Alexander Zverev gewinnt die US Open und damit seinen zweiten Grand-Slam-Titel 2026. Nach Boris Becker 1989 gelingt einem deutschen Herren damit erstmals wieder ein historisches Major-Doppel. Hier erhalten Sie alle Infos zu Rankings, Rekorde und mehr im Überblick.
Alexander Zverev hat Tennisgeschichte geschrieben. Der deutsche Topstar gewann an diesem Sonntag die US Open 2026 und sichert sich damit innerhalb einer Saison seinen zweiten Grand-Slam-Titel. Nach seinem Triumph bei den French Open steht Zverev nun auch in New York ganz oben.
Jahrelang musste der Deutsche auf seinen ersten Major-Titel warten. Nun gewinnt er innerhalb weniger Monate direkt zwei der vier wichtigsten Tennisturniere der Welt. Damit steigt Zverev in eine äußerst elitäre Liga auf.
Seit Boris Becker 1989 hatte kein deutscher Herrenspieler mehr zwei Grand-Slam-Turniere innerhalb eines Kalenderjahres gewonnen. Zverev ist damit erst der zweite Deutsche in der Geschichte des Herrentennis, dem dieses Kunststück gelingt.
Das Endspiel im Arthur Ashe Stadium war über weite Strecken hart umkämpft. Zverev musste sich seinen zweiten Grand-Slam-Titel erarbeiten und wurde in mehreren Phasen der Begegnung unter großen Druck gesetzt.
In den entscheidenden Momenten behielt der Deutsche jedoch die Oberhand. Zverev bewahrte einen ruhigen Kopf, spielte die wichtigen Punkte konsequent aus und verdiente sich den Sieg durch seine mentale Stärke. Nach zahlreichen bitteren Niederlagen auf der größten Bühne ist diese Fähigkeit inzwischen eine seiner wichtigsten Waffen.
Die außergewöhnliche Konstanz des Deutschen zeigt sich beim Blick auf seine Ergebnisse bei den vier Grand-Slam-Turnieren. Zverev erreichte 2026 als einziger Spieler bei jedem Major mindestens das Halbfinale.
Grand-Slam-Turnier 2026 | Ergebnis von Alexander Zverev |
Australian Open: | Halbfinale |
French Open: | Sieger |
Wimbledon: | Finale |
US Open: | Sieger |
Vor Zverev hatte bei den deutschen Herren lediglich Boris Becker zwei Grand-Slam-Titel in einer Saison gewonnen. Becker triumphierte 1989 in Wimbledon und bei den US Open.
Im Wimbledon-Finale bezwang Becker seinen schwedischen Rivalen Stefan Edberg mit 6:0, 7:6 und 6:4. Wenige Wochen später setzte er sich im US-Open-Endspiel gegen Ivan Lendl mit 7:6, 1:6, 6:3 und 7:6 durch. Es blieb das einzige Jahr seiner Karriere, in dem Becker zwei Major-Turniere gewann. 37 Jahre später wiederholt Alexander Zverev dieses historische Kunststück.
Nein, Zverev ist weiterhin die Nummer 2 der Weltrangliste. Für den Gewinn der US Open erhält Zverev 2.000 ATP-Punkte. Vor dem Turnier stand er bei 7.790 Punkten, musste aus dem Vorjahr aber lediglich 100 Punkte für das Erreichen der dritten Runde verteidigen.
Durch den Titelgewinn verbessert er sich rechnerisch um 1.900 Punkte und kommt damit auf 9.690 ATP-Punkte.
Spieler: | ATP-Punkte: | Spieler: |
Jannik Sinner: | 11.500 | Jannik Sinner |
Alexander Zverev: | 9.690 | Alexander Zverev |
Carlos Alcaraz: | 5.560 | Carlos Alcaraz |
Zverev bleibt damit voraussichtlich die Nummer 2 der ATP-Weltrangliste, verkürzt den Abstand auf Jannik Sinner aber auf rund 1.810 Punkte. Gleichzeitig baut er seinen Vorsprung auf Carlos Alcaraz deutlich aus.
Neben den 2.000 Weltranglistenpunkten erhält Zverev für den Turniersieg ein Preisgeld von 5,5 Millionen US-Dollar. Damit kassiert er den größten einzelnen Preisgeldscheck seiner bisherigen Karriere.
Nach seinem historischen Jahr gehört Zverev auch bei den ATP Finals zu den absoluten Top-Favoriten. Das Saisonfinale liegt ihm besonders: Bereits 2018 und 2021 gewann der Deutsche das prestigeträchtige Turnier.
Sein starker Aufschlag, seine Rückhand und seine Erfahrung unter Hallenbedingungen machen ihn erneut zu einem der gefährlichsten Teilnehmer. Nach zwei Major-Titeln dürfte Zverev zudem mit einem neuen Selbstverständnis antreten.
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