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Tennis Wimbledon
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Wimbledon: Ein Guide zu den berühmten Tennisplätzen Londons

Insgesamt achtzehn Plätze gehören zum legendären Wimbledon-Turnier, vom kürzlich renovierten Centre Court bis zum berüchtigten „Friedhof der Champions“. Hier erhalten Sie alle Informationen.

Wimbledon, das älteste und prestigeträchtigste Tennisturnier der Welt, dessen erste Ausgabe auf das Jahr 1877 zurückgeht, strahlt einen zeitlosen Charme aus. Dieser beruht nicht nur auf den großartigen Spielern und epischen Duellen, sondern auch auf den geschichtsträchtigen Plätzen selbst.

Es gibt insgesamt 18 offizielle Wettkampfplätze, von denen vier als Hauptplätze gelten. Hinzu kommen ein wegweisendes verschiebbares Dach und ein Hügel, der zum Symbol des Turniers geworden ist. Hier ist ein vollständiger Überblick über die Anlagen des All England Lawn Tennis and Croquet Club.

Wie viele Plätze hat Wimbledon?

Die offiziellen Wettkampfplätze in Wimbledon belaufen sich auf 18, die sich alle auf dem Gelände des All England Club befinden. Zusätzlich gibt es 20 weitere Rasenplätze im Aorangi Park, die ausschließlich für das Training vorgesehen sind, sowie acht amerikanische Sandplätze, die den Spielern zur Verfügung stehen.

Auf den Plätzen mit den höheren Nummern finden die Qualifikationsrunden und die ersten Matches der niedriger platzierten Spieler statt. Mit fortschreitendem Turnierverlauf verlagert sich das Geschehen zunehmend auf die größeren Courts. Nach der ersten Woche wird praktisch nur noch auf den beiden Hauptanlagen gespielt.

Die vier Hauptplätze von Wimbledon: Centre Court, No. 1, No. 2 und No. 3

Die vier Hauptplätze von Wimbledon sind der Centre Court, der Court No. 1, der Court No. 2 und der Court No. 3. Jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte und seinen eigenen Charakter.

  • Centre Court: Kapazität, verschiebbares Dach und Geschichte

Mit seinen 14.979 Sitzplätzen (bei seiner Errichtung 1922 waren es 13.810) ist der Centre Court der ikonischste Tennisplatz der Welt. Hier werden alle Titel vergeben: Herren- und Dameneinzel, Junioren und Doppel. Jeder Tennisspieler träumt davon, eines Tages hier anzutreten.

Die bedeutendste bauliche Veränderung in der Geschichte der Anlage erfolgte 2009 mit der Inbetriebnahme des verschiebbaren Dachs, das bei Regen den gesamten Platz abdecken kann. Zuvor gab es nur einen teilweisen Schutz für die Zuschauer. Das Dach wurde am 29. Juni 2009 während des Achtelfinalspiels der Damen zwischen Dinara Safina und Amélie Mauresmo eingeweiht. Das Match wurde im zweiten Satz wegen Regens unterbrochen und konnte weniger als 45 Minuten später unter dem geschlossenen Dach fortgesetzt werden.

  • Court No. 1: Kreisrunde Form und 12.345 Plätze

Der Court No. 1 in Wimbledon zeichnet sich durch seine charakteristische runde Form und eine Kapazität von 12.345 Zuschauern aus. In seiner heutigen Form wurde er 1997 erbaut, nachdem die vorherige, direkt neben dem Centre Court gelegene Version abgerissen und weiter entfernt in größeren Dimensionen neu errichtet wurde.

Wer vor diesem Datum dabei war, erinnert sich noch an das laute Jubeln vom Hauptplatz, das auf dem benachbarten Court deutlich zu hören war. Seit 2019 verfügt auch der Court No. 1 über ein mobiles Dach und ist damit eine der wenigen Anlagen weltweit, die dieses Merkmal mit dem Centre Court teilt. Er ist oft Austragungsort für die Davis-Cup-Heimspiele Großbritanniens, da der Centre Court laut Statut ausschließlich für das Wimbledon-Turnier reserviert ist.

  • Court No. 2: Der „Friedhof der Champions“

Der Court No. 2 von Wimbledon trägt einen Spitznamen, der mehr sagt als jede Beschreibung: „The Graveyard of Champions“ (der Friedhof der Champions). Jahrelang war er Schauplatz der sensationellsten Niederlagen des Turniers, bei denen gesetzte Topspieler in den ersten Runden gegen auf dem Papier unterlegene Gegner ausschieden.

Heute spielen die Topstars fast immer auf dem Centre Court oder dem Court No. 1. Wenn es jedoch vorkommt, dass einer von ihnen auf dem Court No. 2 antreten muss, ist die Anspannung spürbar.

  • Court No. 3: Der vierte große Platz

Der zwischen 2009 und 2011 erbaute Court No. 3 vervollständigt mit einer Kapazität von rund 2.000 Zuschauern die Gruppe der „Big Four“. Er ist die letzte Anlage, die im Rahmen des Turniers noch als „bedeutend“ angesehen werden kann. Ab Platz 4 werden die Dimensionen deutlich kleiner.

Murray Hill (oder Henman Hill): Der Hügel von Wimbledon

Die Aorangi Terrace, besser bekannt als Murray Hill oder Henman Hill, ist einer der meistfotografierten Orte des gesamten Turniers. Es handelt sich um einen grasbewachsenen Hügel in der Nähe des Court No. 1, auf dem Tausende von Zuschauern ohne Ticket für die Hauptplätze auf dem Rasen sitzen und die Spiele auf einer riesigen Leinwand verfolgen.

Der Name „Aorangi Terrace“ leitet sich vom Aorangi Park ab, der bis 1981 dem London New Zealand Rugby Club gehörte. In den 1990er-Jahren, als Tim Henman regelmäßig das Halbfinale erreichte, wurde der Hügel zum „Henman Hill“ ein Treffpunkt für britische Fans, die auf einen Titel hofften, der jedoch nie kam. Mit dem Sieg von Andy Murray im Jahr 2013, dem ersten Briten seit Fred Perry 1936, der Wimbledon gewann, wurde der Spitzname aktualisiert: „Murray Mound“ oder eben Murray Hill.

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