutscher Tennisspieler die Spitze der ATP-Weltrangliste erreicht: Boris Becker.
Becker wurde am 28. Januar 1991 erstmals Weltranglistenerster, nachdem er die Australian Open gewonnen hatte. Insgesamt verbrachte er zwölf Wochen auf Platz eins. (Zunächst drei Wochen und später noch einmal neun Wochen.)
Sollte Zverev 2026 tatsächlich die Spitze erreichen, wäre er nach Boris Becker erst der zweite deutsche Herrenspieler in der Geschichte der ATP-Weltrangliste auf Platz eins. Gleichzeitig wäre er der erste Deutsche seit 35 Jahren, der die Nummer eins der Herren-Tenniswelt stellt.
Nach seinen beiden Grand-Slam-Titeln ist die nächste historische Bestmarke damit greifbar: Alexander Zverev kann seine außergewöhnliche Saison 2026 als Weltranglistenerster krönen.
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