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Arsenal – Tottenham: North-London-Derby im Emirates

Am Sonntag empfängt Arsenal Tottenham zum brisanten North-London-Derby. Während die Gunners ihre Tabellenführung festigen wollen, benötigen die Spurs dringend Punkte, um im oberen Drittel zu bleiben.

Spielvorschau: Arsenal – Tottenham

Das Derby kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich beide Teams in völlig unterschiedlichen Phasen befinden. Arsenal dominierte die Wochen vor der Länderspielpause mit Toren, Stabilität und einer lang anhaltenden Serie ohne Gegentor. Doch ausgerechnet der Aufsteiger Sunderland stoppte die Londoner: Nach 812 Minuten ohne Gegentor kassierten die Gunners erst den Anschlusstreffer und dann den späten Ausgleich. Aus zwei sehenswerten Treffern von Saka und Trossard sprang somit nur ein Punkt heraus.

Trotzdem führt Arsenal die Tabelle souverän an und hat die Aussicht, erstmals seit Jahren ein ernsthaftes Meisterschaftsrennen anzuführen. Die kommenden Wochen mit Partien gegen Bayern und Chelsea machen das Derby umso bedeutender. Immerhin spielen die Gunners im Emirates Stadium eine nahezu fehlerfreie Saison: Nur ein Gegentor im eigenen Stadion in der gesamten Premier-League-Saison.

Tottenham reist jedoch mit der vielleicht stärksten Auswärtsbilanz der Liga an. 13 Punkte aus fünf Gastspielen sind beeindruckend und zeugen von einem Team, das seine besten Leistungen fernab des eigenen Stadions zeigt. Allerdings verpassten die Spurs zuletzt gegen Manchester United den Sprung in die Top 3: Ein spätes Gegentor sorgte für ein 2:2 statt eines Sieges, der ihnen drei wichtige Punkte eingebracht hätte.

Arsenal – Tottenham: Team-News

Die Nachrichtenlage steht im krassen Gegensatz zur sportlichen Stärke des Vereins. Mit Gabriel Magalhães fällt eine der wichtigsten Säulen möglicherweise bis Jahresende aus. Calafiori laboriert weiterhin an einer Hüftverletzung und droht auszufallen, sodass Mosquera und Hincapié gemeinsam in die Startelf rutschen könnten. Auch Odegaard und Havertz stehen weiterhin nicht zur Verfügung. Hinzu kommen Fragezeichen bei Martinelli, Gyökeres und Madueke. Gabriel Jesus bleibt trotz seiner Rückkehr ins Training zunächst außen vor. Arteta muss sein Team also umbauen. Vor allem die Abwehrkette und das Mittelfeld stehen dabei im Fokus.

Die Spurs können ihr Lazarett fast schließen. Gleich acht Spieler haben rechtzeitig grünes Licht erhalten: Unter anderem Pape Sarr, Lucas Bergvall und Randal Kolo Muani, der mit Schutzmaske auflaufen wird. Auch Kudus, Gray, Takai, Davies und Dragusin sind zurück im Training, letzterer nach einer monatelangen Pause aufgrund eines Kreuzbandrisses. Nicht dabei sein werden nur Solanke, Bissouma, Kulusevski und Maddison. Auffällig ist, dass es das erste Derby seit 2014 ist, in dem weder Kane noch Son spielen. Ein historischer Einschnitt.

Arsenal – Tottenham: Voraussichtliche Aufstellungen

Arsenal: Raya – Timber, Saliba, Mosquera, Hincapie – Eze, Zubimendi, Rice – Saka, Merino, Trossard

Tottenham: Vicario – Porro, Romero, Van de Ven, Spence – Palhinha, Sarr – Kudus, Simons, Odobert – Richarlison

Wo läuft Arsenal – Tottenham?

Das North London Derby wird live auf Sky übertragen und kann zudem via Wow-Stream verfolgt werden.

Arsenal – Tottenham: Prognose

Arsenal und Tottenham verbindet eine Reihe taktischer Aspekte, der auffälligste betrifft Standards. Kein Team trifft häufiger nach ruhenden Bällen als Arsenal, während Tottenham ligaweit die wenigsten Gegentore aus solchen Situationen kassiert. Beide Mannschaften werden also versuchen, genau diese Stärke als Schlüssel zum Erfolg zu nutzen.

Die Fragezeichen beim Personal der Gunners erschweren eine klare Einschätzung. Doch selbst mit einer improvisierten Defensive bleibt Arsenal im eigenen Stadion eine Macht. Die Spielweise der Spurs, die auswärts zwar mutiger, aber nicht zwingender auftreten, könnte genau die Art von Partie erzeugen, in der ein einzelner Moment über Sieg oder Niederlage entscheidet.

Sollte es tatsächlich auf ein enges, zähes Duell hinauslaufen, spricht die größere Breite im Kader des Tabellenführers für Arsenal. Trotz der personellen Sorgen ist es wahrscheinlich, dass Artetas Mannschaft genügend Kontrolle und Ballbesitzmomente erzeugt, um Tottenham in deren typischer Aufbauproblematik festzusetzen.

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