Überspringen zum Inhalt
Olympia/Tennis
  1. TENNIS

Wer krönt das Tennisjahr?

Zwei junge Stars, ein Ziel: Platz eins der Welt. Beim ATP-Finale in Turin treffen Carlos Alcaraz und Jannik Sinner aufeinander und nur einer von ihnen darf sich am Ende die Krone des Jahres aufsetzen.

Wenn die Tennissaison in Turin endet, geht es längst nicht mehr nur um einen Pokal. Es geht um Prestige, Geschichte und den Platz an der Sonne. Carlos Alcaraz und Jannik Sinner, die Gesichter einer neuen Tennisgeneration, liefern sich beim Nitto ATP Finale 2025 ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Nummer eins der Welt. Beide haben das geschafft, wovon viele träumen. Beide waren schon einmal ganz oben. Und doch steht alles wieder auf Anfang.

In der ATP Live Race to Turin-Wertung führt Carlos Alcaraz mit 1.050 Punkten vor Sinner. Eine solide Führung, aber keine uneinholbare. Der Spanier weiß, dass er in Italien liefern muss. Um das Jahr sicher als Nummer eins zu beenden, braucht er mindestens 450 Punkte, unabhängig davon, wie Sinner spielt. Ein klarer Plan, doch ein wackeliger Grat. „Seit der Saisonhälfte ist es ein wichtiges Ziel für mich, Ende des Jahres als Nummer eins zu stehen“, sagte Alcaraz vor Turnierbeginn. „Am Anfang habe ich gar nicht daran gedacht. Jetzt motiviert mich das umso mehr.“

Der 22-Jährige hat mehrere Möglichkeiten, dieses Ziel zu erreichen: Gewinnt er alle Gruppenspiele, ist alles klar. Er kann sich sogar den Luxus erlauben, ein Match zu verlieren, solange er das Finale erreicht. Das klingt machbar, doch in Turin lauert jeder Gegner mit der gleichen Entschlossenheit, den jungen Spanier zu stoppen.

Auf der anderen Seite steht Jannik Sinner. Der Italiener, der 2024 selbst als Nummer eins das Jahr beendete, steht nun in der Rolle des Jägers. Seine Ausgangslage ist klar und gnadenlos: Nur mit dem Titel in Turin kann er noch an Alcaraz vorbeiziehen. Jede andere Platzierung bedeutet, dass der Pokal und die Weltranglistenspitze an den Spanier gehen.

Zwei junge Stars, ein Ziel: Platz eins der Welt. Beim ATP-Finale in Turin treffen Carlos Alcaraz und Jannik Sinner aufeinander. Nur einer von ihnen darf sich am Ende die Krone des Jahres aufsetzen.

Sinner gibt sich kämpferisch, aber realistisch. „Es gibt Szenarien, die ich kenne. Aber wenn Carlos wirklich gut spielt, habe ich keine Chance“, sagte er. Eine ehrliche Einschätzung, die seinen Fokus verrät: Er will das Turnier gewinnen und sich nicht mit Rechenspielen beschäftigen.

Für Sinner hängt alles am Titel. Sollte Alcaraz in der Gruppenphase sieglos bleiben, müsste Sinner den Titel holen, mit mindestens einem Sieg in der Vorrunde. Gewinnt Alcaraz ein Match, darf sich Sinner keine Niederlage mehr erlauben. Und wenn Alcaraz zwei Spiele gewinnt, hilft nur noch eine makellose Woche: vier Siege, kein Fehler, Perfektion oder nichts.

Während die Tenniswelt also nach Turin blickt, läuft andernorts ein Nebenschauplatz mit besonderem Reiz: Lorenzo Musetti hat in Athen das Finale erreicht und kämpft um den letzten Platz beim Saisonabschluss der Besten. Der 23-jährige Italiener besiegte im Halbfinale den Amerikaner Sebastian Korda in einem Marathonmatch mit 6:0, 5:7, 7:5: Musetti begann furios, verlor kurz den Faden, fing sich wieder und nutzte schließlich nach über zwei Stunden seinen ersten Matchball.

Sein Gegner im Finale ist ausgerechnet Novak Djokovic. Ausgerechnet Novak Đoković, der Wahlathener und Rekordjäger, der in Athen seinen 101. ATP-Titel anpeilt. Für Musetti ist das Duell mehr als nur ein Endspiel. Ein Sieg gegen Djokovic würde ihm nicht nur eine Trophäe bringen, sondern auch das Ticket nach Turin zur ganz großen Bühne. Bei einer Niederlage hingegen müsste er auf eine Absage hoffen. Ironischerweise könnte ausgerechnet Djokovic, sein Finalgegner, diese Absage liefern.

So schließt sich der Kreis. Während Alcaraz und Sinner in Turin um die Spitze kämpfen, ringt Musetti in Athen um den letzten Platz im Konzert der Großen. Es ist das perfekte Finale eines Tennisjahres, das ganz im Zeichen der Jugend steht, mit Stars, die nicht nur Matches gewinnen, sondern Geschichte schreiben.

Ob am Ende Alcaraz erneut triumphiert oder Sinner das Blatt wendet, ist offen. Sicher ist jedoch: Turin wird zur Bühne für zwei Rivalen, die das Tennis von morgen prägen werden. Und wer weiß, vielleicht ist es sogar der Beginn einer Ära, in der diese beiden um die Krone kämpfen werden.

Weiterführende Artikel

bet365 verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies, um einen besseren und individuelleren Service bereitstellen zu können. Nähere Informationen finden Sie in den Richtlinien zu Cookies

Neu bei bet365? Erhalten Sie bis zu €100 in Wett-Credits Jetzt anmelden

Wett-Credits nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung zur Nutzung verfügbar. Gewinne schließen den Einsatz von Wett-Credits aus. Es gelten die AGB, Zeitlimits und Ausnahmen.