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WTA Finals 2025: Kampf der Besten

Acht Weltstars, ein Ziel: Wer krönt sich am Ende dieser epischen Saison zur Königin des Damentennis? Die WTA Finals 2025 versprechen Drama, Emotionen und Tennis auf absolutem Topniveau.

Wenn am 1. November in der King Saud University Arena in Riad die WTA Finals beginnen, treffen die acht besten Spielerinnen der Saison aufeinander. Dieser Showdown beschließt die glanzvollste Saison der Hologic WTA Tour. Gespielt wird auf Indoor-Hardcourt mit dem Wilson US Open Regular Duty Ball. Der Modus bleibt klassisch: Zwei Gruppen à vier Spielerinnen treten im Round-Robin-Format gegeneinander an, jede spielt gegen jede. Es gibt drei Punkte pro Sieg und die beiden besten Spielerinnen jeder Gruppe erreichen das Halbfinale am 7. November.

Das Preisgeld ist so üppig wie nie zuvor: Insgesamt werden 15,5 Millionen Dollar ausgeschüttet, davon entfallen 12,4 Millionen auf die Einzelkonkurrenz. Eine ungeschlagene Siegerin nimmt beeindruckende 5,235 Millionen Dollar mit nach Hause. Ein neuer Rekord im Damentennis.

Die Gruppen – Weltklasse, aufgeteilt in zwei Powerpools

In der Stefanie-Graf-Gruppe spielen:

Aryna Sabalenka (1), Coco Gauff (3), Jessica Pegula (5) und Jasmine Paolini (8).

In der Serena-Williams-Gruppe spielen:

Iga Swiatek (2), Amanda Anisimova (4), Elena Rybakina (6) und Madison Keys (7).

Mit Mirra Andreeva und Ekaterina Alexandrova stehen zudem zwei junge, hungrige Alternativen bereit. Andreeva wird zudem im Doppel antreten.

Sabalenka jagt die Krone und die Geschichte

Seit Oktober 2024 thront sie unangefochten an der Spitze der Weltrangliste und sie will dort bleiben. Nach einem furiosen Jahr mit vier Titeln, darunter Siege in Miami, Madrid und bei den US Open, reist die Weißrussin mit einer Bilanz von 35:6 nach Saudi-Arabien. Ihr Ziel ist klar: Endlich die Billie-Jean-King-Trophäe, die ihr in vier Anläufen verwehrt blieb.

Sabalenkas Saison war ein emotionaler Ritt. Nach der Finalniederlage bei den French Open gegen Gauff und dem Halbfinal-Aus in Wimbledon zeigte sie in New York ihre ganze Stärke: kaltschnäuzig, dominant und kompromisslos. Riad könnte der perfekte Abschluss für ihr Jahr sein und vielleicht der Beginn einer neuen Ära.

Swiatek, Gauff und Anisimova: Drei Wege zur Größe

Iga Swiatek, die Championesse von 2023, hat ein bewegtes Jahr hinter sich. Die Polin verpasste es, als erste Spielerin seit Steffi Graf 1988 vier French-Open-Titel in Serie zu holen. Dafür triumphierte sie erstmals in Wimbledon und wie: 6:0, 6:0 im Finale gegen Anisimova. Danach folgte ein Siegeszug durch Cincinnati und Seoul mit 14 Siegen in 15 Matches. Nun will sie in Riad zeigen, dass sie nicht nur auf Sand regiert.

Coco Gauff kommt als Titelverteidigerin und als die Frau, die 2024 in Peking und 2025 in Wuhan die WTA-1000-Trophäen sammelte. Die 21-Jährige könnte die erste Spielerin seit Serena Williams (2012–2014) sein, die zwei Finals hintereinander gewinnt. Ihre Saison war ein Mix aus Höhenflügen und Selbstzweifeln: Nach dem Triumph bei den French Open kämpfte sie mit ihrem Aufschlag und dem Druck der Erwartungen. Doch wie immer bei Gauff: Wenn es darauf ankommt, liefert sie.

Amanda Anisimova, die einzige Debütantin, hat 2025 ein echtes Comeback-Märchen geschrieben. Sie gewann zwei WTA-1000-Titel in Doha und Peking und erreichte das Finale bei den Wimbledon Championships und den US Open. Die 24-jährige Amerikanerin ist wieder da, stärker und konstanter als je zuvor. Ihr Spiel ist mutig, schnell und furchtlos. Ihre Form ist brandheiß.

Die Herausforderinnen: Erfahrung trifft auf Neugier

Jessica Pegula ist mit 31 Jahren die älteste Spielerin im Feld und steht für Konstanz. Drei Titel, unzählige Halbfinals. Nur der große Wurf fehlt noch. Nach einer verletzungsbedingten Pause im Jahr 2024 ist sie in Topform zurück und will ihre Erfahrung ausspielen.

Die kühle Powerfrau Elena Rybakina aus Kasachstan hat mit Rückenproblemen zu kämpfen, will aber endlich den Sprung aus der Gruppenphase schaffen. Ihre zehn Titel in ihrer Karriere und ihr offensives Spiel machen sie zu einer gefährlichen Außenseiterin.

Madison Keys, die 2025 mit einem Triumph bei den Australian Open in die Saison gestartet war, kehrt nach einer längeren Pause zurück. Zehn Jahre nach ihrem ersten Auftritt bei den Finals ist sie zurück und hofft, die Saison so spektakulär zu beenden, wie sie begann.

Jasmine Paolini komplettiert das Feld. Die Italienerin gewann 2025 sensationell das Turnier in Rom und gemeinsam mit ihrer Partnerin Sara Errani sogar die French Open im Doppel. Sie ist die einzige Spielerin, die in Riad sowohl im Einzel als auch im Doppel antreten wird. Ein Beweis für ihre Vielseitigkeit und Ausdauer.

Ein Finale, das mehr verspricht als nur Tennis

Riad ist bereit für ein Turnier voller Geschichten: von Sabalenkas Jagd nach dem letzten fehlenden Pokal, über Gauffs Titelverteidigung bis hin zu Anisimovas märchenhafter Rückkehr. Am Ende wird nicht nur die beste Spielerin gewinnen, sondern diejenige, die in dieser Arena die meisten Nerven, den meisten Mut und die meiste Leidenschaft beweist.

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