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Tennis
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Werners bitteres Aus in Hamburg

Caroline Werner kämpft, scheitert und ist doch nicht allein. Während die letzte deutsche Hoffnung beim WTA-Turnier in Hamburg früh endet, sorgt Karolina Muchova für einen Trainer-Knall. Und Ons Jabeur? Sie sagt dem Tennis vorerst Lebewohl.

Man hätte es ihr gegönnt. Caroline Werner, 29 Jahre alt aus Karlsruhe, stand im Achtelfinale des WTA-250-Turniers in Hamburg. Nicht viele hatten sie auf dem Zettel, als sie sich durch die erste Runde kämpfte. Doch dann wartete Jekaterina Alexandrowa, die Nummer eins der Setzliste, auf sie. Sie spielte mit der Ruhe einer Favoritin und der Präzision einer Maschinerie. Nach nur 66 Minuten war Schluss. 2:6, 2:6. Ein Ergebnis, das deutlicher kaum sein könnte.

Werners beherzter Versuch, den Lauf der Russin zu stoppen, wurde von Alexandrowas kühler Effizienz zunichte gemacht. Besonders bitter: Werner war die letzte deutsche Spielerin im Turnier. Damit steht fest: Sieben deutsche Starterinnen, null im Viertelfinale.

Deutscher Sand, wenig Glanz

Das Sandplatzevent am Hamburger Rothenbaum wurde für das deutsche Damentennis zum Debakel. Tatjana Maria (gesetzte Nummer drei!), Noma Noha Akugue und Jule Niemeier, sie alle scheiterten an ihren Auftaktgegnerinnen. Auch Tamara Korpatsch, Lokalmatadorin aus Hamburg, und Nachwuchshoffnung Nastasja Schunk schieden vor dem Achtelfinale aus. Hoffnungsträgerinnen? Ja. Aber dieses Jahr ging der Hamburger Sand ihnen viel zu früh verloren.

Muchova zieht Konsequenzen

Während in Hamburg für die deutschen Spielerinnen die Lichter ausgehen, zieht Karolina Muchova im Stillen eine persönliche Bilanz und trennt sich von ihrem Coach Emil Misek. Die Nachricht kam überraschend, wenn auch nicht völlig unvorbereitet. Die Bilanz der letzten Monate war ernüchternd: Zweite Runde in Melbourne, erste Runde bei den French Open, direktes Aus in Wimbledon. Nicht die Resultate, die sie sich erhofft hatte.

Während in Hamburg für die deutschen Spielerinnen das Aus kommt, zieht Karolina Muchova im Stillen eine persönliche Bilanz und trennt sich von ihrem Coach Emil Misek. Die Nachricht kam überraschend, wenn auch nicht völlig unerwartet. Die Bilanz der letzten Monate war ernüchternd. Zweite Runde in Melbourne, erste Runde bei den French Open und direktes Aus in Wimbledon. Das sind nicht die Resultate einer Weltranglisten-12.

„Zeit für ein neues Kapitel“, schreibt Muchova auf Instagram. Der Ton bleibt dabei respektvoll und beinahe versöhnlich. Misek, der sie bis auf Platz acht der Welt gebracht hatte, spricht von einer „wundervollen Etappe“. Doch unter der Oberfläche brodelt es. Es ist bereits die zweite Trennung des Duos. Ist es dieses Mal endgültig?

Dabei hatten sie 2023 gemeinsam noch das Finale der French Open erreicht. Im selben Jahr erreichten sie das Halbfinale der US Open. Was folgt nun für Muchova? Ein neuer Coach, ein Neuanfang, vielleicht sogar ein neues Spiel?

Jabeur sagt Stopp, die Unvollendete zieht sich zurück

Und dann ist da noch Ons Jabeur. Die „Magierin“, wie sie oft genannt wurde. Dreimal stand sie in einem Grand-Slam-Finale, doch sie hat nie gewonnen. Jetzt will sie sich selbst zurückgewinnen.

„Ich habe mich auf dem Platz nicht mehr wirklich glücklich gefühlt“, schreibt sie auf ihren Social-Media-Kanälen. Verletzungen, Rückschläge und der Druck, Erwartungen zu erfüllen, haben Spuren hinterlassen. Die ehemalige Nummer zwei der Welt, die derzeit nur noch auf Rang 71 steht, nimmt sich eine Auszeit vom Tennis.

Ein Moment, der die Tenniswelt erschüttert. Nicht, weil er völlig unerwartet kommt, sondern weil er zeigt, wie dünn die Linie zwischen Erfolg und Überforderung geworden ist. Ihre Worte klingen wie ein Abschiedsbrief: „Ich will atmen, heilen und die Freude am Leben wiederentdecken.“ Sie klingen wie ein Abschiedsbrief, doch Jabeur lässt die Tür offen.

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