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Zuschauerschnitt in Deutschland: Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga im Vergleich zu den anderen Top-Ligen Europas

Deutschland ist Europas Zuschauermagnet im Fußball. Wir zeigen die Besucherzahlen, die Stadiongröße und die prozentuale Auslastung aller Klubs aus den drei höchsten deutschen Ligen sowie den Vergleich mit England, Spanien, Italien und Frankreich.

Zuschauerschnitt in Deutschland: Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga im Vergleich

Deutschland ist weiterhin eines der größten Fußballländer Europas und nirgendwo wird das deutlicher als auf den Tribünen. Woche für Woche strömen Zehntausende Menschen in die deutschen Stadien. Dabei sorgen nicht nur Vereine wie Borussia Dortmund, der FC Bayern München oder Borussia Mönchengladbach für beeindruckende Kulissen.

Auch die 2. Bundesliga und die 3. Liga erreichen Zuschauerzahlen, von denen zahlreiche Erstligisten in anderen europäischen Ländern nur träumen können. In der Saison 2025/26 lag der Zuschauerschnitt der Bundesliga sogar vor der englischen Premier League. Bemerkenswert ist außerdem, dass die deutsche 2. Bundesliga mehr Zuschauer pro Begegnung anzog als die französische Ligue 1.

Liga

Spiele

Zuschauer insgesamt

Schnitt pro Spiel


Bundesliga:

306

12.946.328

42.308

2. Bundesliga:

306

8.759.076

28.624

3. Liga:

380

3.978.404

10.469

Bundesliga-Zuschauerschnitt 2025/26: Dortmund bleibt die Nummer eins

Die Bundesliga kam in der Saison 2025/26 auf durchschnittlich 42.308 Zuschauer pro Begegnung. Insgesamt wurden bei den 306 Spielen knapp 13 Millionen Stadionbesucher gezählt. Damit war die Bundesliga im Vergleich der fünf größten europäischen Ligen die Nummer eins.

Angeführt wurde die Zuschauertabelle von Borussia Dortmund. Der Signal Iduna Park war bei den Bundesliga-Heimspielen mit durchschnittlich 81.365 Fans vollständig ausgelastet. Dahinter folgte der FC Bayern München mit exakt 75.000 Zuschauern pro Heimspiel.

Platz

Verein

Zuschauerschnitt

Stadionkapazität

Auslastung

1.

Borussia Dortmund

81.365

81.365

100,0 %

2.

FC Bayern München

75.000

75.000

100,0 %

3.

VfB Stuttgart

59.265

60.449

98,0 %

4.

Eintracht Frankfurt

59.071

59.500

99,3 %

5.

Hamburger SV

56.947

57.000

99,9 %

6.

Borussia Mönchengladbach

51.100

54.042

94,6 %

7.

1. FC Köln

49.918

50.000

99,8 %

8.

RB Leipzig

44.164

47.069

93,8 %

9.

Werder Bremen

41.265

41.800

98,7 %

10.

SC Freiburg

34.118

34.700

98,3 %

11.

1. FSV Mainz 05

31.797

33.305

95,5 %

12.

Bayer Leverkusen

30.016

30.210

99,4 %

13.

FC Augsburg

29.787

30.660

97,2 %

14.

FC St. Pauli

29.505

29.546

99,9 %

15.

TSG Hoffenheim

26.697

30.150

88,5 %

16.

VfL Wolfsburg

24.716

28.917

85,5 %

17.

Union Berlin

21.996

22.012

99,9 %

18.

1. FC Heidenheim

14.824

15.000

98,8 %


Bundesliga gesamt:

42.308

rund 97,5 %

Zuschauerschnitt der 2. Bundesliga 2025/26

Die 2. Bundesliga bestätigte 2025/26 erneut ihre Stellung als vermutlich zuschauerstärkste zweite Spielklasse Europas. Durchschnittlich besuchten 28.624 Fans eine Partie. Insgesamt kamen bei 306 Begegnungen mehr als 8,75 Millionen Zuschauer in die Stadien.

Der FC Schalke 04 führte die Rangliste mit durchschnittlich 61.829 Besuchern deutlich an. Damit hatte Schalke einen höheren Zuschauerschnitt als 16 der 18 damaligen Bundesligisten. Nur Dortmund und Bayern lagen vor den Königsblauen.

Platz

Verein

Zuschauerschnitt

Stadionkapazität

Auslastung


1.

FC Schalke 04

61.829

62.278

99,3 %

2.

Hertha BSC

48.291

74.667

64,7 %

3.

1. FC Kaiserslautern

46.716

49.350

94,7 %

4.

Hannover 96

42.794

49.000

87,3 %

5.

Fortuna Düsseldorf

42.502

54.600

77,8 %

6.

1. FC Nürnberg

35.180

50.000

70,4 %

7.

Dynamo Dresden

31.037

32.123

96,6 %

8.

Karlsruher SC

30.312

33.180

91,4 %

9.

Arminia Bielefeld

26.238

26.750

98,1 %

10.

VfL Bochum

25.595

26.000

98,4 %

11.

1. FC Magdeburg

25.110

30.098

83,4 %

12.

Eintracht Braunschweig

21.024

23.325

90,1 %

13.

SV Darmstadt 98

17.640

17.810

99,0 %

14.

SC Paderborn

14.522

15.000

96,8 %

15.

Holstein Kiel

14.185

15.034

94,4 %

16.

SpVgg Greuther Fürth

12.680

16.626

76,3 %

17.

Preußen Münster

10.441

12.794

81,6 %

18.

SV Elversberg

9.113

9.307

97,9 %


2. Bundesliga gesamt

28.624

88,8 %

Neben Schalke sorgten besonders Hertha BSC, der 1. FC Kaiserslautern, Hannover 96 und Fortuna Düsseldorf für erstklassige Kulissen. Gleich acht Zweitligisten kamen auf mehr als 30.000 Zuschauer pro Heimspiel.

Die prozentuale Auslastung zeigt gleichzeitig, dass ein niedrigerer Schnitt nicht unbedingt mit geringem Interesse gleichzusetzen ist. Die Stadien von Darmstadt, Bochum, Bielefeld, Elversberg und Paderborn waren nahezu vollständig gefüllt.

Zuschauerschnitt der 3. Liga 2025/26

Auch die 3. Liga besitzt eine außergewöhnlich große Anziehungskraft. Durchschnittlich kamen in der Saison 2025/26 10.469 Menschen zu jeder Begegnung. Insgesamt verfolgten fast vier Millionen Zuschauer die 380 Saisonspiele in den Stadien.

Mit durchschnittlich 24.993 Zuschauern lag Hansa Rostock an der Spitze. Dahinter folgten Alemannia Aachen und der MSV Duisburg, die ebenfalls auf mehr als 20.000 Besucher pro Heimspiel kamen.

Platz

Verein

Zuschauerschnitt

Stadionkapazität

Auslastung


1.

Hansa Rostock

24.993

29.000

86,2 %

2.

Alemannia Aachen

23.096

32.960

70,1 %

3.

MSV Duisburg

22.956

31.502

72,9 %

4.

Rot-Weiss Essen

17.319

19.962

86,8 %

5.

TSV 1860 München

15.000

15.000

100,0 %

6.

VfL Osnabrück

14.844

16.098

92,2 %

7.

1. FC Saarbrücken

12.862

16.003

80,4 %

8.

Energie Cottbus

12.858

20.602

62,4 %

9.

Waldhof Mannheim

12.075

25.721

46,9 %

10.

SSV Ulm 1846

10.014

17.400

57,6 %

11.

Jahn Regensburg

8.882

15.210

58,4 %

12.

Erzgebirge Aue

8.437

15.500

54,4 %

13.

FC Ingolstadt

5.063

15.200

33,3 %

14.

Wehen Wiesbaden

4.439

12.518

35,5 %

15.

Viktoria Köln

4.356

8.343

52,2 %

16.

1. FC Schweinfurt 05

4.180

16.500

25,3 %

17.

SC Verl

3.003

5.153

58,3 %

18.

TSV Havelse

1.787

5.001

35,7 %

19.

TSG Hoffenheim II

1.616

6.350

25,4 %

20.

VfB Stuttgart II

1.610

7.768

20,7 %


3. Liga gesamt

10.469

Die 3. Liga vereint große Traditionsvereine mit kleineren Klubs und zweiten Mannschaften. Dadurch entstehen erhebliche Unterschiede. Während Rostock, Aachen und Duisburg regelmäßig mehr als 20.000 Fans begrüßten, lagen die zweiten Mannschaften von Hoffenheim und Stuttgart bei weniger als 2.000 Zuschauern.

Besonders auffällig war der TSV 1860 München: Die zugrunde gelegte Kapazität von 15.000 Plätzen wurde im Durchschnitt vollständig ausgeschöpft. Der DFB bezeichnete den Besucherwert der Saison zwischenzeitlich als den zweitbesten in der Geschichte der 2008 gegründeten Spielklasse.

Welche europäische Liga hat den höchsten Zuschauerschnitt?

Im direkten Vergleich der 5 größten europäischen Fußballligen lag die Bundesliga 2025/26 auf dem ersten Platz. Mit durchschnittlich 42.308 Zuschauern landete sie knapp vor der Premier League.

Platz

Liga

Land

Zuschauerschnitt 2025/26


1.

Bundesliga

Deutschland

42.308

2.

Premier League

England

41.635

3.

La Liga

Spanien

30.952

4.

Serie A

Italien

29.891

5.

2.Bundesliga

Deutschland

28.624

6.

Ligue 1

Frankreich

27.576

7.

Championship

England

26.684

Deutschland lag damit um 673 Zuschauer pro Spiel vor der Premier League. Zwischen der Bundesliga und der französischen Ligue 1 bestand sogar ein Unterschied von 14.732 Besuchern pro Begegnung.

Die Ligue 1 belegte innerhalb der fünf großen europäischen Ligen den letzten Platz. Das bedeutet zugleich, dass die deutsche 2. Bundesliga mit 28.624 Zuschauern tatsächlich einen höheren Besucherschnitt erreichte als die höchste französische Spielklasse.

Der Vorsprung der 2. Bundesliga gegenüber der Ligue 1 betrug 1.048 Zuschauer pro Partie. Besonders bemerkenswert: Der Zweitligist Schalke 04 erreichte mit 61.829 Besuchern allein einen höheren Schnitt als fast alle europäischen Spitzenvereine.

Warum sind die Zuschauerzahlen in Deutschland so hoch?

Für die enorme Nachfrage gibt es mehrere Gründe. Deutschland verfügt über zahlreiche Traditionsvereine mit großen, generationenübergreifenden Fangemeinschaften. Gleichzeitig besitzen viele Klubs moderne oder umfangreich renovierte Stadien.

Hinzu kommen vergleichsweise erschwingliche Eintrittspreise, große Stehplatzbereiche, eine lebendige Fankultur und kurze Entfernungen zwischen zahlreichen Fußballstandorten. Gerade im Ruhrgebiet, in Nordrhein-Westfalen und im Südwesten liegen viele Vereine dicht beieinander.

Die Zahlen zeigen, dass das Zuschauerinteresse kaum von der Spielklasse abhängt. Schalke, Kaiserslautern, Hertha, Dresden, Rostock, Aachen und Duisburg mobilisieren selbst unterhalb der Bundesliga Zehntausende Menschen. Genau diese Breite macht den deutschen Profifußball im europäischen Vergleich einzigartig.

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