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Olympia/Tennis
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Zverev mit 500. Sieg

Alexander Zverev feiert einen historischen Sieg, doch im Achtelfinale von Toronto wartet mit Francisco Cerundolo ein Spieler, gegen den der Deutsche bisher jedes Mal verlor. Kann Zverev das Blatt endlich wenden?

Der Weg zu großen Momenten ist selten schnurgerade, wie sich einmal mehr in Alexander Zverevs Drittrunden-Match gegen den Italiener Matteo Arnaldi beim ATP-Masters-1000-Turnier in Toronto zeigte. Es war ein Krimi, der nach 2:46 Stunden mit Zverevs 500. Sieg auf der Tour endete. Ein Meilenstein, den nur vier aktive Spieler häufiger erreicht haben: Djokovic, Cilic, Monfils und Wawrinka. Doch zur Feier bleibt kaum Zeit, denn mit Francisco Cerundolo wartet nun ein echter Zverev-Schreck.

Deja-vu in drei Akten

Schon das Match gegen Arnaldi folgte einem Drehbuch, das Zverev-Fans bekannt vorkommen dürfte. Wie schon beim letzten Duell in Acapulco ging der erste Satz im Tiebreak an den Italiener, der zweite mit 6:3 an Zverev. Auch diesmal ließ der Deutsche zunächst Chancen liegen, führte im ersten Satz mit Break und hätte sogar auf 5:2 erhöhen können. Doch Arnaldi blieb cool, rettete sich in den Tiebreak und gewann diesen, obwohl er einen Mini-Break-Rückstand hatte.

Im zweiten Durchgang zeigte sich Zverev stabiler, holte sich ein frühes Break und brachte es souverän durch. Lediglich mit der Shot Clock haderte er, die seiner Meinung nach zu früh in Gang gesetzt wurde. Ein kurzer Aufreger, der aber keine größeren Folgen hatte.

Der dritte Satz begann nervenaufreibend: Zverev vergab zunächst eine Breakchance und agierte bei einem Smash zu vorsichtig, doch dann unterlief Arnaldi ein Doppelfehler im denkbar ungünstigsten Moment. Zverev nutzte die Schwäche, zog auf 5:2 davon und servierte mit kleinen Wacklern zum Sieg aus.

Cerundolo: Dreimal gespielt, dreimal verloren

So groß der Jubel über den Jubiläumssieg auch sein mag, im Achtelfinale wartet mit Francisco Cerundolo ein Gegner, der Zverev in der Vergangenheit vor große Probleme stellte. Bislang trafen die beiden drei Mal aufeinander, und jedes Mal ging der Argentinier als Sieger vom Platz, zuletzt in Buenos Aires und Madrid. Doch beide Matches fanden auf Sand statt. In Toronto, auf einem schnellen Hartplatz, könnte sich das Blatt wenden.

Die Frage ist: Kann Zverev den psychologischen Rucksack ablegen? Cerundolo ist nicht nur ein variabler Grundlinienspieler, sondern auch ein unangenehmer Rhythmusbrecher. Wenn Zverev allerdings so auftritt wie in den Sätzen zwei und drei gegen Arnaldi, ist alles möglich.

Youngster Michelsen mit Durchbruch

Während sich Zverev also auf einen alten Bekannten vorbereitet, schreibt ein junger US-Amerikaner seine eigene Geschichte: Alex Michelsen, gerade einmal 20 Jahre alt, bezwang den italienischen Hoffnungsträger Lorenzo Musetti nach einem intensiven Drei-Satz-Kampf mit 3:6, 7:6 (4), 6:4. Und das, obwohl er den ersten Satz durch einen Doppelfehler abgegeben hatte.

Doch Michelsen kämpfte sich ins Match zurück, blieb aggressiv und holte sich im Tiebreak den Satzausgleich. Der dritte Satz war ein Nervenkrimi mit zahlreichen vergebenen Matchbällen, doch schließlich verwandelte Michelsen seine siebte Chance und steht nun erstmals in einem Masters-Achtelfinale. Sein nächster Gegner wird zwischen Leander Tien und Reilly Opelka ermittelt.

Khachanovs Kraftakt gegen Nava

Auch Karen Khachanov musste kämpfen: Der an Nummer 11 gesetzte Russe verlor den ersten Satz gegen Emilio Nava im Tiebreak. Doch dann stellte er seine Taktik um, erhöhte die Schlagzahl und dominierte die letzten beiden Sätze mit 6:4 und 6:1. Der Olympiasilbermedaillengewinner trifft nun entweder auf Casper Ruud oder Nuno Borges.

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